Inhalt: 

Rechtschreibtrainer 
Encarta 98 
Ohne Worte - Körpersprache 
Eiweiße in der Ernährung 
Fachwort-Trainer Arzthelferinnen 
Bilanzlernen 
Grundwissen Betriebswirtschaftslehre 
Kevin - Kostenrechnungen 
Mechanikus 
Dioden 
Transistoren 
Elektrische Schutzmaßnahmen 
 
 
 
 
 
 
 
 

Lernsoftware - Test

Rechtschreibtrainer - Rechtschreibübungen und -spiele für die 5. bis 9. Klasse 

1996, DOS oder Windows in der bisherigen und der reformierten Rechtschreibung.  
Konzeption, Programmierung und Handbuch: Reinhard Atzbach, Grafik: Simon Atzbach, Redaktion: Jörg Ratz. 
Cornelsen Software GmbH & Co., Berlin, Preise: Einzellizenz: 68,- DM, Schullizenz: 198,- DM, weiteres Handbuch: 9,80 DM. 
Hardwarevoraussetzungen: die DOS-Version ab Prozessor 286, die Windows-Version ab 3.1 oder höher. 
Die Texte stammen aus den vom Cornelsen-Verlag herausgegebenen Büchern für das Fach Deutsch: "Texte aus Deutschstunden" (DS5 usw). Pro Jahrgangsstufe stehen bis zu 30 Texten zu Verfügung. 
Nach dem Starten des Programmes sollen die Lernenden zunächst ihren Namen eintragen, damit er später in der Siegerliste auftaucht. 
Anschließend kann ein Standardtext bearbeitet werden. Sinnvoller ist allerdings, hier gleich einen Text aus der passenden Jahrgangsstufe auszuwählen.  
Dabei haben die Lernenden die Auswahl, in welcher Form sie den Text aufrufen wollen: als Abschreib-, Lücken- oder Fehlertext, als Satzzeichen-Übung oder als Wortliste. 
Diese Auswahl erfolgt über die Menüleiste: 
Abschreiben ist beim Rechtschreibtrainer auf vier verschiedene Arten möglich: es gibt jeweils zwei Abschreibübungen für Anfänger (hier überprüft das Programm Zeichen für Zeichen auf Richtigkeit) und Fortgeschrittene (hier erfolgt die Korrektur nach der vollständigen Texteingabe)  
Als Lückentexte werden Übungen bezeichnet, bei denen schwarze Klötzchen mit den richtigen Buchstaben überschrieben werden sollen. Diese Übungen sind besonders für Anfänger geeignet. So etwa die Lückentextübung e oder ä. Über die F1-Taste oder über den Befehl Hilfe sind weitergehende Regeln zu den Übungen zu erfahren. Während der Eingabe kontrolliert der Rechtschreibtrainer und teilt in der untersten Bildschirmzeile, der sogenannten Statuszeile, etwa mit: "Noch vier Zeichen zu finden". Außerdem wird dort die Zahl der gemachten Fehler angezeigt. 
Bei den Fehlertexten werden im Text Buchstaben weggelassen oder andere Fehler eingebaut, die korrigiert werden sollen. 
Bei den Satzzeichen-Übungen sollen die Lernenden Redezeichen, Satzendezeichen oder Kommas an der richtigen Stelle in den Text einfügen. 
Aus der Wortliste werden Übungen erzeugt, bei denen die Begriffe der Liste wiedererkannt oder im Gedächtnis behalten werden müssen. 
Für die richtige Bearbeitung der Übung oder Teile der Übung werden Punkte vergeben, die in die Siegerliste eingetragen werden. Dies ist sozusagen der Lohn der Mühe. 
Spion hört mit: während der Bearbeitung protokolliert der Rechtschreibtrainer die wesentlichen Aktivitäten noch etwas genauer. Über den Menüpunkt Info/Protokoll können sich die Lernenden über die bereits absolvierten Übungen informieren. Der Rechtschreibtrainer merkt sich, wieviele Lücken ausgefüllt, wieviele Fehler korrigiert und wieviele Wörter wiedererkannt wurden.  
Mit dem Rechtschreibtrainer ist es möglich, vorhandene Texte abzuändern und zu konfigurieren, neue Texte einzugeben oder über die Zwischenablage zu importieren. Dabei wird der Inhalt der Datei in zwei Fenstern dargestellt: links der normale Übungstext für die Lücken- und Fehlertexte, rechts die Wortliste mit Begriffen, die besonders geübt werden sollen. 
Die voreingestellte Schrift- bzw. Zeichengröße fanden wir teilweise als zu klein. In der Windows-Version - im Handbuch wird das genauer erklärt) ist es aber möglich, einen anderen Schrifttyp, eine andere Schriftgröße und ein anderes Schriftformat (kursiv oder fett) einzustellen. 
Die vom Rechtschreibtrainer zur Verfügung gestellten Übungen sind sinnvoll und nützlich. 
Allerdings sind die grafischen Unterstützungsfunktionen äußerst gering. Außer in der Siegerliste wird auch kaum mit Lob gearbeitet. Diese Aspekte schlagen eher negativ zu Buche und können im Einzelfall dazu führen, daß die Lernenden schnell die Lust verlieren, sich länger mit dem Programm zu beschäftigen. In dieser Hinsicht wären Verbesserungen des Programmes sicher sinnvoll.(wsk)  

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MS-Encarta 98 

Hersteller: Microsoft Unterschleißheim, Preis 198.- DM 
Systemvoraussetzung: Windows 95 mindestens  8 MB-RAM 

