Bundeszentrale
für politische Bildung (BpB) veröffentlicht neue Staffel der
"Computerspiele
auf dem Prüfstand"
Die
Bundeszentrale für politische Bildung hat die 11. Staffel (84-93/1999)
ihrer Reihe: "Computerspiele auf dem Prüfstand" veröffentlicht.
Das
von Jürgen Fritz und Wolfgang Fehr bearbeitete Themenheft, das den
Spielebeurteilungen voransteht, hat den Titel: "Identitätsangebote
von Computerspielen". Darin werden folgende Aspekte behandelt:
-
Wirkungsmacht
der Computerspiele
-
Zum Begriffsfeld
"Identität"
-
Medieninduzierte
Identititätsentwicklung
-
Computerspiele
als Impulse für Identitätsentwicklungen
Um diese
Aspekte näher in den Blick zu nehmen, haben die Autoren folgende Computerspiele
untersucht:
-
1944:
Operation Teddybär
-
Barbie
-
Darby
der Drache
-
Legacy
of Time
-
Rent a
Hero
-
Tomb Rainer
III
-
Commandos
-
Populous
-
Need for
Speed III
-
You Don't
Know Jack
Die Autoren
kommen zu folgenden Einschätzungen:
"Unterhalb
der Ebene von Spielfiguren oder Spielinhalten können
auch die Leistungsforderungen des Spiels auf die Identitätsentwicklungen
einwirken.
Mit
der vorliegenden Serie soll der Versuch unternommen werden, konkrete Computerspiele
auf ihre Fähigkeit, Impulse für Identitätsentwicklungen
zu sein, zu analysieren. Von daher wurde bei jedem der nachfolgenden 10
Spiele möglichst genau angegeben, wodurch das Spiel möglicherweise
solche Impulse setzen kann. Erstaunliches Ergebnis dieser Untersuchungen
ist, daß die meisten der hier vorgestellten Spiele Anreize für
Identitätsentwicklungen auf der Ebene der Leistungsforderungen des
Spiels besitzen. Je stärker der Leistungsaspekt eines Spieles ausgeprägt
ist, desto eher treten Spielfiguren und Spielinhalte in den Hintergrund.
Die weitaus meisten Computerspiele funktionieren als Spiel nur dadurch,
daß sie den Spieler mit Leistungsforderungen konfrontieren, die er
nur mit Mühe erfüllen kann. Allenfalls in den Randbereichen von
virtuellen Spielewelten gibt es Software-Produkte, die die Leistungsforderungen
nicht als zentrales Element besitzen. Produkte dieser Art werden mit Begriffen
wie Edutainment, Infotainment, Tooltainment oder Living Book bezeichnet".
Am
Schluß der Hinweis, daß die pädagogischen Beurteilungen
der Computerspiele auf der Grundlage von Erfahrungsberichten aus Kölner
Kinder- und Jugendeinrichtungen erstellt werden.
Die Reihe: "Computerspiele
auf dem Püfstand" wird der von BpB kostenlos an Multiplikator/-innen
in der Jugendarbeit abgegeben.
Bestellung: BpB, Referat
Medienpädagogik und Neue Medien, PF 2325, D-53013 Bonn.
(Wolfgang Schmitt-Kölzer)
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