Computer-Magazin

 
Mediale Lernwerkzeuge nutzen - Eine Praxishilfe zur Integration von eLearning in Berufsvorbereitung und Ausbildungsbegleitung

eLearning ist längst zum integrativen Bestandteil vieler Bildungsangebote geworden und bietet in Kombination mit dem Präsenzlernen vor Ort erweiterte Möglichkeiten praxisnahen und kommunikativen Lernens. Während allerdings Hochschulen und berufliche Weiterbildungseinrichtungen sich mit innovativen Angeboten an der Spitze der Entwicklung bewegen, gehört die berufliche Bildung für Jugendliche mit besonderem Förderbedarf eher zu den Schlusslichtern. Nur wenige Modellprojekte und vereinzelte Publikationen haben sich bislang der Integration medialer Lernwerkzeuge in diesen Bereich angenommen.

Dabei ist es angesichts der aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt gerade für Jugendliche mit schlechten beruflichen Startchancen notwendig, dass diese über ausreichende Medienkompetenzen verfügen, um die in den Betrieben längst vorhandene Infrastruktur aus Informations- und Kommunikationsmedien angemessen und verantwortungsvol zu nutzen. Zudem bieten gerade die medialen Werkzeuge der sogenannten Web 2.0-Generation ("social software") neue und flexibel nutzbare Anwendungsmöglichkeiten im pädagogischen Bereich. Mit diesen lassen sich reflexive und soziale Lernarrangements unterstützen und gestalten: So können Lernprozesse dokumentiert und reflektiert, Arbeitsergebnisse veröffentlicht, lernortübergreifende Kommunikation ermöglicht werden – um nur einige der vielen Möglichkeiten zu nennen. Dies dient neben der Vermittlung technischer Fertigkeiten auch dem Aufbau sozialer und personaler Kompetenzen.

Um diese Möglichkeiten zu nutzen, benötigen Lehrkräfte und Betreuungspersonen heute nicht einmal mehr besondere technische Vorkenntnisse oder eine aufwändige Ausrüstung. Die meisten digitalen Werkzeuge sind mittlerweile so leicht zu bedienen, dass sich Lernende und Lehrende ganz auf die inhaltliche Ebene konzentrieren können.

Die Publikation vertritt daher auch einen pragmatischen und in jeder Bildungseinrichtung praktikablen Ansatz: Sie empfiehlt die schrittweise Anreicherung der Bildungspraxis vor Ort mit eLearning-Elementen. So entsteht eine Praxis des Blended Learning (d.h. einer Kombination von "traditionellen" und mediengestützten Lernmethoden), in der die kreative Arbeit mit den Lernenden sich mit der technischen und strategischen Entwicklung der Bildungseinrichtung verbindet.

Die Handreichung entstand im Rahmen der EQUAL Entwicklungspartnerschaft "START – Netzwerk für neue Formen des Berufsstarts in der Region Südpfalz und Karlsruhe" in Zusammenarbeit von INBAS GmbH mit dem CJD Maximiliansau.

Bestellungen für diese Publikation sind möglich im Online-Buchladen von INBAS

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