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BAUWAS 4.0 Konstruktionsprogramm zur Entwicklung von Raumvorstellung Nach der Vorstellung von
Version 1.0 (Computer-Magazin Nummer 8) und Version 2.0 (Nummer 12) wollen
wir diesmal die Version 4.0 vorstellen, die Mitte April 1999 erschien.
Programmierung: Manfred Gusen, Frank Krugmann, Harald Quentel, Eberhard
Schmidt, Monika Windhaus, Projektleitung: Wolfgang Zikoll, Konzeption und
Betreuung: Helmut Meschenmoser, Karteikastensystem Ulrich Lange.
Allgemeines
zu BAUWAS
- Karteikartensystem
BAUWAS bietet die Möglichkeit, komplexe Körper aus Würfeln per Mausklick zu konstruieren. Durch Öffnen eines zweiten Fensters z.B. mit Dreitafelprojektion des konstruierten Körpers kann die Fähigkeit zu mentalen Transformationen, in diesem Fall von 3D-Darstellung in 2D-Darstellungen geübt werden. Auch die Transformation von 2D-Darstellungen in 3D-Darstellungen ist möglich, indem vorbereitete Dateien zur Präsentation von Drei-Seiten-Ansichten genutzt werden und der gedachte Körper im dreidimensionalen Raum entsprechend konstruiert wird. Zielgruppen:
Lernziele
Bevor wir auf die durch die
Version 4.0 ermöglichten erweiteren Übungsmöglichen eingehen,
hier zunächst einmal eine kurze Beschreibung
der Grundfunktionen des Programmes: Durch Aufruf „Neue
Datei erstellen“ oder durch Laden einer Beispieldatei steigen wir in das
Programm ein. Beim Anlegen einer neuen Datei ist es zunächst erforderlich,
die Raumgröße festzulegen, d.h. die Anzahl der Würfel ist
dreiachsigen Koordinatensystem. Ein Körper kann maximal 10x10x10 Würfel
aufnehmen. Nach dieser Festlegung erscheint im Desktop das Koordinatenkreuz
sowie die Grundfläche im eingestellten Raster. Nun wird ein Körper
gebaut. Dies geschieht auf verschiedenen Wegen: der Cursor, der die Form
eines Baukrans hat, wird auf eine bestimmt Stelle bewegt, über die
linke Maustaste wird ein Würfel eingebaut, über die rechte wieder
entfernt. Auch mit Hilfe von Steuerknöpfen mit Richtungspfeilen oder
auch über die Eingabe von Koordinatenwerten kann ein Würfel in
den Körper eingebaut werden, der dreidimensional dargestellt ist.
- Übung 6 Diese Übung baut auf die Übungen 2 und 3 auf. Nunmehr soll aber nicht die Summe der jeweils benötigten Würfel, also das Ergebnis eingegeben werden, sondern es kann der Lösungsweg mit den Operatoren + - x eingegeben und überprüft werden. Dabei sind vielfältige Lösungswege möglich, die allesamt von BAUWAS geprüft werden. So können die Schülerinnen und Schüler auch mit verschiedenen Lösungswegen experimentieren, sie prüfen lassen und auch korrigieren, um sie anschließend auf Papier manuell aufzuzeichnen. - Übung 7 Bei dieser Übung wird im rechten Fenster der Bauplan eines ausgewählten Körpers angezeigt. Dieser Bauplan soll nun "gelesen", bzw. dekodiert werden und im linken Fenster kann man den Körper per Mausklick bauen. Jederzeit kann der Zwischenstand geprüft werden. Erfreulich ist, daß BAUWAS eines der wenigen Lernprogramme ist, das kontinuierlich weiterentwickelt und evaluiert wird. Das ist vor allem dem ‚Vater‘ des Programmes, Helmut Meschenmoser von der Landesbildstelle in Berlin zu verdanken. Er hat inzwischen seine Dissertation über dieses Programm geschrieben, die demnächst unter dem Titel „Lernen mit Medien – zur Theorie, Didaktik und Gestaltung von interaktiven Medien“ im Umfang von 317 Seiten im Verlag Dr. Kovac erscheinen wird. Unter den Zielgruppen für BAUWAS, die weiter oben schon genannt sind, erscheinen auch Jugendliche in der beruflichen Grundbildung. Im Bereich der außerbetrieblichen Ausbildung könnte das Programm den durch Medienvielfalt geprägten Förderbereich ergänzen. In den ausbildungbegleitenden Hilfen kann BAUWAS bei lernbeeinträchtigten Auszubildenden aus allen technischen Berufen eingesetzt werden. Diese haben oftmals Probleme mit der Raumvorstellung. BAUWAS hat durch eine Einweiterung der Übungsvielfalt wieder dazugewonnen und ist sehr empfehlenswert. (Wolfgang Schmitt-Kölzer) |