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Modellprojekte 

(Internetrecherche für Modellprojekte 1-3: hb)


Modellprojekt 1 

Hypermediagestützte Simulationssysteme für berufliche Schulen (HYSIM)

Überblick: Das Projekt HYSIM ist ein Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (BMBF) und dem Senator für Bildung, Wissenschaft, Kunst und Forschung des Landes Bremen geförderter Modellversuch. Im Zentrum des Projektes, welches 1997 abgeschlossen wurde, stand die experimentelle Analyse der Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes hypermediagestützter Simulation in der beruflichen Bildung für den gewerblich-technischen Bereich. Die Homepage im Internet wird auch nach Anschluß des Modellprojektes gepflegt: http://www.artec.uni-bremen.de/field1/hysim/index.html 

Projektpartner: Forschungszentrum Arbeit und Technik (artec) der Universität Bremen und mehrere berufsbildende Schulen der Region 
Wissenschaftliche Begleitung: Forschungszentrum Arbeit und Technik (artec), Arbeitsgruppe Produktionsinformatik, Universität Bremen: Prof, Dr. Friedrich Wilhelm Bruns (Leitung), Achim Heimbucher, Dieter Müller (Leitung, Pflege der Homepage), Eckardt Meier, Kai Schmudlach. 
Zielsetzung und methodisches Vorgehen: Im Zentrum des Modellversuchs stand die experimentelle Analyse der Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes hypermediagestützter Simulation in der beruflichen Bildung für den gewerblich-technischen Bereich.  Auf modelltheoretischer und lernpsychologischer Ebene interessierten insbesondere Fragen zur Abbildbarkeit komplexer Systeme in Modelle und zum Beitrag, den Simulation zum besseren Verständnis und zur besseren Beherrschung realer technischer Systeme leisten kann. Dabei war zu untersuchen, unter welchen Bedingungen hypermediagestützte Simulatoren andere Lernmedien sinnvoll ergänzen und ersetzen können. Auf didaktischer Ebene ging es um Fragen des experimentellen Umgangs mit hypermedialen Simulationswerkzeugen. Im Rahmen unterrichtsbezogener Praxisstudien bestand die Aufgabe darin, die im Verlaufe des Projekts zu entwickelnden Software-Pakete sowie die durchgeführten Unterrichtsprojekte zu evaluieren.  
Bis Juni 1998 sind insgesamt 7 Veröffentlichungen zum Modellversuches erschienen, darunter zwei Zwischenberichte und der Abschlußbericht. Des weiteren sind mit dem Autorensystem ToolBook eine Reihe von Lernsoftware-Pakete entwickelt worden, die zum Teil über den Server der Uni Bremen bezogen werden können: 
1.Hypermediasystem "Serielle Schnittstelle", Kommunikationselektroniker/in, Einführung in die digitale Datenübertragung 
2.Simulationssoftware "SPS-gesteuerte Pneumatik", Industriemechaniker/in, Unterstützung beim Aufbau von Steuerungen 
3.Simulationssoftware "Selbsthalteschaltungen in der Elektropneumatik", Industriemechaniker/in, Einführung in die Steuerungstechnik 
4.Hypermediale Software zur Simulation eines Miokroprozessors, Techn. Assistent/-in für Informatik, Einführung in die maschinennahe Programmierung 
5.Lernsystem "Vakuumtechnik": Echtzeitsimulator und Hypertext-Lehrbuch, physikalisch-technischer Assistent/in, Kennenlernen einer Experimentaleinrichtung 
6.Untersuchungen von Simulatoren zur Robotik, Fachoberschule Elektrotechnik, Einführung in die Roboter-Programmierung. 
Zum Schluß noch ein paar interessante Teilaspekte der Software: Montage einer Zahnradpumpe, Flüssigkeitsströmungen in einer Zahnradpumpe, Visualisierung einer Evolventenverzahnung, dynamisches Verhalten einer Kurbelschleife. (wsk) 
(Quelle: Internet, Homepage zum Modellversuch HYSIM, Adresse siehe oben)  
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Modellprojekt 2 

Arbeitsplatznah und multimedial lernen. 

