Computer-Magazin

 
Pressemitteilung zu einer neuen Publikation
Zwischen visionärer Euphorie und praktischer Ernüchterung. 
Informations- und Bildungstechnologien in den vergangenen fünfzig Jahren
Von Rolf Messerschmidt und Regina Grebe. (= QUEM-report, Schriften zur beruflichen Weiterbildung, Heft 91).  Hrsg. v. d. Arbeitsgemeinschaft für Berufliche Weiterbildungsforschung e.V. Berlin 2005, 218 S.  

Zum Inhalt 
Der Zusammenhang zwischen computer- und netzbasierter Wissensvermittlung bzw. Wissensaneignung einerseits und der möglichen Förderung von Kompetenzen andererseits ist bisher eine unbeantwortete Frage.
Entweder werden die Informations- und Bildungstechnologien dazu genutzt, fachliche Wissensinhalte zu vermitteln oder sie werden selbst zum Objekt des Lernens. Das beschränkt sich im wesentlichen auf eine Unterweisung in die verschiedenen Softwarekomponenten. Dadurch wird unbestritten die Medienkompetenz des einzelnen Lerners entwickelt. Offen ist aber, ob die neuen Lernmedien auch die Kompetenzentwicklung der Lernenden in einem umfassenden Sinne voranbringen können.
Der stetig wachsende Informationsgewinn, den die neuen Technologien versprechen, birgt jedoch zunehmend die Gefahr von einer ungeheuren Informationsflut überschwemmt zu werden. Wobei der Einzelne kaum noch in der Lage ist, eine sinnvolle Filterung, geschweige denn Aufnahme von für ihn wichtigen Informationen in einer für ihn überschaubaren Zeit vorzunehmen. Nicht das größtmögliche Maß an Informationen ist letztlich entscheidend, sondern der eigentliche Wert der Informationen für das handelnde Individuum oder im Arbeitszusammenhang schafft einen wirklichen Wissensgewinn. Um Informationen und Wissen erfolgreich anzuwenden, sind jedoch Kompetenzen nötig, die im aktiven Umgang damit einen sinnvollen Handlungsbezug herstellen. Welche Rollen können die computer- und netzbasierten Informations- und Bildungstechnologien dabei einnehmen: Werden sie eher nur zur Informationsgewinnung bzw. Wissensaneignung genutzt oder fördern sie ebenso die individuelle oder kollektive Kompetenzentwicklung entscheidend? 
Die im vergangenen Jahr abgeschlossene, von der ABWF in Auftrag gegebene und vom BMBF und ESF geförderte Untersuchung zu dieser zentralen Fragestellung liegt jetzt gedruckt vor. Die durch eine systematische Analyse gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen es, zwischen kompetenzförderlichen und rein informationsvermittelnden Lernarrangements unterscheiden zu können und helfen, den derzeitigen Trend bei den Lernarrangements zu gewichten. Die Prüfung der historischen Entwicklung von und des derzeitigen Angebotsspektrums computerbasierter Informations- und Bildungstechnologien dient auch der Bewertung der Effizienz dieser Technologien. Im Ergebnis liefert das nützliche Informationen darüber:
· Wie haben sich Computer, Multimedia und Netz in den vergangenen fast fünf Jahrzehnten und deren Bedeutung für das computerbasierte Lernen entwickelt?   
· Welche Typen von computerbasierten Lehr- und Lerntechnologien sind in der Vergangenheit und Gegenwart entstandenen und wie ist ein darüber möglicher Informationsgewinn und eine darüber zu erreichende Kompetenzentwicklung zu bewerten? 
 

Die Publikation kann kostenlos bei dem Herausgeber bestellt werden: 
ABWF e. V./Projekt QUEM
Storkower Straße 158, D-10407 Berlin
Tel.: 030–42187515
Fax: 030–42187305  
Auch als kostenloser Download unter www.abwf.de

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