Computer-Magazin

 
Pressemitteilung
Die erste Ausgabe der Informationsschrift „barrierefrei kommunizieren!" liegt vor.

Interview mit Thomas Hänsgen, Vorsitzender des Technischen Jugendfreizeit- und Bildungsvereins (tjfbv) e.V.

Welche Anliegen verfolgen Sie als Herausgeber damit? 

Barrieren unterschiedlicher Art schließen behinderte Menschen von den frei zugänglichen Informationen aus dem Internet teilweise oder gänzlich aus. Das betrifft die Online-Recherche, die Kommunikation "im Chat", die virtuelle Mobilität bei der Bestellung von Waren und Dienstleistungen, das Online-Lernen, die Selbstdarstellung im Web auf der eigenen Homepage und vieles mehr. Hier sind also gleich zwei Grundrechte berührt, und zwar für immerhin acht Prozent der Deutschen, jüngere und ältere Menschen, das Recht auf freie Information und das Recht auf freie Berufswahl. Wir sehen in einer breiten Informationsvermittlung eine wirksame Möglichkeit, uns für Chancengleichheit einzusetzen.

Als Träger der freien Jugendhilfe arbeiten Sie nun schon seit 15 Jahren erfolgreich. Welche Erfahrungen fließen in dieses neue Projekt ein? 

Seit Beginn unserer Tätigkeit haben wir uns in verschiedenen Projekten der Arbeit mit behinderten Menschen gewidmet. Alle Erfahrungen, die wir gesammelt haben,  finden ihren Niederschlag seit Sommer letzten Jahres in einem bislang einmaligen Projekt - "barrierefrei kommunizieren!" Bundesweites Kompetenz- und Referenzzentrum mit seinen Standorten in Berlin und Bonn.Wir recherchieren und erproben die neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet von Computer und Internet, die Menschen mit Behinderungen - gleich welcher Art -- die Möglichkeit geben, an der Informationsgesellschaft teilzuhaben und somit ihre Lebensqualität zu verbessern. In unseren Projekten beraten wir Betroffene und deren Betreuer, fördern wir Berufsausbildung und berufliche Wiedereingliederung. 

Die Informationsschrift "barrierefrei kommunizieren!" richtet sich aber nicht nur an behinderte Menschen. An welche Zielgruppen denken Sie?

Bewusst wenden wir uns nicht nur an Menschen mit Behinderungen, denn alle müssen für das angestrebte Ziel sensibilisiert werden und bedürfen fachlicher Unterstützung. Wir verstehen uns auch als kompetente Vermittler zwischen behinderten Menschen und Verantwortlichen in politischen Gremien, Krankenkassen, Integrationsfachdiensten, Rehabilitationsträgern sowie medizinischen Einrichtungen und natürlich Anbietern und Herstellern behinderungskompensierender Techniken, Technologien und Programme.
Eines unserer wichtigsten Anliegen aber ist es, unser Wissen und unsere Erfahrungen einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen. Neben der Zeitschrift dienen dazu auch Informationsveranstaltungen, Fachtagungen, ein vielseitiges und interessenspezifisches Schulungsprogramm, Publikationen und unser Internetangebot www.barrrierefrei-kommunizieren.de.

Wie sehen Ihre Pläne in Bezug auf "barrierefrei kommunizieren!" aus?

Mit unserer Zeitschrift wollen wir auch ein Forum des Erfahrungsaustauschs - auch über die Ländergrenzen hinaus – bieten und rufen zur Mitarbeit auf. Mit diesem Profil ist die Informationsschrift
einmalig auf dem Markt. Geplant ist ein viermaliges Erscheinen im Jahr und parallel dazu eine Online-Version. Wir starten mit einer Auflage von 5.000 Exemplaren. Mit unserer Zeitschrift "KON TE XIS - Konzepte der Technik in der Praxis der Jugendarbeit bundesweit verbreiten", die in diesen Wochen bereits 5-jähriges Jubiläum hat, haben wir ausgezeichnete Erfahrungen sammeln können. Wir hoffen, das gelingt uns auch mit "barrierefrei kommunizieren!". Das Projekt ist auf jeden Fall ausbaufähig.
Ich wünsche uns allen einen guten Start!

Quelle und Bestellmöglichkeit: www.barrierefrei-kommunizieren.de

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