Es handelt sich um ein Vorläuferprojekt von TELEFLEX  
(Modellprojekt 3) 
Laufzeit: März 1996 - Mai 1997 
Träger: Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. Hamburg (Adresse siehe unten) 
Finanzierung: Amt für Berufs- und Weiterbildung Hamburg und aus dem Europäischen Sozialfonds ESF Ziel 4. 
Ziele: Für vorwiegend an- und ungelernte Arbeitnehmer/innen im Hamburger Betrieben wurden multimediale Lerneinheiten entwickelt. Dies ermöglicht dieser Zielgruppe, selbstgesteuert und am Arbeitsplatz Fertigkeiten zum erwerben. Durch den Einsatz von CBT-Programmen (Computer Based Training) können Trainings- und Qualifizierungszeiten erheblich verkürzt werden. 
Vorgehen: Das Hauptentwicklungswerkzeug im Modellprojekt (und auch im Nachfolgeprojekt) ist das CBT-Autorensystem Authorware von Macromedia. Es ist möglich, interaktive Multimedia-Applikationen für Präsentationen, aber auch für computerunterstütztes Lernen zu erstellen. Besonders für die Auswertung und Kontrolle des erworbenen Wissens bietet Authorware sehr spezielle Auswertungsfunktionen. Die offene Architektur des Systems erlaubt zudem jederzeit den Ausbau der Funktionen sowie der Anwendungsgebiete. 
Das Produkt: Im Modellprojekt wurde ein Lernprogramm mit dem Titel "Fachkraft für Lagerwirtschaft" entwickelt und als CD-ROM veröffentlicht. Das Gesamtprogramm ist in vier Kapitel unterteilt: 
-Organisation und Einrichtung des Lagers 
-Personalwesen  
-Rechnungswesen und Datenverarbeitung 
-Kontrollfragen.  
Von diesen vier Kapiteln konnte im Modellprojekt das erste Kapitel realisiert werden. 
In dem Kapitel "Organisation und Einrichtung des Lagers" können folgende Punkte bearbeitet werden: 
-Aufgaben des Lagers 
-Arten der Lagerhaltung 
-Organisation des Lagers 
-Gefahren im Lager 
-Tätigkeiten der Wareneinlagerung 
-Kontrollfragen zum Kapitel 
Hyperlinks führen zu einem Lexikon mit zusätzlichen Informationen. Durch die Einbindung von Ton, Animationen und Videos wird das Lernen multimedial. Die Kontrollfragen am Ende des Kapitels umfassen Texteingabe-Fragen, Bild-Text-Zuordnungsfragen sowie 2 verschiedene Typen von Multiple-Choice-Fragen. 
Die Lerninhalte des Programms sind Bestandteile der "Verordnung über die Entwicklung und Erprobung des Ausbildungsberufes Fachkraft für Lagerwirtschaft".  Fachlich unterstützt wurden die Entwickler von der Staatlichen Gewerbeschule Werft und Hafen. In der Evaluierungsphase erhielt das Programm von den Testpersonen durchweg gute Noten. (wsk) 
(Quelle: Internet http://www.kwb.de/leistungen/aml.html) 
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Modellprojekt 3 

