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Mit
freundlicher Genehmigung der Redaktion (verantwortlich Paul Fülbier)
der Vierteljahres-Zeitschrift: "Jugend Beruf Gesellschaft" geben wir folgenden
Beitrag aus dem 50. Jahrgang, Heft 2/1999, wieder.
Die
Zeitschrift wird herausgegeben von der Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit
(BAG JAW), Kennedyallee 105-107, 53175 Bonn, Telefon 0228-95968-0, Telefax
0228-95968-30.
Gesellschaft
für Beratung sozialer Innovation und Informationstechnologie (GEBIT)
GeJBH - Förderplanung am PC
Von
der Idee bis zur Marktreife dauerte es nur zwei Jahre, in denen GeJBH,
das erste computergestütze Falldokumentationssystem, entwickelt wurde.
Im Auftrag des Ministeriums für Frauen, Jugend, Familie und Gesundheit
des Landes NRW und in Abstimmung mit den Landesjugendämtern Rheinland
und Westfalen-Lippe wurde dieses rechnergesteuerte Instrument zur individuellen
Förderplanung von der Jugendberufshilfe Düsseldort e.V. (JBH)
konzeptionell entwickelt und von der Firma Gebit, Münster, programmtechnisch
erstellt. Bei der Abstimmung bis ins Detail waren Fachkräfte
aus verschiedenen Jugendwerkstätten maßgeblich beteiligt.
Ab sofort kann die Version 1.0 dieses Programms in den Einrichtungen eingesetzt
werden.
Ausgangspunkt
von GeJBH waren drei Ansätze: die Schaffung eines Qualitätssicherungsinstrumentes
zur Dokumentation von Effektivität und Effizienz der Arbeit mit benachteiligten
Jugendlichen; die Erstellung eines Selbstevaluationsinstruments zur Reflexion,
Optimierung und Bilanzierung der Förderprozesse; die Entwicklung von
Qualitätsstandards in den Jugendwerkstätten nach Landesjugendplan.
Konsens
war, daß die Bewertung von Qualität in Jugendberufshilfeeinrichtungen
nicht mit rein betriebswirtschaftlich ausgerichteten Ansätzen gesichert
werden kann. Ziel war also, ein fachliches Steuerungsinstrument zu
entwickeln, daß sich an der Logik pädagogischer Prozesse orientiert
und bei seiner Erfolgsdefinition die Spezifika von Jugendhilfemaßnahmen
mit berücksichtigt. Das heißt, Erfolg wird nicht nur eindimensional
an Vermittlungsquoten gemessen, sondern vor allem wird die Persönlichkeitsentwicklung
des jungen Menschen in Bezug auf soziale Integration ein Parameter des
Controllings.
Dieser
Nachweis wird durch eine sorgfältige Dokumentation des Entwicklungsverlaufs
auf der Grundlage individueller Förderplanung erbracht. Dies
ist das Herzstück von GeJBH. Dabei wird auf die Analyse der
sozialen, personalen und beruflichen Kompetenzen der Jugendlichen besonderer
Wert gelegt, wobei auch die biographischen Daten des Jugendlichen zum schulischen
und beruflichen Werdegang sowie zur aktuellen Lebenssituation hinzugezogen
werden.
In
dieser Ausrichtung wird GeJBH als fachliches Controllinginstrument in den
Wirksamkeitsdialog des Ministeriums, der im Rahmen der Reform des Landesjugendplans
zur Verbesserung der Qualität der Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit
implementiert wurde, wie auch der beiden Landesjugendämter integriert.
Durch entsprechende Datenabfrageoptionen können somit valide Aussagen
zur Qualität der Arbeit in den durch das Ministerium geförderten
Jugendwerkstätten getroffen werden, die der Planung und Steuerung
der Programmförderung dienen. Dieses Kernelement von Wirksamkeitsdialog
betrifft z.B. Zielgruppenprofile, berufliche (Anschluß-) Perspektiven
und soziale sowie berufliche Integration.
Mit
der heutigen Präsentation wird GeJBH als betriebstaugliche Version
1.0 schrittweise den 47Jugendwerkstätten in NRW zugeführt.
Gesellschaft
für Beratung sozialer Innovation und Informationstechnologie (GEBIT),
GeJBH - Förderplanung am PC
Mendelstr.
11, 48149 Münster, Preis der Standardversion GeJBH 1.0: DM 750,- zzgl.
MWSt.
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