"Encarta 98 bietet, im Vergleich zur Vorgängerversion von 1997, 20 % mehr Inhalt, der Gesamtumfang ist auf 33.000 Artikel mit 8,2 Millionen Wörtern angewachsen. Web-Links und weiterführende Literaturangaben sorgen für die Einbindung in größere Zusammenhänge. Dieses "Lexikon" beschränkt sich nicht auf kurze Einträge, sondern setzt auf die umfassende Darstellung der Themen. 
In der deutschen Version wurden 5.000 Artikel neu verfaßt und mit der Textbasis verknüpft, weitere 9.000 Artikel erhielten eine Überarbeitung und Aktualisierung. Weiterhin werden 1.000 Web-Links sowie 3.500 Literaturangaben präsentiert. Bei der Auswahl der bibliographischen Hinweise wurde darauf geachtet, daß die Werke auch für jedermann (im Buchhandel oder Bibliotheken) zugänglich sind. Multimediales Nachschlagen fällt leicht, die Vernetzung von 150.000 Querverweisen läßt das Informationsangebot transparenter werden; außerdem wurden die Suchfunktionen verbessert. 
Die neue Version bietet 20 neue "Themenreisen" aus unterschiedlichen Wissensgebieten an. Somit stehen jetzt 79 "Themenreisen" zur Auswahl. Per Internetanbindung kann Encarta aktualisiert werden (Chronik-Funktion). Es wurden rund 300 Chronik-Artikel, sowie 360 Einträge verfaßt und zum Download bereitgestellt. Zu etwa 1.000 Artikeln bietet Encarta redaktionell ausgewählte Web-Links an, die weiterführende Informationen enthalten. Die Links sind mit einer kurzen Beschreibung versehen, der sich entnehmen läßt, wer sie und in welcher Sprache verfaßt hat. 
Das Landesinstitut für Schule und Weiterbildung in Soest hatte schon die Vorgängerversion getestet und als beispielhafte Software für den Schuleinsatz ausgewiesen". 
Soweit zu einem Artikel über Encarta 98 in der PC-Welt 2/98. Die beiliegende CD-ROM enthielt eine Testversion von Encarta 98, die sich laut Angaben vom Vollprodukt durch leicht eingeschränkte Multimedia-Komponenten unterscheidet und deren Laufzeit auf 21 Tage begrenzt ist. Wir haben diese Testversion auf einem Pentium S 100 MHz, ohne Soundkarte und Internetanschluß getestet. 
Nach Installation und Start erscheint der erste Bildschirm mit der Auswahlmöglichkeiten: Stichwortverzeichnis, Medien, Online, Wörterbuch, Überblick. 
Das Stichwortverzeichnis und Wörterbuch bietet die Suche nach bestimmten Begriffen. Bei falsch geschriebenen Wörtern bietet das Programm Verbesserungsvorschläge an. Ist das Wort nicht auffindbar, bietet das Programm eine Volltextsuche (das Wort könnte ja in einem Text oder einer Definition enthalten sein). Ist der Begriff vorhanden wird quasi die Seite aus dem Lexikon angezeigt. Falls dazu Bilder oder Videosequenzen vorhanden, werden diese ebenfalls eingeblendet. 
Interessanter erschien uns aber die Auswahlmöglichkeit Medien mit den Unterkapiteln Interaktivitäten, Mediengalerie, Themenreisen und Historama. Blickt man in die Themenreisen, so kann man wählen zwischen den Themen: Menschen, Gestern und Heute, Kunst und Literatur, Darstellende Kunst, Pflanzen und Tiere, Wissenschaft und Technik, Reiseziele, Alltägliches und Unbekanntes, Vermischtes. 
"Was ist eine Themenreise? Themenreisen präsentieren die interessantesten Informationen aus Encarta!" Das Thema Wissenschaft und Technik bietet: Chemische Elemente, der menschliche Körper, Der Traum vom Fliegen, Edelsteine, Erfinder, Landschaften, Naturgewalten, Schiffe Segel und Piraten, Sonnensysteme, Verkehrswesen, Wasser- Wüste- Wälder. Das Thema Verkehrswesen bietet nun die Entwicklung vom Esel bis zum Dieselmotor an. Die Informationen werden der Reihe nach präsentiert. Links am Bildschirm das Inhaltsverzeichnis bzw. Gliederung des Themas. Hier kann man auch direkt zu einem anderen Punkt gelangen. In der Mitte ein Bild, das sich vergrößern läßt, und rechts der Text aus dem Lexikonteil. Blättert man nun durch die Themenreise, so werden im geschichtlichen Überblick die verschiedenen Stationen der Entwicklung von Fahrzeugen gezeigt. Es ist auch möglich zu den Luft- und Wasserfahrzeugen zu springen. Die Themenreisen ersparen einem so viel, viel Arbeit bei der Suche nach einzelnen Texten und Begriffen und Bildern, die man sich sonst alle selbst zusammenstellen müßte. 
Zum Abschluß noch ein Blick ins Historama. Auf einer Zeitachse, beginnend links bei etwa 16 Millionen Jahren vor Chr. wird die Entwicklung der Menschheit aufgezeigt. Auf parallel verlaufenden Schienen sieht man das Entstehen und Verschwinden der verschiedenen Kulturen, politische Ereignisse und auch wirtschaftliche Entwicklungen. Man kann hier Ereignisse anklicken und erhält Querverweise, unter denen man nun zu mehr Informationen kommt.  
Fazit: Auch ohne Sound und Internetanbindung hat das Programm beeindruckt. Es bietet vielfältige Möglichkeiten, zu bestimmten, vor allem allgemeinbildenden Themen sich einen Überblick zu verschaffen und Anreiz zu erhalten, sich weitergehender zu informieren.  
Fait: Für allgemeinbildende Schulen, Berufsschulen und in abH und BaE sehr empfehlenswert. (rr)  

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Ohne Worte - Körpersprache - der interaktive Leitfaden zur nonverbalen Kommunikation  

herausgegeben von der k+w - Gesellschaft für Kommunikation und Weiterbildung mbH, Johnallee 62, 20148 Hamburg, Telefax: 040-446463, 1996. Preis: 59,95 DM. 
Mindestkonfiguration: 386er Prozessor, 4 MB RAM, 2fach-speed-CD-ROM, VGA-Grafikkarte, Windows 3.1, Video for Windows. Empfohlen: Windows-kompatible Soundkarte. Das Programm läuft auch auf Macintosh. 
Nach dem Starten des Programmes kommen wir zu einem grafisch sehr ansprechend gestalteten Anfangsbildschirm, von dem aus wir per Mausklick die einzelnen Programmteile erreichen: 

