Computer-Magazin

 
aus der Online-Ausgabe II/2000 der "DIE - Zeitschrift des Deutschen Institut für Erwachsenenbildung"
Multimediale Leittextqualifizierung für benachteiligte junge Erwachsene - BMBF-Forschungsprojekt in Saarbrücken

Mit dem Ziel, Lerninhalte aus den Berufsfeldern Garten- und Landschaftsbau und Maler/Lackierer multimedial aufzubereiten, startete am 1. September 1999 in Saarbrücken das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Forschungsprojekt 

"Multimediale Leittextqualifizierung für benachteiligte junge Erwachsene des Arbeitsmarktes" (MLQ).

Erste Überlegungen zu MLQ entstanden im Bundesmodellprojekt "Abschlussbezogene Qualifizierung langzeitarbeitsloser Sozialhilfeempfänger/innen" (AQLS), das in der Neuen Arbeit Saar gGmbH von Dezember 1995 bis Februar 1999 durchgeführt worden war.

MLQ stützt sich auf die Leittextmethode und verfolgt das Ziel, zu überprüfen, inwieweit multimedial aufbereitete Lerninhalte in Verbindung mit schriftlichen
Qualifizierungsmaterialien, Lernberatung und einer Methodenvielfalt bei einer Zielgruppe, die man als Benachteiligte des Arbeitsmarktes bezeichnen kann, zum Erfolg führen.
Gleichzeitig soll eruiert werden, inwieweit didaktisch gestaltetes Lernmaterial in multimedialer Form, das in eine Lernumgebung eingebettet ist, die Selbststeuerung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer fördert. Der Prozess wird beratend und motivationsfördernd begleitet.

Während der Laufzeit von drei Jahren sollen im Projekt MLQ die
Qualifizierungsmaterialien so aufbereitet werden, dass sie individuell und flexibel auf die Bedürfnisse der Teilnehmenden zugeschnitten werden können und damit die Entfaltung von Potenzialen zur Selbststeuerung des Lernens ermöglichen.

Für die Institutionen, die sich am Projekt beteiligen, indem sie das
CD-ROM-Lernprogramm als Teil des Lehr- und Lerngeschehens einsetzen, werden vom Projekt Infrastrukturen aufgebaut sowie Austausch und Vernetzung koordiniert. Zu diesen Supportstrukturen gehören institutionelle Beratung, Bereitstellung von Qualifizierungsmaterialien, Multiplikatorenfortbildungen, Methoden-Beratung, zeitnahe Rückkopplung zu Sach-, Fach- und Lernberatungsfragen mittels einer Hotline,
Koordination der Vernetzung und des Austausches der am Projekt beteiligten Institutionen.

Kontaktadresse: 
Neue Arbeit Saar gGmbH, 
Bertha-von-Suttner-Strasse 1,
66123 Saarbrücken, 
Tel.: 0681/81907-44, Fax: 0681/81907-10,
e-mail: nas_mlq@t-online.de

Franz Corcilius/Karin Pusch

Quelle: DIE, Ausgabe II/2000
http://www.die-frankfurt.de/zeitschrift

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