Lernsoftware-Test


... neulich in der Werkstatt

Ohne Fleiß kein Preis

Soll und Haben

Flora

Dreisatz-Übungsprogramm

Diktat Deutsch 7./8. Schuljahr

Mischungsrechnen

Gutes Deutsch - gute Briefe

Deutscher Bundestag

Form- und Lagetoleranzen

Fette in der Ernährung

Autoren-Programm Medi8tor

Die folgenden vier Programme wurden der CD „Neue Lernwelten entdecken", Lernsoftware für die Berufsausbildung, heidelberger institut beruf und arbeit (hiba), entnommen. In der letzten Ausgabe des Computermagazins wurden bereits drei der insgesamt sieben Programme vorgestellt. Die Programme sind die Ergebnisse eines hiba-workshops, der sich im Anschluß an ein hiba-Seminar „Schnuppern in neuen Lernwelten" gebildet hatte. Nach 11-monatiger Entwicklungszeit konnten die Teilnehmer kleine Lernprogramme für die Beachteiligtenförderung vorstellen. (Wir berichteten darüber in Ausgabe 9 des Computermagazins, S. 16/17) Die CD ist für 69.- DM beim hiba-Verlag, Travelmannstraße 26/28, in 23564 Lübeck erhältlich. (Träger in der Benachteiligtenförderung bekommen die Scheibe für 25-, DM.)

....neulich in der Werkstatt

Ein interaktives, multimediataugliches Lernprogramm zur Diagnose und Behebung von Fehlerquellen rund um das Auto. Autoren: Rolf Ninke, Kreisvolkshochschule Hannover, Hinnerk Wähaus, Bildungswerk der Niedersächsischen Volkshochschulen e.V., Sulingen Systemvoraussetzungen: mindestens 386er mit 4 MB RAM, Windows ab Vers. 3.1, ca 7 MB freier Festplattenspeicher, Mouse, optional Sounkarte. Aus der Beschreibung: ... „Das Programm wendet sich an Kfz-Mechaniker, die einen Eindruck vom täglichen Arbeitsablauf einer Reparaturwerkstatt bekommen möchten, ..aber auch an jene Kfz-Interessenten, die ihre Kenntnisse über Funktionseinheiten und technische Systeme eines Kfz vertiefen wollen... Auf spielerische Art lernen die Benutzer die vereinfacht dargestellten Arbeitsschritte von Reparaturannahme bis zur Bereitstellung des reparierten Fahrzeugs kennen. Die Führung durchs Programm ist so gestaltet, daß die Lernenden einen Einblick in das Gesamtsystem Kfz, seine Teilsysteme (z.B. Motor Getriebe) und Funktionseinheiten (z.B. Kurbeltrieb, Kupplung) erhalten. Den Benutzern werden viele Entscheidungsmöglichkeiten gelassen, wobei sie anhand der Ergebnisse und Konsequenzen ihre Tätigkeit, ihren Erfolg und ihre Arbeitshaltung selbst beurteilen können. Durch eine vorgegebene Endkontrolle können die Lernenden ihre Anweisungen überprüfen und evtl. nach dem Motto „Versuch und Irrtum" die Fehlerquelle weiter einkreisen." Zum