  • Optionen
  • Lehrgang
  • Rundgang
  • Lexikon
Der Programmteil Lehrgang enthält drei Bereiche. Im Bereich Trainer werden folgende Situationen behandelt: Sicheres Auftreten, eine Rede halten, Bewerbungsgespräch, Mitarbeitergespräch, Verkaufsgespräch, Präsentation. Dabei gibt es Tipps für die Körperhaltung, falsche Körperhaltungen werden ausführlich erläutert. Jeder Tipp und jede Anregung wird durch Bilder unterstützt. Im Bereich Phantomspiel sind die präsentierten Fotos zweigeteilt in die Kopfpartie und die Körperpartie. Beide Teile der Fotos können unabhängig voneinander verändert werden, um eine vorgegebene Emotion wie etwa "Abwehr" oder Trauer" richtig darzustellen. Diese Übung fanden wir etwas schwierig, weil fast nur Fehlermeldungen zurückkamen. Hier wären stärkere Nuancierungen in den Körperhaltungen sicher angebracht. Den Bereich Quiz fanden wir da schon interessanter. Eine Körperhaltung wird bildlich vorgestellt. Es geht nun darum, die dazu passende Emotion aus einer Auswahlliste zuzuordnen. Diese Übung hat Spaß gemacht. 
Der  nächste Programmteil ist mit Rundgang bezeichnet. Hier können die Lernenden sich zu den Bereichen Firma, Kaufhaus, Unfall, Restaurant, Kneipe begeben.  
In diesen Bereichen werden typische Gesprächssituationen vorgestellt. Im "Kaufhaus" werden exemplarisch die folgenden Situationen vorgestellt: wütender Kunde, resignierter Kunde, arroganter Verkäufer, gereizter Verkäufer. An Hand von kommentierten Videosequenzen werden die Situationen erläutert und durch Hinweise auf die Körpersprache erläutert, welche Fehler gemacht  und woran sie erkannt werden können.  
Diese kommentierten Situationen des beruflichen Alltags sind sehr informativ und geeignet, das eigene Verhalten in solchen Gesprächssituationen zu überdenken und etwaige Fehler abzustellen. 
Der letzte Programmteil hat den Namen Lexikon. Hier werden ca 80 Körperhaltungen per Bild vorgestellt und erläutert.  
Hier einige Beispiele: "Einseitig zugekniffenes Auge", "Pistolengeste", "Handflächen nach unten", "Hände auf dem Rücken", "Ohren zuhalten", "Zunge leckt Lippen", "Eingeschlossener Daumen", "Zeigefinger über der Nase", "In die Handfläche boxen", "Mit der Hand hacken", "Kinn vorstrecken", "Daumen drehen", "Mit dem Fuß wippen", "Augen in den Himmel richten". 
Das Programm macht einen guten Eindruck. Es ist für alle geeignet, die sich für die Körpersprache interessieren und bereit sind, eigene "Haltungen", die ja auch Ausdruck des  Bewußtseins sind, zu überdenken und zu verändern. 
Im Bereich der beruflichen Bildung sind insbesondere die Bereiche Mitarbeitergespräche, Verkaufsgespräche und Vorstellungsgespräche interessant. (wsk) 

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Eiweiße in der Ernährung 

CD-ROM, Windows 1997, herausgegeben vom Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (aid) e.V., Konstantinstraße 124, 53179 Bonn 
Text: Dipl. ec. troph. Ruth Rösch, Dipl. Ing. Gerrit Hanssen, Grafik und Layout: VivaDigitale, Projektagentur für digitale Medien, Düsseldorf. 
Zum Programm gibt es ein didaktisch gut aufbereitetes Handbuch. 
Preise: Einzellizenz: 50,- DM, Mehrfachlizenzen: 2-5 Arbeitsplätze - 100,- DM, 6-10 Arbeitsplätze - 130,- DM, Schullizenz - 200 DM. Das Programm ist alternativ als Disketten- oder CD-ROM-Version erhältlich. 
Technische Voraussetzungen: ab Prozessor 486 DX oder Pentium, 8 MB Arbeitsspeicher, VGA-Grafikkarte, Soundkarte empfohlen. Netzwerk auf Novell- bzw. Windows-Basis. 
Im Gegensatz zu den bisherigen PC-Programmen des aid läuft "Eiweiße in der Ernährung" unter dem Betriebssystem Windows. Jede Bildschirmseite ist jetzt ausdruckbar. 
Nach dem Starten des Programmes werden die Lernenden aufgefordert, ihren Namen einzutragen. Somit ist die Speicherung individueller Daten möglich. Eine Moderatorin und ein Moderator führen durch das Programm.  
Folgende Themenbereiche können bearbeitet werden: 

1.  Eiweiß, wo steckt es drin - Welche Quellen kennst du? Eiweiß vom Tier und von der Pflanze. 
2.  Wie ist Eiweiß aufgebaut? Aminosäuren sind die Bausteine der Eiweiße. Aminosäuren verbinden sich zu Ketten. Die Peptidbindung. Peptide und Proteine. Die Reihenfolge der Aminosäuren, Räumliche Strukturen der Proteine. 
3.  Wozu brauchen wir Eiweiß und wie verdauen wir es? Eiweiß erfüllt viele Aufgaben im Körper. Wie Eiweiß verdaut wird. Der Eiweißstoffwechsel. 
4.  Was macht Eiweiß wertvoll? Der Eiweißbedarf. Die biologische Wertigkeit des Eiweißes. Die richtige Mischung macht's. Was ist der Ergänzungswert von Lebensmitteln?  Die Eiweiß-Kombi-Rallye. Bedeutung des Ergänzungswertes. 

Das Programm ist einfach zu bedienen - per Mausklick ist es möglich in ein Lexikon zu wechseln, das wichtige Fachbegriffe erläutert und vertiefende Informationen liefert. Im Programm können wir ins jeweils vorhergehende oder zum nächsten Kapitel wechseln. Wir können aber auch jederzeit ins Hauptmenü wechseln. 
Die aid-Programme waren in ihrer grafischen Gestaltung, z.B. durch gelungene Animationen schon immer sehr ansprechend. Durch die Sprachausgabe werden die Programme jetzt zu einem echten multimedialen Erlebnis. Die gesprochenen Sequenzen passen genau zu den dargestellten Inhalten. Somit ist es möglich, das Programm auch ohne Soundkarte einzusetzen. Die beabsichtigte Wirkung entfaltet sich aber erst durch die Sprachausgabe. 
Das Programm ist interaktiv, daß heißt die Lernenden sind zur aktiven Mitarbeit aufgefordert. Dies geschieht in den meisten Fällen mit der Maus, mit der Symbole, Grafiken oder Buttons (Knöpfe) anzuklicken sind. In einigen Fällen wird auch die Tastatur zur Dateneingabe benötigt. 
Der aid nennt folgende Zielgruppen für das Programm "Eiweiße in der Ernährung": Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr und Erwachsene. Er wendet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden Schulen, der nahrungsgewerblichen Berufsschulen, Berufsfachschulen und Berufsfachschulen. (wsk) 

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Fachwort-Trainer für Arzthelferinnen mit Lehrer/innen-Modul 

Windows 1998, Testversion, Freeware. Entwicklung: Monika Bodo.  
Voraussetzungen: Windows 3.x oder Windows 95.  
Anbieter: INBUS-GmbH, Innovation in Bildung und Sozialarbeit, Müllerstr. 43, 80469 München, T 089-263740 F 089-263790 
Die INBUS-Programme - die bisher erschienenen haben wir beginnend mit Ausgabe 7 des Computer-Magazins vorgestellt - werden im Rahmen eines von der Europäischen Union geförderten Projektes speziell für den Einsatz mit benachteiligten Jugendlichen in der Ausbildung entwickelt und werden zum Selbstkostenpreis abgegeben. 
Das Programm "Fachworttrainer für Arzthelferinnen" ist ein Trainingsprogramm, in dem die Fachbegriffe nach Lehrjahren und Fachbereichen gegliedert sind. Im Menüpunkt "Prüfung" werden alle verfügbaren Begriffe verwendet. 
Das "Lehrer-Modul" ist ein Zusatzprogramm, das ermöglicht, Begriffe zu ändern, neue Begriffe in die Datenbank aufzunehmen oder Begriffe zu löschen. 
Zunächst ist erfreulich, daß das  INBUS-Entwicklungsteam wieder mal ein berufsspezifisches Lernprogramm entwickelt hat. 
Nach dem Starten des Programmes kommen wir zunächst in ein Gesamtmenü - hier wählen wir ein Lehrjahr und ein Thema aus der zugehörigen Auswahlliste.  

