Computer-Magazin

 
Pressemitteilung
Erfolgreicher Abschluss der Internationalen Konferenz WOW - Women on the Web

"Für mich ist das Internet keine technische, sondern eine
Kommunikationsrevolution", sagte Jennifer Neumann, Vorstandsvorsitzende
der Canto Software AG (Berlin) und Vorstandsmitglied der Initiative D21
im Rahmen der internationalen Konferenz "WOW - Women on the Web". Der
Konferenzverlauf gab dieser Einschätzung Recht. Denn Kommunikation und
Vernetzung über Ländergrenzen hinweg standen im Mittelpunkt der Tagung
in der Handelskammer Hamburg, an der vom 8. bis 10. März 2001 mehr als
300 Frauen aus 18 Ländern teilnahmen. Bundesministerin Dr. Christine
Bergmann und Krista Sager, Zweite Bürgermeisterin der Freien und
Hansestadt Hamburg zeigten sich beeindruckt von der Fülle konkreter
Projekte und Internetunternehmen von Frauen.

Berichte aus Deutschland, Großbritannien, Italien und Kroatien
verdeutlichten länderspezifische Eigenheiten bei der Internetnutzung von
und bei Onlineangeboten für Frauen. Während in Italien rund 16 Prozent
und in Deutschland - je nach Studie - 26 bis 35 Prozent der Frauen das
Internet nutzen, sind es in Schweden bereits 53 Prozent. Aber nicht nur
deshalb engagierte sich die Schwedische Regierung im Rahmen ihrer
EU-Ratspräsidentschaft  zusammen mit dem Bundesministerium für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend und dem Senatsamt für die Gleichstellung der
Freien und Hansestadt Hamburg für die Internationale Konferenz.
Deutschland ist Schwedens größter Handelspartner, etwa 100.000 Deutsche
arbeiten bereits in schwedischen Unternehmen in Deutschland. Schwedens
Botschafter in Deutschland, Mats Hellström, betonte ausdrücklich vor den
geladenen KonferenzteilnehmerInnen das Engagement des Landes für eine
aktive Gleichstellungspolitik in der EU.

Die Position von Frauen im Internet zu stärken, liegt vielen
europäischen Politikerinnen am Herzen. Dies zeigte die Podiumsdiskussion, an der Dr. Pina Frazzica, Mitglied des ständigen Forums für Kommunikation des italienischen Ministeriums für Post und Telekommunikation,  Barbara Helfferich, Europäische Kommission, Erika Mann, Mitglied des Europäischen Parlaments, Jennifer Neumann, Dr. Jan Peters, Ministerium für Handel und Industrie, Abteilung für Frauen in Wissenschaft, Ingenieurwissenschaft und Technologie und Görel Thurdin, Vorsitzende des Rats der schwedischen Regierung für Gleichstellungsfragen für die Bereiche Informationstechnologie und Verkehr teilnahmen. 

"Es ist wichtig, dass Frauen ins Internet gehen, aber Frauen im Web ist
nicht ausreichend. Dringend notwendig ist, dass Frauen in
Leitungsgremien und im Management der IT-Branche vertreten sind",
betonte etwa Görel Thurdin. Dass Frauen das Internet mitgestalten
sollten,  forderte auch Barbara Helfferich. Gender Mainstreaming heiße,
Frauen zu integrieren, zu motivieren, in die IT -Branche einzutreten und
Gelder dafür bereitzustellen, so Helfferich.

Dass Frauen, die den Sprung in die IT-Selbstständigkeit wagen wollen,
indes immer noch Schwierigkeiten haben, (Venture)-Kapital zu bekommen,
berichtete nicht nur die 27-jährige schwedische Unternehmerin Marie
Eriksson (www.shenet.nu), sondern auch die amerikanische
Internetstrategin und Beraterin Elisabeth Carlassare (www.mywebtivity.com). Eva Schachinger (www.women-up.at, Österreich) und Elisabeth Biehl (www.echopool.de, Deutschland) ergänzten die Erfahrungsberichte von Unternehmerinnen in der IT-Branche, die ebenso wie die im Rahmen der Konferenz vor- und ausgestellten Projekte die Teilnehmerinnen auch zur Nachahmung animierten.                                               

So kehrten nicht nur Mona El Tobgui aus Kairo und Martina Skolnikova aus
Prag mit vielen Anregungen und einem "Reichtum an Ideen" in ihre
Heimatstädte zurück. Ein wesentliches Ziel der Tagung  - mehr Frauen zu
ermutigen, das Internet aktiv mitzugestalten - wurde somit erreicht.  

Feststeht schon jetzt, dass die Kommunikation Früchte trägt wird und auf
Ideen Taten folgen werden. Im Rahmen der "WOW" wurden bereits die
Weichen für neue Projekte in Bund und Ländern sowie auf
privatwirtschaftlicher und Projekteebene gestellt. Um konkrete Vorhaben
europaweit voranzutreiben und das Phänomen Frauen in der
Informationsgesellschaft weiter zu beleuchten, planen die
Initiatorinnen, Prof. Dr. Gabriele Winker und Dr. Christiane Funken
gemeinsam mit der ExpertInnengruppe "Frauen in der
Informationsgesellschaft" (www.forum-informationsgesellschaft.de), zudem
eine Nachfolgekonferenz.  

Ausführliche Informationen zur Konferenz und eine Bildergalerie gibt es
auf der Website der "WOW - Women on the Web"-Konferenz unter
http://www.wow-conference.de

Christina Haaf M.A.
Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie
Fachhochschule Bielefeld
Wilhelm-Bertelsmann-Strasse 10, 33602 Bielefeld
fon: 0521.106.7324 fax: 0521.106.7171
mailto: haaf@frauen-technik-impulse.de
http://www.frauen-technik-impulse.de

Das Kompetenzzentrum wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung
und Forschung und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend

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