Programmablauf: Nach dem Start befindet sich der Anwender in der Werkstatt der Schrauber GmbH. Die Werkstatt wurde vor kurzem erst eröffnet. Die Aufgaben für den Anwender sind: die Reparaturannahme und die Kontrolle der Reparaturausführung. Die Mitarbeiter werden vorgestellt: Herbert, einer der Kfz-Mechaniker, Willi in der Materialausgabe. Und plötzlich steht auch schon der erste Kunde da, der von Herbert zur Reparaturannahme geschickt wird. Der Kunde schildert sein Problem, in unserem Beispiel: „Immer, wenn ich die Kupplung betätige, hört man so ein mahlendes Geräusch. Gehen Sie dem bitte mal nach". Der Anwender muß jetzt entscheiden, ob er den Auftrag annimmt oder nicht. Wenn ja, muß der Fehler lokalisiert werden. Zuerst muß entschieden werden, welches Teilsystem des Fahrzeugs betroffen ist: Motor, Triebwerk, Fahrwerk oder Elektrik. Im Beispiel entscheiden wir uns für das Teilsystem Motor. Hier muß wiederum das Funktionselement ausgewählt werden, also Kurbeltrieb, Steuerung, Vergaser oder Kühlung. Kupplung war hier nicht dabei! An dieser Stelle kann der Anwender auch wieder zurück und ein anderes Teilsystem wählen. Wir entscheiden uns dann für das Teilsystem Triebwerk und dort das Funktionselement Kupplung. Als mögliche Ursachen werden Kupplungsseil gerissen, Ausrücklager defekt oder Kupplungsbeläge verschlissen genannt und die dazu jeweiligen Reparaturanweisung vorgeschlagen. Als Fehlerursache geben wir Kupplungsbeläge verschlissen an und beauftragen Herbert, die Kupplungsbeläge zu wechseln. Nach der Reparatur muß der Anwender in der Fehlerkontrolle feststellen, ob das Auto richtig repariert wurde. Hierzu wird der Zündschlüssel betätigt. Springt der Motor nicht an, wie in unserem Fall, so wurde der Fehler nicht richtig erkannt und Herbert hat den falschen Arbeitsauftrag erhalten. Man muß nun entscheiden, ob man von Herbert einen Tip bekommen will, aufhört, die Reparatur wiederholt oder den nächsten Kunden bedienen will. Auf Herberts Tip hin erfahren wir, daß das Teilsystem richtig und auch das Funktionselement richtig gewählt war, aber die Reparaturursache falsch eingeschätzt wurde. Wir wiederholen die Reparatur und entscheiden uns für das Ausrücklager. Diesmal war der Fehler richtig erkannt und der Motor springt bei der Endkontrolle an. Am Ende eines Arbeitstages wird Bilanz gezogen, in unserem Fall 1 Reparaturannahme, 1 Reparatur gelungen, 1 Reparatur mißglückt, dafür aber 0 Reparaturen abgebrochen und somit 0 Kunden verärgert. Fazit: Für Kfz-Mechaniker bestens geeignet. (rr)