Erstes Lehrjahr: Allgemeine Bezeichnungen, Zelle und Gewebe, Hygiene, Bewegungsapparat, Blut, Herz-Kreislauf-System, Atmungssystem, Verdauungsorgane, Herzorgane 
Zweites Lehrjahr: Geschlechtsorgane, Steuerungssysteme, Sinnesorgane, Krankheitslehre 
Drittes Lehrjahr: Medikamente, Medizinische Apparate und Geräte, Assistenz 

Wenn wir ein Thema ausgewählt haben, kommen wir zu einem "Arbeitsbildschirm". Im oberen Bereich ist eine Tabelle angebracht, in der jeweils sechs mögliche Antworten eingetragen sind. Links daneben befindet sich ein Fragezeichen, mit dessen Hilfe wir uns Hinweistexte zu den einzelnen Begriffen anzeigen lassen können. Unter der Tabelle ist ein Feld mit Fragekärtchen angeordnet sind, die wir per Mausklick drehen können und somit den gesuchten Begriff erfahren. Zu Beantwortung der Frage ziehen wir den gesuchten Begriff auf die passende Anwort. Wenn die Antwort richtig ist, springt das Programm zur nächsten Frage, haben wir falsch zugeordnet, können wir einen erläuternden Text aufrufen. 
Zu den Einsatzmöglichkeiten: der Fachwort-Trainer kann in unterschiedlichen Lernphasen eingesetzt werden. Er kann z.B. zur Wiederholung der Fachterminologie am Ende des ersten Lehrjahres, zur Wiederholung eines besprochenen Fachgebietes oder zur Vorbereitung auf die Zwischen- und Abschlußprüfung eingesetzt werden. Mit Hilfe des Lehrer/innen-Moduls kann der Fachwort-Trainer von den Ausbilder/innen, Stützlehrer/innen und Berufsschullehrer/innen selbst modifiziert werden. 
Da es sich um eine Testversion handelt, möchten wir folgende Anregungen für die Weiterentwicklung des Programmes geben: 
Im Rahmen des Arbeitsbildschirmes ist Platz verschenkt worden. Die Bedienungsbuttons und die Ergebnisanzeige nehmen knapp die Hälfte des Bildschirmes ein. Würden diese anders angeordnet, wäre Platz gewonnen für andere nützlich Dinge.  
Dieser gewonnene Platz könnte eingesetzt werden für das Fenster, in dem die erläuternden Texte zu den jeweiligen Begriffen erscheinen. Dieser bisher zur Verfügung stehende Raum scheint uns zu knapp bemessen. 
Der gewonnene Platz könnte vielleicht auch eingesetzt werden, um zu den Begriffen eine Grafik einzublenden. 
Von der Methodik/Didaktik her gesehen finden wir es nicht so günstig, daß das Programm nach der richtigen Beantwortung einer Frage direkt zum nächsten Begriff springt. Hier wäre es sicher günstiger, in der Tabelle (in der dafür Platz genug ist) das gesuchte Fachwort und die gefundene Erklärung zusammen anzuzeigen, damit sich die Lernenden dies nochmal einprägen können. Erst danach kämen sie zum nächsten Begriff. 
Zu einem solchen Themengebiet ein Lernprogramm zu erstellen, halten wir für sinnvoll. Die insbesondere technischen Vorteile des Mediums Computer gerade im grafischen Bereich gegenüber den Karteikärtchen  könnten aber besser ausgeschöpft werden. (wsk) 

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Bilanzlernen multimedial 

Ein CD-Programm von Auszubildenden für Auszubildende  
Zu beziehen bei: hiba-Verlag, Travelmannstr. 26/28, 23564 Lübeck  
Internet-Adresse: http://www.hiba.de, Preis: 49,- DM zzgl. Versandkosten  

Technische Ausstattung:  
Empfohlen wird ein Pentium-PC; Windows 95; mindestens 16 MB RAM, S-VGA-Grafikkarte, Farbmonitor mit 24-Bit Farbtiefe; 6-fach CD-ROM-Laufwerk, Maus, Soundkarte 
Bei geringerer Ausstattung entstehen Einschränkungen bei Geschwindigkeit und Darstellung. Das Programm enthält von den Azubis vertonte Sequenzen und Musik. Es kann auch ohne Soundkarte bearbeitet werden, verliert aber dadurch an Reiz. 

