Computer-Magazin

 
MobiLe - E-Learning-Projekt für Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf in der beruflichen Bildung
 
Die Berufsausbildung ist die entscheidende Voraussetzung für junge Menschen, sich eine wirtschaftliche Existenz aufzubauen und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Internet- und Medienkompetenz sind dabei unabdingbare Voraussetzungen für berufliches  Bestehen und Fortkommen. Menschen mit Behinderungen stehen dabei vor besonderen Barrieren, aber auch vor neuen Möglichkeiten. Die Fähigkeit zum Umgang mit neuen Medien und Informationstechnologien muss deshalb auch in Zukunft ein wichtiges Ziel sein, welches fest in die Berufsausbildung integriert sein sollte. Das Projekt "MobiLe" im CJD-Offenburg greift dieses Ziel sehr konkret auf und entwickelt und erprobt eLearning contents für junge Menschen mit Lernbehinderungen im Rahmen einer verzahnten Ausbildung, integriert in ein IT-gesteuertes Planungs- und Dokumentationssystem.

Im Internet:
 
Teilnehmer
18 Auszubildende mit Lernbehinderungen aus dem Ausbildungsberuf Verkäufer/-in, die  in einer verzahnten Form der Teilhabe am Arbeitsleben gefördert werden. Diese Teilnehmenden haben im September 2005 ihre Ausbildung begonnen und werden sie zum Ende der Projektlaufzeit beenden. Diese Zielgruppe steht exemplarisch für andere Berufsfelder, weil 
in diesem Berufsfeld das Konzept der verzahnten Ausbildung mit dem Kooperationspartner „EDEKA Südwest“ bereits weitgehend umgesetzt wird, und 
vom BIBB entwickelte multimediale elearning – contents vorliegen, die mit dem Personenkreis erprobt und von den begleitendem Ausbildungspersonal in diesem Projekt unter sonderpädagogischen Aspekten angepasst werden sollen.
Die Teilnehmer werden zum mobilen Lernen mit Laptops und den erforderlichen Kommunikationstechniken ausgestattet.
 
Ziele
Das Projekt „MobiLe“ zielt darauf ab:
Lerninhalte über eine multimediale Lernplattform im Sinne von E-learning mit den Lernfeldern und Arbeitsfeldern der individuellen Qualifizierungsplanung zu verknüpfen. 
verzahnte Ausbildungsgänge durch individuelle Qualifizierung und Förderung EDV-gestützt zu planen und umzusetzen. 
Sonderpädagogisch fundierte Lerninhalte zu erarbeiten. 
Durch eine sinnvolle didaktische  und methodische Verknüpfung von 'traditionellem Ausbilden' und virtuellem bzw. Online Lernen auf der Basis neuer Informations- und Kommunikationsmedien und –möglichkeiten der/die Einzelne optimal und individuell in ihrem / seinem Ausbildungsprozess zu unterstützten (Blended - Learning) 
Sonderpädagogisch erfahrene Ausbilder und Lehrer zu Teletutoren und Teleautoren dem Bedarf der Zielgruppe entsprechend zu qualifizieren.

Ausbildung
Die Ausbildung in diesem verzahnten Konzept erfolgt nach dem Stufenmodell, bei dem die praktische Ausbildung in ihrem ersten Teil im Jugenddorf-Berufsbildungswerk (BBW) und in den Zeiträumen danach beim Betrieb angesiedelt ist. Das Stufenmodell bietet eine behutsamere Hinführung auf diesen Arbeitsalltag; die Teilnehmenden werden sorgfältig auf die Anforderungen des Betriebes vorbereitet. Der  Übergang wird behutsam angebahnt und pädagogisch begleitet.
Das Konzept beinhaltet ein eng  aufeinander abgestimmtes System und ein sich ergänzendes Zusammenwirken von Ausbildung im Betrieb, Ausbildung in der Berufsschule und Ausbildung und Unterstützung durch das Berufsbildungswerk.

Betrieb:         
- Praktische Ausbildung
- Erwerb von Schlüsselqualifikationen
- Erfahrungen des realen Arbeitslebens 

Berufsbildungswerk:
- Individuelle Ausbildungsbegleitung
- Individuelle Qualifikations- und Ausbildungsplanung
- Ergänzende praktische und fachtheoretische Ausbildung.  

Berufsschule:
- Schulischer Ausbildungsteil
- Sonderpädagogische Förderung 
- Unterstützung der Lerninhalte durch elearning
- Informiert über Präsenzlernphasen 

Der Ausbildungsbegleiter
Die „Leitfunktion" im Sinne einer optimalen Moderation Verzahnung des Prozesses übernimmt ein direkt den Teilnehmenden zugeordneter Ausbildungsbegleiter, d.h. eine Vertrauensperson, die den Teilnehmenden während des gesamten Ablaufes bis zum Übergang in Beschäftigung begleitet.
Der Ausbildungsbegleiter agiert gleichzeitig als Teletutor. 

Die Lernplattform „MobiLe“ erleichtert ihm Abstimmungs- Planungs- und Dokumentationsaufgaben und unterstützt die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren. Er:

  • plant und dokumentiert mit "MobiLe" in Abstimmung mit  Betrieb,  Berufsschule und BBW die Qualifizierung.
  • informiert mit "MobiLe" über Lernveranstaltungen.
  • plant Termine mit den Beteiligten und informiert mit "MobiLe".  
  • stellt Lerninhalte in Abstimmung mit Betrieben, Berufsschule und  BBW  in die Lernplattform "MobiLe".
  • berät über "MobiLe" Betriebe, Berufsschule BBW und Teilnehmende.
  • hilft Teilnehmenden als Teletutor bei der Aufgabenbewältigung.
Inhalte (Contents) der Lernplattform 
Die Inhalte (Contents) der Lernplattform werden von den dafür qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes zusammen mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des CJD Jugenddorfes Offenburg und den Betrieben auf der Grundlage einer sonderpädagogischen Didaktik erarbeitet. Diese Contents werden mit den in der individuellen Qualifizierungsplanung ermittelten und auf der Lernplattform dokumentierten Arbeitsfeldern und Qualifizierungsbausteinen verknüpft. Dabei liegen die inhaltlichen Schwerpunkt in der ersten Phase bei so genannten überbetrieblichen Lerninhalten, wie zum Beispiel:
  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht, 
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
  • Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit,
  • Natur- und Umweltschutz,
  • Arbeit mit Informations- und Kommunikationstechnologien.
Projektzeitraum
Das Projekt begann am 1.02.06 und endete am 30.06.07.
 
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Ansprechpartner
Christine Bandi
Tel. 0781 / 94878-55
christine.bandi@cjd.de
 
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Projektpartner
CJD Maximiliansau
Time for you
EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH; 
 
Finanzierung
Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, Ziel 3 über das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg bezuschusst.

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