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Ohne Fleiß kein Preis"

Ein Programm zur Preiskalkulation für kaufmännische Berufe von Astrid Lehninger, IFAS Northeim und Franz-Josef Woeste, Kreishandwerkerschaft Borken Das Programm dient der Erklärung des Kalkulationsschemas, dem Einüben der spezifischen Terminologie durch Visualisierung und der Berechnung von Angeboten bis um Listenverkaufspreis. Nach Start des Programms wird die Bedienung und die Funktion der Schalter, die dann per Maus geklickt werden, erklärt, danach geht’s zum Hauptmenü mit den Punkten Einführung, Kalkulation - Wie geht´s ? und Übungen. In der Einführung stellt sich der Elektrofachhändler Kunz vor, der für Elektrogeräte, hier am Beispiel von Toastern, bei seinen Lieferanten Angebote einholt. Aus den Angeboten, die per Fax eintreffen, ist der Preis der Toaster nicht sofort erkennbar, er muß erst noch ausgerechnet werden. Wie´s geht wird im zweiten Teil „Kalkulation-wie geht´s?" erklärt. Aus dem Angebot einer Lieferfirma wird nun die Bezugskalkulation erstellt. Der Weg vom Listeneinkaufspreis, Abzug von Rabatt und Skonto über Zieleinkaufspreis und Bareinkaufspreis bis hin zum Bezugspreis und die jeweiligen Berechnungen hierzu wird im Detail in Einzelschritten gezeigt, und die Preise werden in ein vorgegebenes Kalkulationsschema eingesetzt. Im Übungsteil erhält der Anwender drei Angebote für Elektrogeräte, und soll für eines dieser Angebote den Bezugspreis erstellen. Dazu wird in der Übung auch nach dem jeweiligen Fachbegriff gefragt, der orthografisch richtig in einen Lückentext geschrieben werden muß. Werden an dieser Stelle Fehler gemacht, erscheinen alle Begriffe am unteren Bildschirmrand. Wir hier nun ein Begriff ausgewählt, bekommt der Anwender die Rückmeldung, ob richtig oder falsch und zu dem Begriff wird der entsprechende Platz im Kalkulationsschema angezeigt. Mit einem Taschenrechner (dem Hilfsmittel, das er Anwender zusätzlich benötigt) muß dann der gewünschte Preis (z.B. Listeneinkaufspreis) errechnet und im Kalkulationsschema an der richtigen Stelle eingetragen werden. Falls hier mehrmals Fehler gemacht werden, wird noch einmal der Rechenweg im Detail an einem Beispiel erklärt. An jeder Stelle der Anwendung kann per Schalter entweder eine Pause eingelegt, das Programm verlassen oder Hilfen aufgerufen werden. Fazit: Als Einführungs- und Übungsprogramm zur Preiskalkulation gut geeignet. (rr)