TELEFLEX 

Laufzeit: 01.06.1997 bis 31.12.2000 
Träger: Es handelt sich um ein Kooperationsprojekt der Vereins zur Förderung der beruflichen Bildung e.V. (CNC-Zentrum) und der Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. in Hamburg 
Kontaktadresse: Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V., Kapstadtring 10, 22297 Hamburg, Telefon 040-6378-5570 Telefax 040-6378-5599 -  eMail: kwb.ev@t-online.de 
Zielsetzung: Ziel des Projektes ist es, Telelernkonzepte als Instrument zur Individualisierung und Flexibilisierung von Lernen und Arbeiten nutzbar zu machen. Für exemplarische Bereiche werden Telelernkonzeptionen erarbeitet und bei entsprechenden Zielgruppen (Facharbeiter, Führungskräfte, Aus- und Weiterbildner) erprobt. 
Im Rahmen des Kooperationsprojektes fließt das Know-How der beiden Bildungsträger in ein Konzept ein, welches die Ergebnisse der ADAPT-Projekte "Entwicklung und Erprobung von Diagnosesystemen" und "Online-Informationssysteme für KMU sowie Bildungseinrichtungen" und des ESF/Ziel 4-Projektes AML - arbeitsplatznah und multimedial lernen" integriert (siehe oben - Modellprojekt 2). Außerdem kann zurückgegriffen werden auf das LEONARDO DA VINCI-Projekt "Train the Trainer for Telelearning". 
Die Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e.V. hat in der ersten Projektphase die aus dem Vorläufer-Projekt AML übernommene multimediale Lerneinheit für den Bereich Lagerwirtschaft weiterentwickelt. Dazu wurde die neueste Version der Entwicklungsumgebung "Authorware" eingesetzt. Zur Evaluierung der Lernsoftware wurden an der Staatlichen Gewerbeschule Werft und Hafen Hamburg Tests durchgeführt, die zur Folge hatten, daß die Software erheblich erweitert wurde. 
Parallel zur Weiterentwicklung der Lernsoftware soll im Modellprojekt untersucht werden, welche Formen der Online-Anbindung es gibt. Die Projektträger gehen dabei von den beiden folgenden Szenarien aus: 
1.Das Lernprogramm wird um neue Funktionen erweitert, die es ermöglichen, direkt aus dem Programm, das sich z.B. auf einer CD-ROM befindet, online ins Internet zu gehen, um z.B. wichtige Internet-Adressen anzuwählen und aktuelle Informationen abzurufen. 
2.Das Lernprogramm wird vollständig ins Internet eingebunden. Mit Hilfe des Zusatzprogramms "Shockwave" könnte das Programm unverändert im Internet genutzt werden. Alternativ dazu würde das Programm vollständig im Hypertext Markup Language-Format (Seitenbeschreibungssprache für das Internet) neu geschrieben werden. Als beste Methode habe sich - nach Angabe der Projektträger - eine Mischung aus Internet-Programmierung und Shockwave-Einsatz herausgestellt. 
Zum Schluß der Vorstellung des Modellprojektes, das wir mit Interesse weiter beobachten werden, sollen die einzelnen Arbeitsfelder genannt sein: 
--Sensibilisierung und Beratung von betrieblichen Verantwortlichen 
--Anregung, Steuerung und Begleitung der Selbstlernphasen 
--Betrieblich orientierter didaktischer Leitfaden zur Gestaltung von Telelernphasen 
--Erprobung und Auswertung von Telelernmodulen mit betrieblichem Fachpersonal und Multiplikatoren der beruflichen Aus- und Weiterbildung (Ausbilder, Lehrer) 
--Evaluation möglicher Formen von Online-Anbindungen 
--Möglichkeit von Datenbank-Anbindungen 
--Einbindung in das Bildungsforum Hamburg 
--Bündelung und Strukturierung der Angebote von Telelernmodulen für Unternehmen.(wsk) 
(Quelle: Internet: http://www.kwb.de/leistungen/teleflex.html) 
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Modellprojekt 4 

TELIS 

Das Projekt TELIS ist ein Projekt aus dem EU-Programm "Integra" (Integration von Schwervermittelbaren in die Arbeitswelt). Der Name TELIS steht für Telekooperationsnetzwerk für das computergestützte Lernen im Strafvollzug. Die Dauer des Projekts beläuft sich auf drei Jahre (1998-2000). 
In Deutschland wird TELIS im Bereich der Justizverwaltungen der Länder Bremen, Niedersachsen und Brandenburg durchgeführt. Daneben besteht Kontakt zu transnationalen Partnern. Jedes Land hat sich innerhalb des Projektes einen Schwerpunkt gesetzt. 
Im Bundesland Brandenburg, in dem TELIS in den Strafanstalten Cottbus, Spremberg und Brandenburg a.d.H. durchgeführt wird, wurde der Schwerpunkt "Vermittlung von allgemeinen Schlüsselqualifikationen zur Integration in die Gesellschaft und die Arbeitswelt" gewählt. 
Erwachsenen Strafgefangenen werden ergänzend zu bisherigen Bildungsangeboten im Vorfeld einer beruflichen Qualifizierung grundlegende Schlüsselqualifikationen vermittelt, die ihnen bisher fehlten, um sich sozial und wirtschaftlich in die gesellschaftlichen Abläufe einzugliedern und sich erfolgreich einen Zugang zum Arbeitsmarkt zu verschaffen. 
Diese Schlüsselqualifikationen sollen den Strafgefangenen innerhalb des Projekts mit einem bisher wenig genutzten Medium - dem Computer - nahe gebracht werden. Dabei wird der Computer als Medium gesehen, welches selbstbestimmtes Lernen in höchstem Maße unterstützt, indem es ein individuelles Arbeits- und Lerntempo ermöglicht. Der Computer soll mit geeigneter Software den Unterricht erweitern und interessanter gestalten. Der fachliche Umgang mit dem Computer ist dabei ein erfreuliches Nebenprodukt. 
Es ist ein mittlerweile unumstrittener Erfahrungswert, daß die vielfältigen Qualifikationsdefizite aus unterschiedlichen Wissens- und Verhaltensebenen - neben sonstigen Persönlichkeitsdefiziten - ein maßgeblicher Grund dafür sind, daß es Gefangenen oft mißlingt, eine Berufsausbildung erfolgreich abzuschließen oder sich nach der Entlassung in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 
Erschwerend für Gefangene in den neuen Bundesländern kommt hinzu, daß für sie der gesellschaftliche Umbruch einen Überblick über gesellschaftliche und wirtschaftliche Abläufe oder Zusammenhänge zusätzlich erschwert. 
Mit dem Computer bedient man sich eines Mediums von hoher Attraktivität und Akzeptanz auch bei solchen Gefangenen, deren große Hemmschwelle zu Bildungs- und Ausbildungsinhalten eine erfolgreiche Qualifizierung in der Regel maßgeblich erschwert. 
In Anbetracht des ausgesprochen heterogenen Kenntnisstandes der Inhaftierten ist die Lernsoftware ein vielversprechendes neues Medium, welches interaktive Prozesse ermöglicht, gleichzeitig aber auch in der Lage ist, Lernprozesse bei Bedarf zu individualisieren. 
Im Rahmen des Modellprojektes soll ein softwaregestütztes interaktives Modellcurriculum entwickelt werden, welches diese Defizite individuell und leistungsmäßig differenziert aufgreift. Ziel des Projektes ist es weiterhin, einen Katalog der benutzten Software zu erstellen und diesen im Rahmen des Projektberichtes zu veröffentlichen. 
(Quelle und Kontakt : Medienpädagogin Sabine Schuller, JVA Brandenburg, Anton-Saefkow-Allee 22, 14772 Brandenburg a.d.H. Telefon: 03381-761-216) 
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Modellprojekt 5 

