Computer-Magazin

 
Aus dem "Initiative D21 Newsletter 12.12.2000"
90 Mio-Ausschreibung für Entwicklung von Lernsoftware an Schulen

"Das BMBF möchte mit dieser Ausschreibung ein ausreichendes Angebot an
qualitativ hochwertigen Lehr-/Lernangeboten für möglichst viele Schultypen
erhalten. Bemühungen von D21, die Schulen mit Hardware auszustatten, werden somit von der pädagogischen Seite ergänzt. Gefragt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft wie Medienanbieter, z.B. Schulbuchverlage und andere Inhalte-Produzenten. 

Anmeldeschluss: 26.01.2001

Info-Broschüre erhältlich in der D21-Geschäftsstelle mailto:kontakt@initiatived21.de oder
http://www.gmd.de/NMB/PT-NMB.html"

Soweit die Meldung aus dem Newsletter. Im folgenden noch eine Textpassage aus den Richtlinien des bmbf

"Bundesministerium für Bildung und Forschung 
                                                 
Bekanntmachung von Richtlinien über die Förderung von Vorhaben zur Entwicklung und zum Einsatz von Lehr- und Lernsoftware  in Schulen  
vom 26. Oktober 2000
 
1.    Zuwendungszweck, Rechtsgrundlage 

Angesichts der herausragenden bildungs- und wirtschaftspolitischen Bedeutung des Angebots und der Nutzung von elektronischen Lehr- und Lernmedien im schulischen Bereich hat sich die Bundesregierung entschlossen, dazu notwendige Entwicklungen und Erprobungsprozesse zu fördern.

Grundlage hierfür bildet das Programm „Neue Medien in der Bildung“, mit dem die Bundesregierung dazu beitragen will, dass Deutschland bis zum Jahr 2005 eine Spitzenposition bei der Bildungssoftware erreichen kann. Dieses Programm ist integraler Bestandteil des Aktionsprogramms der Bundesregierung „Innovation und Arbeitsplätze in der Informationsgesellschaft des 21.Jahrhunderts“. 

Ziel dieser Fördermaßnahme ist es, ein ausreichendes Angebot an qualitativ hochwertigen Lehr-/Lernangeboten für möglichst viele Schultypen, Fächer und Jahrgänge zu schaffen. Damit sollen die Neuen Medien zum selbstverständlichen Bestandteil des Unterrichts einer großen Zahl von Schulen in Deutschland werden.

Vorhaben werden nach Maßgabe dieser Bekanntmachung, der BMBF-Standardrichtlinien für Zuwendungsaufträge auf Ausgaben- bzw. Kostenbasis und der Vorläufigen Verwaltungsvorschriften zu § 44 der Bundeshaushaltsordnung (Vorl. VV zu § 44 BHO) durch Zuwendung gefördert. Ein Anspruch auf Gewährung einer Zuwendung besteht nicht. Vielmehr entscheidet die Bewilligungsbehörde aufgrund ihres pflichtgemäßen Ermessens im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel. 

2.   Gegenstand der Förderung

Gegenstand der Förderung ist deshalb die Entwicklung von Lehr- und Lernsoftware, die die pädagogisch/didaktischen Aspekte des Medieneinsatzes und konkrete Einsatzszenarien zugrunde legt. Dabei sind für die Schulen realistische Hardware- und Infrastrukturvoraussetzungen sowie marktgängige Softwaretools und Standards zu berücksichtigen. 

Diese Richtlinien ergänzen die im Rahmen des Programms der Bundesregierung „Information als Rohstoff für Innovation“ bereits laufende Sonderfördermaßnahme „Nutzung elektronischer und multimedialer Informationsquellen in Schulen“ (InfoSCHUL Phase 1-3). Im Rahmen von InfoSCHUL werden bereits auf dem Markt befindliche, meist für andere Zwecke entwickelte elektronische und multimediale Informationsquellen und Materialien in den Schulunterricht integriert und geeignete
Lösungen auf andere Schulen übertragen. 

3.   Zuwendungsempfänger  

Die Bekanntmachung richtet sich an Medienanbieter (z.B. Schulbuchverlage und andere Inhalte-Produzenten), die bereits nachweisbare Erfahrungen mit der Entwicklung neuer Medien für die Schule aufweisen können. Anträge können sowohl von Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft als auch von entsprechenden Konsortien unter Beteiligung von öffentlichen
Einrichtungen eingereicht werden. Eine Förderung von Einzelpersonen ist ausgeschlossen. 

Antragsteller müssen bereit und in der Lage sein, ein entsprechendes Entwicklungsprojekt durchzuführen und die Verbreitung
der Ergebnisse verantwortlich zu sichern. 

4.   Art und Umfang, Höhe der Zuwendung

Die Projektförderung wird als nicht rückzahlbare Zuwendung in Form einer Anteilfinanzierung gewährt. Bemessungsgrundlage sind die zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten. 

Für Zuwendungen an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft wird die Förderquote in der Regel auf maximal 50 % der zuwendungsfähigen Projektkosten begrenzt (Anteilfinanzierung). Von den Unternehmen wird eine angemessene Eigenbeteiligung von grundsätzlich mindestens 50 % erwartet. 

Bei der Bemessung der Förderquoten wird der Gemeinschaftsrahmen für staatliche FuE-Beihilfen der EU-Kommission berücksichtigt. 

Der Bund stellt für die Durchführung der Maßnahmen des Programmteils „Schulen“ einen Betrag von bis zu 90 Mio. DM für einen Förderzeitraum von vier Jahren zur Verfügung. ... "

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