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Soll und Haben

Ein Einstieg in die Finanzbuchhaltung von Franz-Josef Woeste, Lernsoftware für Auszubildende in kaufmännischen Berufen. Durch Programm führen Mona und Jan. Das Hauptmenü bietet die Programmteile Grundlagen, Bilanz, Bilanzauswirkung und Buchungssatz an. Im Test haben wir uns die Teile in de vorgegeben Reihenfolge angesehen. In Sprechblasen nennen Mona und Jan die wichtigsten Aufgaben der Buchführung und die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung. Im Anschluß werden Fragen zum zuvor meist in Form von Text erklärten Sachverhalt gestellt. Im Kapitel Bilanz werden die zwei Kontenseiten Soll und Haben bzw. Aktiva und Passiva erklärt, aus welchen Vermögensteilen sich die Aktiva-Seite und aus welchen Kapitalteilen sich die Passiva-Seite der Bilanz zusammensetzt. Als Übung sollen die Begriffe der genannten Vermögens-und Kapitalteile in ein Bilanzschema gezogen werden Im Kapitel Bilanzauswirkung wird anhand von Beispielen Aktivtausch Passivtausch Aktiv-Passiv-Mehrung und -Aktiv-Passiv-Minderung erklärt. Mit einer Waage, die bei richtiger Buchung immer wieder im Gleichgewicht sein muß werden die einzelnen Buchungen noch mal bildlich gezeigt. In der anschließenden Übung muß ein Geschäftsvorfall mit dem richtigen Begriff benannt werden. Im 4. Kapitel Buchungssatz werden anhand von Beispielen (eine Rechnung eines Lieferers ) die vorzunehmenden Buchungen auf den entsprechenden Konten vorgenommen. Fazit: Als Einführung in die Finanzbuchhaltung bestens geeignet. (rr)

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Flora

Ein Programm zum Erlernen der Blütenbestandteile von Renate Gieskemeyer und Clemens Niederholtmayer, IB Osnabrück. Systemanforderung: MS-Dos ab 5.0, Windows 3.1, 3.11 oder Windows 95, mind. 4 MB RAM, 3,5 MB Festplattenspeicher, VGA-Grafikkarte, Farbmonitor und Maus. Das Programm richtet sich an Auszubildende der Berufsbereiche Garten- und Landschaftsbau, Baumschule, Floristik und ist speziell für den Einsatz in der Benachteiligtenförderung entwickelt worden. Es versteht sich als interaktives Programm zum Erlernen von Blütenbestandteilen und Fachbegriffen. Für Computerneulinge gibt es eine kurze Einführung in die Handhabung der Maus und der Tastatur. Zum Test: Am Bildschirm werden die Blütenbestandteile und deren Aufbau gezeigt. Eine Biene führt durchs Programm und gibt bei den Übungsaufgaben Kommentare ab. Am unteren Bildschirmrand erscheinen die Arbeitsaufträge, rechts unten ist ein „Ende"-Schalter. An den Stellen, an denen etwas aktiviert werden soll, wird der Mauszeiger zur Hand. Durch Anklicken der Knospe öffnet sich die Blüte und man kann jetzt die einzelnen Bestandteile Blütenblätter, Kelchblätter, Stempel, Staubblätter etc. sehen. Die einzelnen Blütenteile werden nach Aufruf dann nochmals vergrößert zusammen mit dem richtigen Fachbegriff am Bildschirm gezeigt. Neben diesem Einführungsteil beinhaltet das Programm zwei Übungsteile: In Übung 1 wird die vollständige Blüte gezeigt. Arbeitsauftrag ist, die Blütenteile mit der Maus anzuklicken und den in der unteren Zeile stehenden, dazu passenden Fachbegriff ins dafür vorgesehen Feld zu ziehen. Übung 2: Hier müssen die Bestandteile der Blüte angeklickt und dann in der vorgegebenen Zeile der richtige Name bzw. der Fachbegriff geschrieben werden. Bei Fehlern wird der Anwender aufgefordert die Hilfe aufzurufen. Hier erscheint dann noch mal das Einzelblatt mit dem richtig geschrieben Begriff. Auf den einzelnen Blättern erscheint immer wieder der Schalter mit „Ende", der aber fast ausschließlich dazu benutzt werden muß, um weiter- oder zurück zu blättern. Fazit. Für Gärtner und Floristen in abH, die bekanntlich Schwierigkeiten haben mit der richtigen Benennung und dem richtigen Schreiben der Fachbegriffe, als Einführung gut geeignet. (rr)