Das Programm wird direkt von der CD aus gestartet (START.EXE). Das Startmenü ist dabei für Lehrer, die ähnliche Projekte planen, recht interessant: Von dort aus können Informationen zu diesem Lernprojekt, zu GeWiS, der „Gemeinnützigen Wirtschaftschule", an der dieses Projekt stattfand, und zu hiba abgerufen werden.  
Nach dem eigentlichen Programmstart erscheint der folgende Menü-Bildschirm:  
Dieser Bildschirm verdeutlicht den Aufbau des Programms und die möglichen Wege des Lerners durch die einzelnen Prorgramm-teile. Wer jeweils nur der Weiter-Schaltfläche folgt, findet eine Reihenfolge vor, die über die Vorgeschichte zur Inventur, dem Inventar usw. dem hierarchischen Aufbau der Buchführung folgt. Auf diesem Wege folgt das Programm einer Lerngeschichte. Die „Vorgeschichte" handelt von einem Bankrott; im eigentlichen Programm wird neben der Geschichte eines Lehrlings, Sven Stapler, die Geschichte der neugegründeten Firma erzählt. So, im Sog einer Geschichte, die ein wenig Spannung darauf aufbaut, wie es weitergeht, entsteht ein fortwährender Praxisbezug des zu Lernenden, eine Identifikationssituation und gleichzeitig eine didaktische Reduktion, eine Beschränkung auf die wesentlichen Inhalte der Bilanz. Dieses Lernen wird dabei jeweils durch kleine, selbstzweckhafte, bisweilen an den Dialog mit Sven gebundene Spielchen aufgelockert, ‚Bonbons‘, die der Lerner dadurch entdecken kann, daß er den Bildschirm nach sensitiven Bereichen durchforscht.  
Was ist zu kritisieren? Notwendigerweise bewegt sich die didaktische Reduktion des Stoffes an der Grenze des Vertretbaren. Die ‚Geschäftsgeschichte‘ mit ihren Stufungen von der Inventur, zum Inventar usw. bis zur Schlußbilanz behandelt ein ganzes Geschäftsjahr und insofern auch das ‚Ganze‘ einer Buchführung. Dabei müssen jedoch – wie in jedem Lehrbuch – andere, durchaus auch elementare Teilprobleme weggelassen werden. In der Gewinn- und Verlustrechnung des Unternehmens führt dies zu einer ganz massiven Milchmädchen-Rechnung, in der der vorher gelobte Praxisbezug zwangsläufig arg den Bach hinunter geht: Das Unternehmen hat viele Mitarbeiter, aber nur 20.000,- DM Lohnkosten; die Haupteinnahmequelle sind die Mieterträge von 50.000,- DM: Vorher wurde eine Mieterin, die aber nur 300,- DM im Monat bezahlt, per Geschichte eingeführt.  
Doch dieser heimliche Bruch in der Geschichte ist eher zu loben. Hier wäre an die Überlegungen zum Unterschied zwischen den tutoriellen und den Hypermedia-Programmen anzuknüpfen, die ich in dieser Zeitschrift vorgenommen habe. Es geht halt nur um das Prinzip der bilanziellen Errechnung von Gewinnen und Verlusten, geht darum, daß der Lerner im Erwerb eines hierarchisch aufgebauten Wissen durchaus zu lenken ist, daß das Weiterführende nicht gleichzeitig mit dem Grundlegenden eingeführt werden darf. Sicher wäre das Problem der Trennung der Warenkonten von den Umsatzerlösen wichtig; sicher wäre es auch nicht allzu aufwendig gewesen, dieses Problem in eine Geschichte zu packen, Sven in den Verkauf zu schicken usw. Doch dies mußte ebenso außen vor bleiben, wie das Problem von Umsatz- und Vorsteuer, das ja nicht zuletzt auch einen Kern der Buchführungsnotwendigkeiten ausmacht. Die Bilanz eines Unternehmens als solche zu erklären, ist Thema genug, wenn nicht schon Thema zuviel.  
Denn das ist ja auch der Nachteil einer Lerngeschichte: Das Programm muß quasi in einem Zug, dem Sog der Geschichte folgend, erarbeitet werden; hier käme man – je nach Lernerinteresse – auf einmalige oder unterbrochene Bearbeitungszeiten von einer bis zu drei Stunden. Bei Wiederholungsdurchgängen fällt dieser Sog zunehmend weg; die unbekannte wird zur bekannten Geschichte. Doch immerhin gibt es hier den Anreiz, daß das ein oder andere Bonbon noch nicht entdeckt wurde.  
Tatsächlich zu kritisieren sind wohl nur Kleinigkeiten: Der Azubi-Humor ist bisweilen ebenso flapsig wie die pädagogischen Intentionen der im Hintergrund bleibenden Nur-Moderatoren ein wenig aufgesetzt sind: Der Pegasus, das fliegende Pferd der Dichter, der dem Unternehmen wie dem Chef den Namen gab und wohl für das ‚Geniale‘ der Geschäftsidee, Bürobedarf zu verkaufen, stehen soll, taucht qua Graphik und Animation auf. Warum das Unternehmen eine OHG ist, wo es doch nur den einen Chef, eben den Herrn Pegasus, hat, wird auch nicht deutlich. Es stört auch ein wenig, daß in einer Übung zu Buchungssätzen wirklich jede richtige Eingabe von der immer gleichen Mädchenstimme so stereotyp wie euphorisch mit „Das hast du prima gemacht!" über den Lautsprecher ‚verstärkt‘ werden muß.  
Doch dies sind eher Kleinigkeiten: Es kann bei diesem Projekt, das mir in vielen Hinsichten vorbildlich scheint, nicht darum gehen, mit der Goldwaage an sein Resultat heranzugehen. Auch das Programm halte ich für empfehlenswert! (rs) 

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Vorbemerkung: 
Die beiden folgenden Programme sind auf einer CD-ROM enthalten, die das Landesgewerbeamt Baden-Württemberg im April 1997 als Ergänzung zu einer Broschüre mit dem Titel "Multimedia in der beruflichen Bildung" veröffentlicht hat. 
Diese Broschüre ist  interessant geschrieben und informativ. Die Hauptthemen: Gründe für den Einsatz moderner Bildungstechnologien in der beruflichen Bildung; Die wichtigsten Lernprogramm-Typen im Überblick; Didaktische Gesichtspunkte für den Einsatz von CBT-Programmen (Computer-Based-Training); CBT-Programme im Vergleich mit einer herkömmlichen Schulung; Hardware für Multimedia-Programme; Kostenvergleich beim Einsatz von CBT; Multimediales Lernen mit Hilfe des Internet; Anhang.  
Die beigefügte CD-ROM "Multimedia und berufliche Bildung enthält über 30 Demo-, Prüf- und Vollversionen von Computer-Lernprogrammen. Die Lernprogramme behandeln Themen aus den verschiedensten Bereichen der beruflichen Bildung und reichen von der Metall- und Elektrotechnik über kaufmännische Fragestellung bis hin zum Qualitätsmanagement. Wir wollen in dieser und auch in den kommenden Ausgaben des Computer-Magazins einzelne Programme von dieser CD-ROM vorstellen. 

Grundwissen der Betriebswirtschaftslehre 

Betriebswirtschaftslehre am Beispiel eines Mittelständischen Unternehmens in der Parfüm-Branche. (Die folgenden Kategorien übernehmen wir von den Produzenten der CD-ROM) 
Zielgruppe: alle betriebswirtschaftlich Interessierten. 
CBT-Typ: Lernspiel - 1992 
Fachbereich: Betriebswirtschaft 
System: DOS 
Hersteller: Allianz 
Preis: kostenlos 
Nach dem Start haben wir zunächst die Möglichkeit, die Firma Megaduft GmbH näher kennen zu lernen. Anschließend kommen wir zu einem Hauptmenü, von dem aus per Mausklick alle Themenbereiche erreicht werden können: 
 

  • Die Story
  • Rechtsformen -   Kommanditgesellschaft, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Aktiengesellschaft, Mischformen, Gegenüberstellung. 
  • Kostenrechnung - Überblick, Kostenarten, Deckungsbeitragsrechnung 
  • Bilanz - Aufgaben und Aufgaben, Bilanzposten, Bilanzsumme, Bilanz-Kennzahlen, Bewertung 
  • Gewinn- und Verlustrechnung - Aufgaben der GUV, Kontenform und Staffelform, Gesamtkostenverfahren und Umsatzkostenverfahren. 
  • Jahresabschluß = Veröffentlichung von Bilanz und GUV (Gewinn- und Verlustrechnung) 
  • Finanzierung und Investition - mit  Kapitalkreislauf. 
  • Betriebswirtschaftliche Kennzahlen 
  • Des Rätsels Lösung 
Die Bedienungsführung wird durch eine Symbolleiste am unteren Bildschirmrand erleichtert. Von dort aus können wir im Programm Schritte vor- und zurückgehen, über den "Aktion"-Knopf können wir zum  Hauptmenü zurückkehren oder zum integrierten Lexikon gelangen. Auch ist der aktuelle Bearbeitungsstand einsehbar. 
Die einzelnen Lernkapitel sind lernerfreundlich, die einzelnen Bildschirmseiten sind übersichtlich gestaltet. Die verwendete große Schriftgröße ist angenehm für die Augen und die Seiten sind nicht zu überladen. Die eingesetzten Grafiken und Animationen passen sich gut ein. Die Übungen und zu lösenden Aufgaben sind überschaubar und sinnvoll. 
Das Programm ist für die Berufsausbildung geeignet, aber auch für Unterricht, Selbstlernen und Gruppenlernen in der Benachteiligtenförderung in kaufmännischen Berufen geeignet. (wsk) 

