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BIENE: Auch Web 2.0 soll barrierefrei werdenDeutsche Studie soll Hürden und Chancen für behinderte Menschen ausloten"Wir haben im
Jahr 2003 die BIENE ins Leben gerufen, um die Zugangsprobleme von Menschen
mit Behinderungen im Internet aufzuzeigen und die besten barrierefreien Angebote
bekannt zu machen", so Projektleiterin Iris Cornelssen von der Aktion
Mensch, die eine positive Bilanz zieht. Mit der geplanten Web-2.0-Studie
soll nun die Grundlage dafür geschaffen werden, "dass die BIENE auch die
barrierefreie Gestaltung des Web 2.0 begleiten kann."
Dies sei deshalb so wichtig, weil sich durch neue Internettechniken vor allem Menschen mit Behinderungen vielfältige Chancen zur selbstbestimmten Beteiligung in allen Lebensbereichen eröffnen - von der politischen Diskussion über Einkäufe und Behördengänge bis hin zu privaten Kontakten und Unterhaltungsangeboten. "Ob und wie Menschen mit Behinderungen mit den neuen Möglichkeiten umgehen und wie sie davon profitieren können, wollen wir mit der Studie herausfinden", so Cornelssen weiter. Die Stiftung Digitale Chancen will für die Studie zunächst bestehende Webangebote und die dahinter stehende Technik kategorisieren. Dann sollen in Abstimmung mit dem fachlichen Beirat die grundlegenden Anforderungen an eine barrierefreie Umsetzung definiert werden. Auf dieser Basis werden dann die Beurteilungskriterien und die entsprechenden Prüfschritte entwickelt. "Dieser Prozess wird voraussichtlich bis Anfang des kommenden Jahres dauern", schätzt Jutta Croll, Geschäftsführerin der Stiftung Digitale Chancen. Cornelssen dazu: "Unser Ziel ist, dass die BIENE 2008 im kommenden Jahr mit komplett überarbeiteten Kriterien und erweiterten Kategorien neu starten kann, um die besten barrierefreien Internetangebote zu finden und auszuzeichnen." Das BIENE-Projekt soll in Zukunft auch unabhängig vom Wettbewerb als Vernetzungsplattform zum Thema barrierefreies Internet etabliert werden. Es ist geplant, die Ergebnisse der Studie im Rahmen eines Fachkongresses im Frühjahr 2008 zu präsentieren. (ck) Referenz: netzticker.net |