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Das folgende Programm wurde auf dem hiba -Workshop "Wellenreiter im Trend der Zeit? - Publizieren und kommunizieren im Internet", der vom 12.-16.Mai 1997 in Stuttgart stattfand, als Forum-Software den internen und externen Teilnehmern zur Verfügung gestellt und während des Seminars per chat bzw. e-mail diskutiert.

Dreisatz-Übungsprogramm

Entwicklung:Clemens Niederholtmeyer, 100345.1462@CompuServe.com Systemvoraussetzungen: Windows 3.1 und höher, Prozessor ab 386, 25 MHz, VGA-Grafikkarte mit mind. 16 Farben, optional Soundkarte (die Anweisungen zur Anwender-Eingabe können gehört werden). Aus der Programmbeschreibung: Zielgruppe sind Teilnehmer und Auszubildende in der beruflichen Ausbildung oder der beruflichen Förderung, die mit dem Dreisatz-Schema auf dem Kriegsfuß stehen. Durch Üben soll das Prinzip des geraden oder umgekehrten Dreisatzes erkannt und verstanden werden. Das Programm hat 5 Leistungsstufen: 1. einfacher, gerader Dreisatz, 2. einfacher, ungerader Dreisatz, 3. gerader und ungerader Dreisatz gemischt, 4. wie Stufe 3, jedoch können die Zahlen nicht direkt aus dem Text übernommen werden, 5. wie Stufe 4, jedoch komplexere Aufgaben. Die Aufgaben sind in einer Basisdatenbank abgelegt, bestehend aus 5 Dateien, entsprechend der 5 Leistungsstufen. Bei der Bearbeitung durch den Anwender gibt es pro Aufgabe 7 bewertete Arbeitsschritte. Werden diese dreimal vollkommen richtig beantwortet, wechselt das Programm automatisch in die nächst höhere Stufe. Die in der Datenbank abgelegten Aufgaben können mit Hilfe eines Windows-Editors bzw. dem beiliegenden Eingabe-Programm bearbeitet und verwaltet werden, d.h. es können auch neue Aufgaben hinzugefügt werden. Zum Programmtest: In den Voreinstellungen kann 2-zeiliger oder 3-zeiliger Dreisatz und Anfänger- oder Fortgeschrittenen-Level gewählt werden, ebenso der Ton ein- oder ausgeschaltet werden. Im oberen Teil des Bildschirms steht die Textaufgabe, im mittleren Teil das 2- oder 3-zeilige Dreisatzschema und unten die Arbeitsanweisungen. Der Anwender muß die Einheit anklicken, nach der gefragt wird. Grundsätzlich geht’s erst dann weiter, wenn der Anwender den Weiterschalter betätigt. Nun muß entschieden werden, auf welcher Seite des Schemas die gesuchte Einheit/Größe stehen muß und die entsprechende Zahl wird in die entsprechende Zeile geschrieben. Genauso wird mit der zweiten Einheit verfahren. Dann muß der Anwender entscheiden, ob es sich um einen geraden (je mehr desto mehr) oder umgekehrten (je mehr desto weniger) Dreisatz handelt. Ist diese Entscheidung richtig, kommt ein Kommentar z.B. "Stunden werden geteilt". Der Berechnungsschritt für den zweiten Satz/Zeile des Schemas wird vom Programm ausgeführt. Die zweite Zahl muß eingetippt werden und das Ergebnis berechnet werden. Sind alle sieben Schritte fehlerfrei vollzogen worden, erscheint die nächste Aufgabe. Für jeden richtigen Schritt innerhalb einer Aufgabe gibt es einen grünen Haken, für jede auf diese Weise vollständig gelöste Aufgabe einen blauen, drei richtig gelöste Aufgaben werden mit einem rot-gelben Symbol am Bildschirm festgehalten und das Programm schaltet automatisch in die nächste Leistungsstufe. Diese kann auch direkt über das Menü "Schwierigkeit, leichter, schwerer" aufgerufen werden. Bei komplexeren Aufgaben können die Zahlen und Einheiten nicht direkt aus der Aufgabenstellung übernommen werden. Sie müssen vom Anwender berechnet und Einheiten (z.B. Gramm in Kg) umgewandelt werden. Das Dreisatz-Schema, das dem Programm zugrunde liegt und die Vorgehensweise der Bearbeitung (rechts die gesuchte Einheit/Größe, links die andere Einheit/Größe, die zweimal vorkommt, bei geradem Verhältnis zuerst teilen und dann malnehmen etc. etc. ), wird durch Aufruf der Demos im Menü Datei ausführlich erklärt. Für Lehrer und Betreuer ganz bequem und einfach ist die Eingabe neuer Aufgaben. Man kann nach Aufruf der "Verwaltung" durch die fünf Dateien blättern, in denen die Aufgeben stehen und die Aufgaben der Reihe nach ansehen. Sie werden im Schema wie eine vollständig gelöste Aufgabe dargestellt. Hier braucht man nur noch die Zahlen, Einheiten und Begriffe zu ändern und kann die Aufgabe als neue hinzufügen. Fazit: Für den Einsatz in der Benachteiligtenförderung hervorragend geeignet. (rr)