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Kevin interactive - Kostenrechnung in Fallstudien 

Die folgenden Programme befinden sich ebenfalls auf der CD-ROM des Landesgewerbeamtes in Stuttgart (siehe oben) 
Fallstudien führen in die Kosten- und Leistungsrechnung ein. 
Zielgruppe: Auszubildende zur/m Industrie- und Bürokauffrau/mann und Teilnehmer/innen in Fort- und Weiterbildungskursen 
CBT-Typ: Simulation, Demoversionen, 1995 
Fachbereich: Betriebswirtschaft 
System: Win 3x, 
Hersteller: Klett WBS, Hasenbergstr. 31/1, 70178 Stuttgart 
Preise: kostenlose  Demos. Schullizenzen der vier Module Kostenrechnung je 198,- DM, gesamt 698,- DM. Die Hypertext-Lexika sind integriert, aber auch für je 85,- DM erhältlich. Klett bietet auch CBTs Buchführung für Anfänger und Fortgeschrittene, für je 149,- DM, beide zusammen für 268,- DM (Einzellizenzen). 
Hier ist ein umfangreiches Programmpaket vorzustellen, das neben Informationen insgesamt 4 Demo-Versionen enthält. 
Zunächst stellt sich Kevin, der Begleiter vor und erläutert den CBT-Ansatz (Computer Based Training) von Klett. Das Konzept besteht darin, interaktives Basis- und Anwenderwissen für den kaufmännischen Bereich anzubieten. Dies geschieht zu einem in Form einer Simulation von Fallstudien, zum anderen durch Hypertext-Lexika. 
Klett hat 4 Fallstudien im Angebot: 
 

  • Vollkostenrechnung 
  • Teilkostenrechnung 
  • Plankostenrechnung 
  • Break-Even-Point-Rechnung 
Auf der CD-ROM werden insgesamt 4 - zum Teil sehr umfangreiche - Demo/Prüfversionen angeboten, um das Programmangebot von Klett kennenzulernen: 
Bereich Fallstudien: 
  • Hilfsmittel einer Fallstudie 
  • Lösungsweg einer Fallstudie (Teilkostenrechnung) 
Bereich Lexika: 
  • Kosten lernen 
  • Lernen lernen 
Alle vier Demo-/Prüfversionen sind sehr anschaulich gestaltet. Ausgangspunkt der Fallstudien ist ein grafisch ansprechendes virtuelles Büro. Animationen verdeutlichen die jeweiligen Lernabschnitte und bringen Abwechslung in den Ablauf. Die Begleittexte sind didaktisch gut aufbereitet.  
Die beiden Demo/Prüfversionen zum Themenbereich Hypertext-Lexika bergen Überraschungen. Was da geboten wird, geht weit über die üblichen Lexikon-Funktionen hinaus. Dort finden wir nicht nur Hypertext-Strukuren, das heißt Verknüpfungen zu den Inhalten von Begriffen, auch werden inhaltliche Zusammenhänge schrittweise erklärt. Im Lexikon-Bereich müssen die Lernenden auch Fragen beantworten und kleine Übungen absolvieren, um so zu zeigen, daß sie die Zusammenhänge verstanden haben.  
Die Programme sind empfehlenswert. Sie sind sowohl für die Ausbildung als auch für Förderunterricht mit Auszubildenden aus den Bereichen Industriekaufmann/-frau und Bürokaufmann/-frau geeignet. (wsk) 

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Mechanikus - Lehr- und Lernprogramm für Metall- und Kraftfahrzeugberufe 

Windows, CD-ROM-Ver-sion 1.1a, Mai 1998, Karilon-Medien, Holzweg 7-9, 61440 Oberursel/Ts, T 06171-52696, F 06171-580624, eMail karilon@t-online.de 
Preise: Einzelplatzlizenz: 49,95 DM, Schul-/Firmenlizenz 179,95 DM, Mechanikus-Editor 29,95 DM. 
Hinweis: wir haben im Computer-Magazin bereits folgende Programme von Karilon vorgestellt: Multiple-Choice (Ausgabe 5), Anitech-Choice (Ausgabe 8), Technologo (Ausgabe 9). 
Technische Voraussetzungen: Multimedia-PC ab 486 DX, 16 MB RAM Arbeitsspeicher (empfohlen), Windows ab 3.1, VGA-Grafikkarte, Soundkarte (empfohlen), CD-ROM-Laufwerk.  
Die behandelten Themen: Fertigungstechnik Meißeln, Feilen, Sägen, Bohren, Gewindeschneiden, Drehen, Fräsen, Schleifen, Honen, Läppen, Nieten, Schrauben, Kleben, Löten, Autogen-Schweißen und Elektro-Schweißen. Maschinen- und Gerätetechnik: Riemen- und Kettentrieb, Zahngetriebe, Planetengetriebe. 
Auf der CD-ROM ist ein mit Word 6 erstelltes umfangreiches Handbuch enthalten (handbuch.doc) 
Aufbauend auf den Erfahrungen mit den Programmen Zugversuch, LeseWelt, RechenWelt, SpielWelt, Multiple-Choice und TechnoLogo aus dem gleichem Softwarehaus ist ein Programm entstanden, welches sich direkt an den Interessen der Auszubildenden und Lehrer/innen orientiert und bei geringen Bedieneranforderungen eine maximale Anpassung an die individuellen Fähigkeiten und Vorstellungen des Benutzers ermöglicht.  
Mechanikus versucht, im gesteckten Rahmen, diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen. Das Programm stützt sich dabei auf drei Säulen: 

