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E-Learning Standards in der EU

In der heutigen Gesellschaft sind internationale Standards nicht mehr wegzudenken. Einheitliche technische Normen und uniforme länderübergreifende austauschbare Lerninhalte sind im Zuge der Globalisierung und des fusionierenden Weltmarktes hinsichtlich Qualität und Kompatibilität unabdingbar geworden. Deswegen haben sich immer mehr Standardisierungs-Konsortien und Vereinigungen gebildet. Mit der EU-Osterweiterung werden neue Fragen und Aspekte nach E-Learning Standards aufgerollt.

Die Europäische Kommission für E-Learning, eEurope genannt, befasst sich unter anderem mit der Einhaltung von Standards wie etwa SCORM (Shareable Content Object Reference Model), AICC (Aviation Industry Computer based training Commitee), ADL (Advanced Distributed Learning Initiative), ARIADNE (Alliance of Remote Instructional Authoring and Distribution Networks for Europe), EML (Educational Modelling Language), IMS (Instructional Management Systems projekt) und IEEE LTSC (Learning Technology Standards Commitee des IEEE).

Zur europaweiten Förderung des E-Learnings hat eEurope zahlreiche Projekte ins Leben gerufen. Diese sollen besonders Jugendlichen und Kindern helfen Medien- und Technikkompetenzen aufzubauen. Vor allem sind dabei Schulen und Bildungsinstitutionen aufgefordert, computergestütztes Lernen zu ermöglichen. 

Eine weitere tragende Rolle hat der Bereich der beruflichen Weiterbildung, besonders in den neuen Mitgliedstaaten muss E-Learning an Angestellte und Arbeiter erst herangetragen werden, wie etwa durch Vorbildfunktion von Führungskräften. Damit Europa auch künftig international am E-Learning- und Weiterbildungsmarkt mithalten kann, fördert die Europäische Kommission eine Reihe an Projekten. Hierzu zählen unter anderem die Programme SOKRATES, LEONARDO DA VINCI, JUGEND für allgemeine und berufliche Bildung und die Programme und Aktionen TEN Telecom, eContent sowie Go Digital für die Verbreitung von Technologien und Wettbewerbsfähigkeit.

Die Förderung dieser Projekte verbindet europaweite Zusammenarbeit des Weiterbildungsmarktes, eine zukunftsorientierte Beschäftigungsstrategie zusammen mit der interkontinentaler Kompatibilität und Qualität für Lernende und Lehrende. Inwieweit sich E-Learning auch in den neuen Mitgliedstaaten etablieren wird und welche neuen Möglichkeiten der dortige Bildungsmarkt bietet, wird sich erst in naher Zukunft zeigen. 

Wie auch bei den übrigen EU-Staaten spielt der finanzielle Aspekt stets mit eine der Hauptrollen, ob und in welchem Umfang es zum Einsatz von E-Learning kommt. Hierbei sind ebenso die alten Mitgliedstaaten, wie auch die Konsortien und E-Learning Anbieter gefragt den osteuropäischen Markt zu fördern und möglichst effizient Content so zu gestalten, dass er auch in anderen Ländern zum Einsatz kommen kann. (sac)
 
Referenz: Newsletter Global Learning

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