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EU wählt FITs Förderungsprojekt für Lernbehinderte Komm@Schule als Beispiel für "Best eEurope Practices" der Informationstechnologie Sankt Augustin. Die Potentiale der Informationstechnologie und der neuen Medien werden aktuell im deutschen Schulalltag immer noch unzureichend genutzt. Dies gilt besonders vor Sonderschulen. Doch es gibt Ausnahmen: die Gutenberg-Sonderschule für Lernbehinderte der Stadt Sankt Augustin. Ausgerechnet die Schule, die sich nach dem Erfinder des Buchdrucks benennt, stellte die klassischen Lehrbücher in den Schrank und startete zusammen mit Fraunhofer FIT das Projekt Komm@Schule. Die Mission: Steigerung der sozialen und beruflichen Kompetenz von Lernbehinderten durch PC-gestützten Unterricht. "Lernbehinderung ist ein unsichtbares Handikap, das aber vielfältige negative Auswirkungen hat", so Hellmut Morasch, der das Projekt seitens FIT betreute. Nach zweijähriger Laufzeit
ging das Projekt diese Woche zu Ende. Die Ergebnisse sind so überzeugend,
dass die EU das Projekt als Beispiel für "Best eEurope Practices"
der Informationstechnologie ausgewählt hat. Mit den richtigen pädagogischen
Ansätzen, geeigneter Software und ermutigender Hilfe durch Mitschüler
und Lehrer kommen die lernbehinderten Schüler dahin, Informationstechnologie
sehr kompetent zu nutzen. Und dann hilft ihnen die IT in vielen Bereichen,
ihre Behinderung zu kompensieren, sie verbessert ihre Berufschancen und
beugt einer Ausgrenzung vor.
Inzwischen besitzt die Schule verteilt über die Klassen rund 50 Computer. In einzelnen Fächern ist der PC eine besonders große Hilfe: Viele Gutenbergschüler habe eine gestörte Feinmotorik, erzielen jedoch mit Grafikprogrammen ausgezeichnete Ergebnisse. Der Computer wird wie selbstverständlich in den Unterrichtsalltag einbezogen. Die Schüler recherchieren im Internet, tauschen eMails mit der Partnerschule und stellen ihre Arbeiten und Projekte ins Netz. Auch die Lehrer lassen sich fortbilden, z. B. zum Weblotsen. Man ist zufrieden und doch "sind wir noch lange nicht am Ziel und weitere Anstrengungen sind notwendig" so Schulleiterin Heidrun Pellar. Kontakt: pr@fit.fraunhofer.de
Referenz: http://www.fit.fraunhofer.de/ |