1. Information (Lexikon) - mit dessen Hilfe können Inhalte, die auch grafisch aufbereitet sind, vermittelt werden. 
2. Animation (Visualisierung von "technischen" Abläufen) Die animierte (bewegte) Darstellung stellt z.T. komplizierte technische Abläufe in ihrem Wirkzusammenhang dar. Abhängig von der beabsichtigten Reduktion (Beschränkung auf das Wesentliche) kann der Lernende direkt die Funktion der dargestellten Objekte erkennen. 
3.  Überprüfung der gelernten (dargestellten) Inhalte. Dabei stehen verschiedene Bewertungsfunktionen zur Verfügung. 
Nach dem Starten des Programmes kommen wir zu einem attraktiv und ansprechend gestalteten Startbildschirm. Die einzelnen Programmteile können entweder über Pull-Down-Menüs oder über Buttons in einer Symbolleiste aufgerufen werden. Drücken wir den Start-Knopf, werden wir aufgefordert den Arbeitsbereich "Kfz" oder "Metall" auszuwählen und kommen zu einem in Baum-Struktur aufgebauten Inhaltsverzeichnis. Hier verwirrt etwas, daß wir für Kraftfahrzeugtechnik und Metall zum gleichen Inhaltsverzeichnis kommen.  
Im Inhaltsverzeichnis wählen wir jetzt ein Thema aus und erhalten folgende Angebote: 
Video, Media (=Animation), Multiple Choice, Lexikon. 
Die Auswahlmöglichkeiten variieren von Übung zu Übung. Das Lexikon ist grundsätzlich immer einsehbar, bei manchen Übungen stehen Animationen und Multiple-Choice-Aufgaben zur Verfügung, zu manchen Themen gibt es lediglich eine Animation oder eine kurze Videosequenz.  
Was da geboten wird, gefällt. Die Animationen sind sehr anschaulich. Die Multiple-Choice-Übungen werden grafisch gelungen unterstützt. Die (oft mehreren) richtigen Lösungen sollen per Mausklick markiert werden. Die Arbeitsergebnisse werden in einer Statistik dokumentiert.  
Wir möchten noch auf zwei besondere Funktionen des "Mechanikus" hinweisen, den Meistermodus und das Spiel. 
Aus dem Eingangsbildschirm wird der Meistermodus gestartet. Er basiert auf der Übungsform Multiple-Choice und stellt willkürlich Fragen aus allen Wissensgebieten. Dabei stehen jeweils 20 Minuten zur Verfügung. Für jede richtige Antwort erhält der Übende einen Punkt, so dass sich nach 20 Minuten bzw. nach Abbruch der Übung eine Punktzahl ergibt. Resultiert dadurch ein Platz in der Bestenliste, kann sich der Übende eintragen.  
Beim Spiel geht es darum, ein vorgegebenes, aus Symbolen zusammengesetztes Muster aus einer Vielzahl von Symbolen herauszufinden. Bei erfolgreicher Suche gibt es Punkte in der Bestenliste. Das Spiel dient der Abwechslung und Entspannung, hier können aber auch visuelle Techniken trainiert werden.  
Der Schwerpunkt des Programmes liegt im Metallbereich, weniger im Kfz-Bereich. In den ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) und in der außerbetrieblichen Ausbildung (BaE) für alle Metallberufe und für alle Lehrjahre geeignet.  
Karilon hat hier den Grundstein für ein (ausbaufähiges) Lerninstrument gelegt, das auch noch vom Preis her gefällt. (wsk). 

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Dioden und Transistoren 

Zwei Programme MS-DOS 1994 und 1996, a.i.m. GmbH, Ausbildungsmedien und Informationssysteme, Schuegrafstraße 9, 81245 München, Tel. 089 / 89 60 28 - 55, Fax: 089 / 89 60 28 - 59 
Preise: Einzellizenz 495.- DM plus MwSt., 3er-Lizenz 79.-, 5er-Lizenz 995.-, 10er-Lizenz 1495.-DM, Klassenraumlizenz für 15 Plätze 795.- DM, eine Demo-CD ist kostenlos erhältlich (Stand: Nov. 97). 
Seit Juni 1998 bietet a.i.m. die Möglichkeit, Updates von den Dos-Versionen auf Windows-Versionen zu erwerben. Mit den Windows-Versionen können nach Angaben der Hersteller Bildschirmseiten ausgedruckt werden; die Programme laufen von CD und müssen nicht installiert werden, die Lernprogramme können parallel zu anderen Applikationen bearbeitet werden, eine Zusatz-CD "für zuhause" kann von Auszubildenden, die zusätzlich gerne zuhause lernen möchten, genutzt werden. Update Preise: Einzellizenz 99.-DM, 3er-Lizenz 199.-DM, 5er-Lizenz 249.-DM, 10er-Lizenz 299.-DM, Klassenraumlizenz199.-DM und Erweiterungslizenz 99.-DM 

Dioden 

Zum Inhalt des Programms: Wie gewohnt ist es in vier Kapitel gegliedert 

Kapitel 1 Grundlagen der Halbleiter mit den Abschnitten Einleitung, Stromleitung in Halbleitern und der PN-Übergang 
Kapitel 2 Kennlinien des PN-Übergangs und Anwendungsbeispiele 
Kapitel 3 Spezialdioden und Bauformen. 
Kapitel 4 Wissenskontrolle mit Testfragen 

Zum Test. Der Anwender lernt verschiedene Halbleiterwerkstoffe und deren Kristallstruktur am Beispiel Germanium kennen und kann sich über die Verwendung der verschiedenen Halbleiterwerkstoffe informieren, z.B. Germanium und Silizium für Fotodioden, Dioden und Transistor, Selen für Gleichrichter, oder Indiumantimonid für Hall-Generatoren. Am Beispiel Germanium werden der atomare Aufbau, Valenzelektronen und die Gitterbindung erklärt und mit ausreichend Bildmaterial die Leitfähigkeit von reinem Halbleitermaterial deutlich gemacht. Durch die Verunreinigung mit Antimon und Indium werden die Begriffe Dotierung, Elektronenstrom, Löcherstrom, Störstellenleitung, P-leitend und N-leitend erklärt. 
Die nächsten Abschnitte befassen sich mit der Diffusionsspannung und der Polung einer Diode in Sperrichtung und Durchlaßrichtung. Eine Zusammenfassung mit einigen Fragen rundet den ersten Abschnitt ab. 
Von den folgenden 2 Kapiteln sind in der Demoversion nur jeweils der erste Abschnitt ausgeführt. Hier werden in einem Versuchsaufbau durch Verändern der angelegten Spannung die Kennlinien der Diode in Durchlaß- und in Sperrichtung aufgenommen und dabei Schleusenspannung, Sperrstrom und Durchbruchspannung erklärt. Für die Z-Diode werden auf gleiche Weise die Kennlinien aufgenommen und das unterschiedliche Verhalten erkennbar. 
Das letzte Kapitel widmet sich Spezialdioden, wie Tunneldiode, Backward-Diode und nochmals Zener-Diode. 