MM-EURO 

Multimediale Lern- und Informationssysteme in der beruflichen Weiterbildung. Ein europäisches Train-the-Trainer-Konzept. 
Das Projekt wird mit Unterstützung der Kommission der europäischen Gemeinschaften im Rahmen des Programms LEONARDO DA VINCI durchgeführt. 
Laufzeit: 12/1996 - 12/1998 
Projektpartner: Deutschland: Institut für Medien und Kommunikation (Recklinghausen), Niederlande: CINop (Centrum for the innovation of education and training - 's-Hertogenbosch), Finnland: University of Helsinki, Lahti Research and Training Center, Lahti. 
Kurzbeschreibung: 
Im Rahmen lebenslanger Lernprozesse bieten multimediale Lern- und Informationssysteme vielfältige Möglichkeiten einer erwachsenengerechten Berufspädagogik und einer lernförderlichen Arbeitsorganisation. 
Viele Verantwortliche und Trainer aus dem Bildungsbereich tun sich allerdings noch schwer damit, das neue Potential sinnvoll zu nutzen. Der geplante und gut durchdachte Einsatz multimedialer Systeme setzt das entsprechende Know-how in der Gestaltung von Lernarrangements voraus. 
Ziel des Projekts ist daher die Verbreitung eines innovativen Seminarkonzepts zur Qualifizierung des Bildungspersonals für die Entwicklung und Anwendung multimedialer Lernsysteme in der beruflichen Weiterbildung. Aufbauend auf einem in Deutschland erprobten Train-the-Trainer-Konzept wird in Seminaren in den Partnerländern das Bildungspersonal entsprechend qualifiziert. Die unterschiedlichen Praxiserfahrungen in den beteiligten Ländern werden im Rahmen eines Netzwerkes ausgetauscht. Vielfältige Verbreitungsaktivitäten (Workshops, Veranstaltungen, Tagungspräsenz) sorgen dafür, daß die Ergebnisse einem größeren Interessentenkreis zugänglich gemacht werden. 
Ergebnis des Projekts ist eine in den Partnerstaaten erprobte und einsetzbare Seminarkonzeption, die folgende Punkte umfasst: 
--Seminarkonzept 
--Lernmedien (Teilnehmermaterialien, Referentenleitfaden u.a.) 
--CD-ROM mit Beispielprogrammen 
--Datenbank mit einem Verzeichnis von Lernprogrammproduzenten, Anbietern und Dienstleistern. 
Die Materialien werden in finnischer, niederländischer und deutscher Sprache erscheinen und sind auch außerhalb von Seminaren einsetzbar. 
(Quelle und Kontakt: Institut für Medien und Kommunikation, Michael Burgwald (EU-Fachreferent), Lohweg 45, 45665 Recklinghausen, eMail: imk.de@t-online.de)  



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