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Diktat Deutsch 7./8. Schuljahr

Programmentwicklung und Konzeption: Detlef Hoche, Programmtexte: Peter Naust, Programmgestaltung: Lexis Interactive Media GmbH, Sprecher: Rudolf Guckelsberger, Marcus Michalski, Maximilian Trieß, Redaktion: Sebastian Weber. ISBN 3-12-133012-8. 1. Auflage, Heureka-Klett Softwareverlag GmbH, Stuttgart, CD-ROM mit Sprachausgabe, Preis: 68 DM. Technische Voraussetzungen: Windows ab Version 3.1, ein CD-ROM-Laufwerk, Maus, VGA-Grafikkarte mit 256 Farben, Soundkarte. Diktat Deutsch ist ein Übungsprogramm für die deutsche Rechtschreibung. Das Programm besteht aus 30 Texten, wovon zehn als leicht, zehn als mittel und zehn als schwer eingestuft sind. Der Umfang der Diktate bewegt sich zwischen 78 und 148 Wörtern. Nach dem problemlosen Starten des Programmes (auch unter Windows 95) geben die Lernenden ihre Namen ein. Anschließend erscheint ein Fenster, in dem die Titel der Diktate, deren Länge und Schwierigkeitsgrad angegeben sind. Nach Auswahl einer der Dikatate erscheint der eigentliche Desktop zur Texteingabe. Der Text wird Satz für Satz vorgetragen und kann in Ruhe geschrieben werden. Die Programmbedienung ist sehr übersichtlich. Durch Anklicken von Buttons (Knöpfen) ist es möglich: - sich den aktuellen Satz noch einmal anzuhören - zum nächsten Satz zu wechseln - sich den vorherigen Abschnitt nochmals vortragen zu lassen Wenn der Text zu Eende diktiert wurde, können sich die Lernenden das Diktat noch einmal in ruhe anhören und mitlesen. Dabei entdeckte Fehler können noch korrigiert werden. Danach kommt der Programmteil "Korrektur und Auswertung". Die Korrektur beginnt damit, daß alle Fehler rot angestrichen werden und gezählt werden. Bewegen die Lernenden den Mauszeiger auf auf einen Fehler, wird die richtige Schreibweise in einem Kästchen angezeigt. In Klammer erscheint ein Buchstabe, der zusätzlich die "Fehlerklasse" angibt, zu der der Fehler gehört (z.B. Groß-/Kleinschreibung) Eine Übersicht über die Fehlerklassen bleibt am unteren Bildschirmrand eingeblendet. Wenn der Fehler mit der Maus angeklickt wird, sind weitere Informationen wie die Rechtschreibregel, eine Erklärung oder ein Beispiel zu bekommen. Um zwischen der Auswertung und der Verbesserung eines Diktates hin- und herzuschalten, muß lediglich ein Button gedrückt werden. Über den Statistik-Knopf erreichen die Lernenden die Auswertung des jeweiligen Diktates. Dort wird unterschieden zwischen einer Auswertung des aktuell bearbeiteten Textes und einer Langzeitstatistik. Das Programm macht insgesamt einen guten Eindruck. Es ist technisch ausgereift, abbruchsicher, grafisch gelungen und erhält seinen besonderen Reiz durch die Multimedia-Komponenten, die dosiert eingesetzt sind und ihren Zweck erfüllen. Die Texte werden in deutlicher Sprache und in angemessener Geschwindigkeit vorgetragen. Die hohen technischen Anforderungen stellen sicher eine Hürde für die Programmnutzung dar. Angesichts leerer Kassen bei den Trägern in der beruflichen Bildung ist zu erwarten, daß bei der Hard- und Software-Anschaffung gespart wird. Als Zielgruppen sind neben den im Programm angegebenen auch Jugendliche in -Jugendwerkstätten, in der Berufsvorbereitung und in der Ausbildung denkbar. Ausbildungs- und prüfungsbezogen geeignet für Drucker/-innen und Schriftsetzer/-innen, aber auch im Förderunterricht von BüE(Berufsausbildung in überbetrieblichen Einrichtungen) und abH (ausbildungsbegleitende Hilfen) gut einsetzbar. (wsk)