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Transistor 

In Anlehnung an das Programm Dioden:  
Kapitel 1 Aufbau von Transistoren, Einleitung, Physikalische Grundlagen, Transistorarten und Kennlinien von Transistoren 
Kapitel 2 Transistorgrundschaltungen; Emitter-, Basis- und Kollektorgrundschaltung 
Kapitel 3 Transistoranwendungen: Transistor als regelbarer Widerstand, Transistor als Schalter, Grenzwerte des Transistors, Dynamische Transistorgrenzwerte. 
In dieser Demo waren auch das erste Kapitel vollständig und von den folgenden Kapiteln der jeweils erste Abschnitt ausgeführt. 
Zum Test:  
Die unterschiedlichen Einsatzgebiete des Transistors werden erklärt; anschließend die verschiedenen Halbleiterwerkstoffe und ausführlich der PN-Übergang. Grafisch besser gelöst als beim Programm Dioden ist die Erklärung des Elektronenstroms, des Löcherstroms und der Störstellenleitung. Nach Festlegung der verschieden Anschlußstellen und der Begrifflichkeit Emitter, Basis Kollektor und den unterschiedlich großen Stromstärken, widmet sich das Programm dem Unterschied zwischen PNP und NPN-Transistor. Ebenfalls werden die verschieden Transitorarten (Flächentransistor, Diffusionstransistor, Feldeffekttransistor, deren Aufbau und Bau- und Gehäuseformen erklärt. Grafisch ebenfalls gut gelöst ist das Verhalten der beiden PN-Übergänge, die unterschiedlich großen Ströme und Spannungen. Sehr anschaulich und verständlich werden auch die verschiedenen Kennlinien aus einem Versuchsaufbau aufgezeichnet und im Vierquadrantenfeld dargestellt. Anhand der Kennlinien werden nochmals die Zusammenhänge und Abhängigkeiten zwischen Eingangs- und Ausgangsspannung, Steuerstrom (Basisstrom) und Kollektorstrom und damit auch die Gleichstromverstärkung und der Gleichstromverstärkungsfaktor deutlich. 
Fazit zu beiden getesteten Programmen: Beide Programme sind einfach zu bedienen. An jeder Stelle kann man zum Hauptmenü oder zum Anfang des Abschnitts wechseln. Ein Lexikon steht zur Verfügung. Es sind wiederum Themen der Elektrotechnik, die zum Verständnis vom Schüler viel Vorstellungsvermögen verlangen und deren Darstellung gut gelungen ist. 
Für Auszubildende in den Elektroberufen sehr gut geeignet.(rr) 

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Elektrische Schutzmaßnahmen  

Ein interaktives Lernprogramm zur DIN VDE 0100 mit Videosequenzen im QuickTime-Format für PC und Macintosh 
Herausgegeben von BIBB, Bundesinstitut für Berufsbildung Berlin, zu beziehen vom Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, D 10787 Berlin. 
Preis: Einzelnutzerlizenz 249.- DEM, für Schüler und Auszubildende (mit Nachweis) 49,50 DEM 
Mengenrabatte, Klassenraum- und Unternehmenslizenzen etc. auf Anfrage 
Systemvoraussetzungen: Quicktime-Version, PC 486/66 MHz, 7 MB freier Arbeitsspeicher, Auflösung 640 x 480, 256 Farben (empfohlen 32.000), Double-Speed CD-ROM-Laufwerk, 16-bit-Soundkarte, MS-Windows ab 3.1 
Das Programm kann direkt von CD benutzt werden, auf dem Rechner muß zum Abspielen der Videosequenzen Quicktime installiert werden; dieses Programm ist ebenfalls auf der CD enthalten. Zum Festhalten der Lernerdaten ist eine Diskette notwendig.  

Nach Start werden Name und ein Codewort festgelegt, damit bei spä-terer Bearbeitung frühere Arbeitser-gebnisse berücksichtigt werden kön-nen. Stromula, eine Comikfigur mit quäkender Stimme führt durchs Programm und erklärt zu Beginn die verschiedenen Symbole und Tasten. Das Programm besteht aus 4 Modulen. Bei der ersten Bearbeitung des Programms muß der Anwender mit der Einführung beginnen, die anderen Module sind solange gesperrt, bis die Einführung abgearbeitet ist. Die Einführung beinhaltet zwei Kapitel, Wirkungen des elektrischen Stroms auf den Menschen und Erstmaßnahmen bei Unfällen und Fachbegriffe. Sehr ausführlich werden die physiologischen, Wirkungen des elektrischen Stroms auf den menschlichen Körper gezeigt. Die Erläuterungen, die nicht als Text gezeigt werden, werden von einer Sprecherin gesprochen. Am Ende jedes Teils kommt ein Trainingsmodul mit Aufgaben. Ebenfalls sehr ausführlich und mit Bildern werden die für das Thema notwendigen Fachbegriffe erklärt. Nach dieser sehr langen Einführung kommt der Anwender dann endlich ins VDE-Center (das Hauptmenü), vom dem aus er die drei Module : Schutz gegen direktes Berühren, Schutz bei indirektem Berühren mit Abschaltung und Schutz bei indirektem Berühren ohne Abschaltung auswählen und bearbeiten kann. Modul 2 gliedert sich in Schutz durch Isolierung (Basisisolierung) und Schutz durch Abdeckung / Umhüllung. Hier werden Leiterarten und Isolierwerkstoffe, aber auch Gehäuse von Betriebsmitteln und Sicherheitsvorschriften erklärt. Das Modul Schutz bei indirektem Berühren mit Abschaltung beginnt mit einer kurzen Videosequenz, in der zwei Elektroinstallateure einen Arbeitsauftrag erhalten und ausführen: Einen Hauptpotentialausgleich erweitern, eine Steckdose installieren und Messungen durchzuführen. Anhand der Arbeiten, die die beiden ausführen, werden Überstromschutzeinrichtungen und Fehlerstromsschutzeinrichtungen sehr schön erklärt, alles was in einem Gebäude über den Potentialausgleich gesichert werden, nebenbei die 5 Sicherheitsregeln erklärt und angewendet. Das letzte Modul behandelt dann noch Schutzisolierung, Schutzkleinspannung und Schutztrennung. 

Fazit: 
Anhand von viel Bildmaterial, kurzen Videosequenzen, Diagrammen, Schaltungen und erläuterndem geschriebenen und gesprochenen Text wird eine sehr trockene Materie sehr anschaulich dargestellt. Wahnsinnig nervend und extrem störend ist die Comic-Figur, die meist an unpassenden Stellen mit schriller, quäkender Stimme ebenso unpassende und vor allem überflüssige Kommentare abgibt und dem Anwender den Spaß an einem ansonsten sehr gut gelungenen Programm verleidet. An manchen Stellen ist man versucht, schnell weiter zu drücken, den Text nicht richtig zu lesen und das Programm oberflächlich zu bearbeiten, nur um das Gequäke nicht ertragen zu müssen. Leider hilft es auch nicht, den Ton abzustellen, denn viele Erläuterungen der Sprecherin liegen nur in gesprochener Form vor und man weiß ohne Ton dann nicht, wie die Arbeitsanweisungen lauten. (rr) 

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