Vierte
Studie zur IT-Ausstattung der bundesdeutschen Schulen
Mit 13 Schüler/innen
pro Computer in den Sekundarschulen I und II und 9 in den berufsbildenden
Schulen ist das von der Europäischen Kommission im Rahmen des Aktionsplans
„eLearning“ gesetzte Ziel von 15 Schüler/innen pro Computer in Deutschland
unterboten, die Grundschulen haben dieses Ziel 2004 erreicht. Die vierte
bundesweite Erhebung zur "IT-Ausstattung der allgemein bildenden und berufsbildenden
Schulen in Deutschland. Bestandsaufnahme 2004 und Analyse 2001 bis 2004“
verdeutlicht, neben vielen weiteren Aspekten, dass sich die Ausstattung
der bundesdeutschen Schulen kontinuierlich verbessert hat.
Dies betrifft nicht nur die
Ausstattung mit Computern, sondern auch den Einsatz von Lernsoftware und
Peripheriegeräten im Unterricht sowie die Zahl der Computer mit Zugang
zum World Wide Web. Und zum zweiten Mal können Entwicklungen und Trends
über den Zeitraum der letzten Jahre rund um die IT-Ausstattung der
Schulen aufgezeigt werden. Die Autorinnen Beate Krützer und Heike
Probst, barke + partner, Köln haben im Auftrag des Bundesministeriums
für Bildung und Forschung Daten in allen Bundesländern ermittelt,
die differenziert über die quantitativen und qualitativen Aspekte
der Computerausstattung und deren Nutzung in den bundesdeutschen Schulen
Auskunft geben.
Die deutschen Schulen sind
mit rund 1 Million Computern ausgestattet
2004 können die Schulen
949.551 Computer für den Unterrichtseinsatz nutzen. 43 % der Grundschulen,
69 % der Sekundarschulen I und II und 71 % der berufsbildenden Schulen
verfügen über multimediafähige Geräte. In allen Schulformen
ist eine Erhöhung der Zahl der mobilen Rechner um einen Prozentpunkt
zu verzeichnen.
Lernsoftware ist nach wie
vor Spitzenreiter der eingesetzten Software im Unterricht
In den allgemein bildenden
Schulen ist die Lernsoftware seit 2001 die am häufigsten eingesetzte
Software im Unterricht, gefolgt von den multimedialen Nachschlagewerken
und den Programmen zur Erstellung multimedialer Anwendungen. Die berufsbildenden
Schulen nutzen das gesamte Spektrum der Unterrichtssoftware mit recht hohen
Prozentsätzen. Spitzenreiter ist nach wie vor die Branchensoftware
für die berufliche Bildung, aber auch Programme zur Erstellung multimedialer
Anwendungen und Lernsoftware.
Ausstattung mit Peripheriegeräten
„Spitze“
Parallel zur positiven Entwicklung
der Multimediafähigkeit der Rechner in den Schulen hat sich auch die
Ausstattung mit Peripheriegeräten weiter verbessert. Die allgemein
bildenden Schulen haben in punkto Ausstattung mit Peripheriegeräten
im Vergleich zu den gut ausgestatteten berufsbildenden Schulen aufgeholt:
Die Grundschulen sind zur Hälfte (49 %) mit Scannern, zu 29 % mit
DVD-Playern oder –Laufwerken, zu 25 % mit Digitalkameras und mit 18 % mit
Daten-/Videobeamern ausgestattet. Die Sekundarschulen I und II können
zu 84 % einen Scanner zu Unterrichtszwecken nutzen, zu 78 % einen Daten-/Videobeamer,
zu 67 % einen DVD-Player oder –laufwerk und zu 66 % eine Digitalkamera.
Vernetzung der Computer nimmt
zu
Waren im März 2001
die Hälfte aller Geräte schulintern vernetzt, so sind es 2004
schon 72% der Computer: In den ausgestatteten Grundschulen ist seit 2001
eine Steigerung um 30 % auf 44% zu verzeichnen, bei den Sekundarschulen
I und II stieg der Prozentsatz von 56% in 2001 auf 75% und bei den berufsbildenden
Schulen von 62% auf 84%.
Die Hälfte der Computer
in den Schulen sind "online"
Über eine halbe Million
Computer, 552.624 Stück, in den bundesdeutschen Schulen sind mit dem
Internet verbunden, dass entspricht einem Prozentsatz von 68 %, gemessen
an der Gesamtzahl der Computer in allen ausgestatteten Schulen.
Jede berufsbildende Schule
verfügt im Durchschnitt über 70 Computer, die an das World Wide
Web angeschlossen sind. In den Sekundarschulen I und II sind es durchschnittlich
24 Geräte und in den Grundschulen 7 Computer.
xDSL-Anschlüsse verdrängen
den ISDN-Anschluss
Der Prozentsatz der Grundschulen,
die ihren Internetanschluss über einen ISDN-Anschluss realisieren,
hat sich seit 2001 kontinuierlich zu Gunsten der xDSL-Anschlüsse reduziert.
Waren es 2001 noch 98 % der Grundschulen, die einen ISDN-Anschluss nutzten,
sank dieser Wert auf 66 % in 2004. Die xDSL-Anschlüsse vervierfachten
ihren prozentualen Anteil von 7 % in 2002 auf 33 % in 2003. Ähnlich
deutlich verläuft die Entwicklung bei den Sekundarschulen I und II:
94 % realisierten 2001 ihren Zugang zum World Wide Web mit einem ISDN-Anschluss,
2004 nur noch 50 %. Der Anteil der xDSL-Anschlüsse stieg von 58 %
in 2002 auf 47 % in 2004. Bei den berufsbildenden Schulen verläuft
der Rückgang der ISDN-Anschlüsse ebenso deutlich wie bei den
allgemein bildenden Schulen: Von 77 % in 2001 sank dieser Wert auf 37 %
in 2004. Deutlich dagegen ist auch hier der Anstieg der xDSL-Anschlüsse
von 31 % im Jahr 2002 auf 58 % im Jahr 2004.
Die Ergebnisse der Studie
entsprechen dem Stand Juli 2004, d.h. sie geben die jeweils aktuellsten
Angaben wieder, die im Monat Juli 2003 in den einzelnen Bundesländern
vorlagen. Dabei erstreckt sich der Abfragezeitraum in den einzelnen Bundesländern
von Februar 2003 bis Juli 2004.
Die Studie steht ab sofort
auf den Webseiten des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
als Download zur Verfügung.
Quelle: Bundesministerium
für Bildung und Forschung
Links zum Thema:
Download
der Studie
Referenz: e-nitiative-nrw.de
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