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Mischungsrechnen: Aufgaben

DOS-Programm, 0,3 MB Autoren: Frank Blanke, Walter Mayer

Das Programm stammt von der INBUS-GmbH (Innovation in Bildung und Sozialarbeit, Müllerstr. 43, 80469 München, Projektgruppe "Computer und Ausbildung"). Es ist in der Hauptsache für ausbildungsbegleitende Hilfen konzipiert und darf als Kopie weitergegeben werden. In den Computer-Magazinen Nr.7 (Juni 1995), Nr. 8 (Dezember 1995) und in der Nr. 11 (Dezember 1996) hatten wir bereits insgesamt zehn INBUS-Programme vorgestellt. Dieses Programm fällt gegenüber den beinahe durchweg positiven besprochenen anderen INBUS-Programmen, die gut auf diese Lerner-Gruppe abgestimmt sind, deutlich ab. Der Hauptkritikpunkt sei vorweg genannt: Bis zu neunmal pro Aufgabe muß ein Benutzer die Maustaste anklicken und darüber hinaus ebenfalls bis zu neunmal eine Zahleneingabe vornehmen und diese Eingabe mit der Returntaste abschließen. Dieser Aufwand pro Aufgabe wäre zu rechtfertigen, wenn die hohe Zahl von jeweils bis zu 27 Eingaben mit den Schrittfolgen des Mischungsrechnens selbst zu begründen wäre: Doch alleine eine Schalt-fläche "Nächster Schritt", die nur der Programmsteuerung dient, erscheint bis zu siebenmal pro Aufgabe. Dieses Verhältnis stimmt nicht: Ein solches Programm ist zwar geeignet, das Schema des Mischungsrechnens in Wiederholungen einzuüben, es wirkt jedoch nach der zweiten oder dritten Wiederholung an anderen Aufgaben langweilig und demotivierend. Im Einzelnen: Nach einer Programm-Einleitung gelangt man ins "Menü": Dort findet man zwei Menü-Punkte, Erklärungen und Übungen vor. Die "Erklärungen" bestehen aus einer Seite, auf der sich eine Definition des Mischungsrechnens und ein Rechenbeispiel verbunden mit einer kleinen Graphik befindet. Schon dieses Beispiel ist unvollständig. Die Frage "In welchem Verhältnis müssen die beiden Sorten gemischt werden?" wird auf dieser Seite nicht beantwortet und auch der Weg, auf dem das Mischungsverhältnis aus dem Mischungskreuz heraus ausgerechnet werden kann, wird nicht gezeigt. Man hat das Gefühl, als sei die Erklärung - wegen Platzmangels auf dieser einen Seite - mittendrin abgebrochen worden: In dieser Form verwirrt das Ganze eher als daß es ‘erklärt’. Von der Menü-Schaltfläche "Übungen" aus gelangt man zu den Aufgaben. Zunächst soll das Feld mit dem Mischungspreis angeklickt, dann der Mischungspreis eingegeben und mit "Return" abgeschlossen werden, dann erscheint die Schaltfläche "Nächster Schritt". Diese Abfolge wiederholt sich für die beiden Felder für die Eingabe der Sorten-Einzelpreise. Danach werden die Kreuzdifferenzen berechnet. Wenn eine dieser Differen-zen bereits "1" beträgt, soll der Lernende das Mischungsverhältnis dann noch in die zwei Eingabefelder des Schlußsatzes "Das Mischungsverhältnis beträgt also x zu y" hineinschreiben. Bei allen Eingaben gilt: Nach zwei Fehlern wird die richtige Lösung angezeigt. Eine Fehlerzählung oder eine Bewertung der Aufgabenlösung erfolgt nicht. Bei den schwierigeren Aufgaben, wenn also keine der Kreuzdifferenzen "1" ist, soll der Azubi "erweitern" (in manchen Fällen muß er auch "kürzen", doch das wird nicht in der Aufforderungsmeldung erwähnt). In diesem für die meisten Azubis recht schwierigen Schritt gibt es keine zusätzlichen Hilfen: Man muß die Erweiterungs- oder Kürzungszahlen treffen. Die Reihenfolge der Aufgaben wird per Zufalls-gene-rator bestimmt. Auch dies ist nicht ganz glücklich ge-wählt, da so oft das Prinzip "Vom Leichten zum Schwierigeren" mißachtet wird: Es wäre sinnvoller gewesen, hier Aufgaben, bei denen der Azubi im Anschluß an die Berechnung der Kreuzdifferenzen noch erweitern muß, von den einfachen Aufgaben zu trennen. Alles in Allem: Das Programm wäre zu entschlacken. Die sieben völlig unnötigen "Nächster Schritt"-Schalt-stellen sollten entfernt und vielleicht sollte auch das vor der Eingabe der Preise nötige Anklicken der Eingabefelder einfach weggelassen werden. Dafür sollten jedoch im Bereich des Erweiterns oder Kürzen zumindest bei Fehlern auch die Zahlen genannt werden, mit denen erweitert oder gekürzt wird. (rs)

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CD-Gutes Deutsch, gute Briefe.

