Computer-Magazin

 
Buchrezension
Ute Clement, Klaus Kräft, Lernen organisieren - Medien, Module, Konzepte

ISBN 3-540-41451-7, 136 Seiten, EUR 44,95, Springer-Verlag, Reihe: X.media.press

Zielgruppen: Das Buch richtet sich vor allem an Entwickler/innen von Lernprogrammen für den selbstgesteuerten Unterricht (Fernlehrinstitute, Universitäten, individualisierter Unterricht an Schulen), ist aber auch für all diejenigen interessant, die sich sowohl für theoretische als auch konkrete Umsetzungs-Fragen des selbstgesteuerten Lernens mit Medien interessieren.

Dieses selbstgesteuerte Lernen hat Konjunktur. Dennoch fühlen sich Autorinnen von Fernlehrbriefen, CBTs und WBTs mitunter etwas alleingelassen. Gerade sie benötigen methodische und didaktische Hilfestellungen als Ergänzung zum vorhandenen fachlichen Hintergrund.

An diesem Punkt will die Publikation ansetzen und ein Rezept zur inhaltlichen Strukturierung und methodischen Gestaltung von Selbstlernprogrammen anbieten. Den Autor/innen geht es dabei vor allem um konkret umsetzbare Hinweise, ohne dass sie es aber versäumen, ihr Konzept auch theoretisch zu begründen. Der Theorie einer Didaktik von Selbstlernmaterialien folgen Beschreibungen ganz konkreter Handlungsschritte und auch praktische Hinweise, Leitfragen und Tipps.

Die einzelnen Abschnitte des Buches:

  • Einleitung
  • Selbst-Lernen: Selbst-Lernen als Bildungschance, Öffnung der Hochschule durch Selbst-Lernen?
  • Didaktik für Selbst-Lernarrangements: Präzisierung der Lernwege: Instruktionstheoretische Ansätze; Öffnung der Lernwege: Handlungstheoretische Konzepte, Konstruktivistische Grundlegungen; Synthese: Die Spannung zwischen Erfahren und Erkennen
  • Lehr-Lernangebote planen: Phase I: Profilbildung, Phase II: Festlegung der Rahmenstruktur, Phase III: Modulkonstruktion
  • Selbst-Lernmaterialien gestalten: Nutzen klären, Anknüpfen, Informationen liefern, Handeln ermöglichen, Rückmeldungen geben
  • Ausblick
  • Literatur, Abbildungsverzeichnis, Index
Die Publikation ist in einer verständlichen Sprache geschrieben und vermittelt auch Nicht-Pädagog/innen im Spannungsfeld von Instruktion und Konstruktion neue Erkenntnisse der Lerntheorie. 

Im zweiten Teil wird die konsequente Orientierung an den Bedarfen und Lern-Interessen der Lernenden propagiert, um praxisorientierte und nützliche Lernprogramme produzieren zu können. Als Methode wird dabei die  Formulierung von Leitfragen und Handlungschritten angewendet, angereichert mit anschaulichen Praxisbeispielen. Dabei ensteht - sozusagen nebenbei - ein Katalog von Qualitätskriterien nicht nur für die Lernprogramme als isolierte Produkte, sondern als Ressourcen im Lernarrangement.

Die Publikation ist empfehlenswert.

(Wolfgang Schmitt-Kölzer) 

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