Autoren: R. Breitkreuz, K. Richter Westermann Schulbuchverlag GmbH 1997, Postfach 49 38, 38039 Braunschweig Preise: CD-ROM 98,- DM; Fachbuch dazu: 38,- DM; Arbeitsheft 12,- DM und Lösungsheft 12,- DM Multimedialität jeweils an den falschen Stellen: So läßt sich dieses nicht empfehlenswerte CD-Programm auf einen Nenner bringen. Die Einleitung ist vielversprechend: Nach einem Einführungsvideo - der Programmtitel wird auf einer Schreibmaschine getippt, parallel dazu steckt jemand einen Brief in einen Briefumschlag etc. - gelangt man wie bei Video-Adventure-Spielen vor ein Bürohochhaus, öffnet per Mausklick ein paar Türen und erhält von der Empfangsdame Auskünfte über das in vier Etagen und Abteilungen aufgegliederte Hochhaus. Auf jeder Etage - so erfährt man - befinden sich ein Büro und ein Datenraum und entsprechend sind die vier Themenkomplexe des Programms des Programms, Kommunikation, Waren, Rechnungswesen und Personal gegliedert. In den jeweiligen Datenräumen findet man Nachschlage-Möglichkeiten zu den Themen. Danach darf man Aufzug fahren: In der Demo-ver-sion halt nur in die dritte Etage, Abteilung Waren. Dort läßt man einen Aktenboten an sich vorbeistolpern und gelangt - Türen aufklickend - ins Büro oder den Datenraum. In diesen Räumen klickt man auf irgend-wel-che Gegenstände, gelangt - wie bei Videospielen - irgendwohin, wohin man beinahe nicht wollte, findet das Gesuchte dann doch noch. Diese Einmal-und-nie-Wieder-Multimedialität wird dann beim zweiten oder spätestens dem dritten Mal abgekürzt: man geht direkt über die Schaltfläche "Zentrale" in die Programmteile, die man bearbeiten will. Und dort ist es dann mit der Multi-medialität weitgehend vorbei. Interaktion gibt es noch in der Form, in der es sie in einem Buch gibt: Man blättert halt, liest ein paar DIN-Normen, Gesetzestexte, gelangt von den Stellen jeweils an andere Stellen, an denen man dann doch schon einmal war. Die Texte selbst sind sehr stark komprimiert; die Zahl der Beispiele ist gering: es ist in vielen Fällen die Form einer zusammenfassenden Belehrung derer, die es ohnehin schon wissen. Eine Textver-arbei-tung ist angeschlossen, kombiniert mit einer Textbausteinsammlung und einer Adressenliste mit jeweils fünf Einträgen: In dieser Kombination überschneidet sich Büro-Software wie das Office-Paket mit dem, was in einem Lernprogramm enthalten sein soll. Man erwartet ja wohl kaum, daß eine Schülerin oder ein Schüler oder gar ein Betrieb nun in diesem Programm seine Adres-sen-listen führt und damit seine Post erledigt. Übungen sind exakt das, was man in einem kaufmännischen Lehrbuch unter Übungen versteht: Sie werden in der Regel nicht in einem Dialogbetrieb ausgeführt. Ausnahme: Wer im Büro auf das Telefon klickt, erhält einen Anruf, in dem sich ein Kunde beschwert: Daraus werden dann vier Übungen entwickelt (Gesprächsnotiz, Bearbeitung der Mängelrüge usw.), bei denen in den entsprechenden Gesetzestexte und in jeweils zwei Beispie-len herumgeblättert werden darf. Eine richtig dialogische Übung in diesem Demo-Teil hat es auch: Wer im Büro zweimal auf einen auf dem Schreibtisch liegenden Bleistift klickt, darf in ganzen drei Sätzen mit der Maus die Kommata richtig plazieren. Fazit: Für einen renommierten Schulbuch-Verlag ist dieses Programm doch enttäuschend. Das Multimediale hat noch nicht einmal Problemeinführungscharakter: Nirgends wird etwa eine Fragestellung aus einem Film heraus entwickelt, nirgends wird etwa eine Problemlösung im Film oder gesprochenen Text vorgeführt und mit dialogischen Übungen verbunden. Auf eine solche Multimedialität, die beinahe ausschließlich dazu dient, ins Programm einzuführen, kann man getrost verzichten und beim normalen Lehrbuch bleiben, das zudem den Vorteil bietet, übersichtlicher zu sein. (rs)

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Deutscher Bundestag - multimedial und interaktiv

Herausgeber: Deutscher Bundestag, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Dr. Blatt, 53113 Bonn, Konzeption und Erstellung: babiel gmbh, Haltern und Düsseldorf. CD-ROM-Version 1997, mit Sprachausgabe. Preis: 10 DM. Systemvorausetzungen: 486er mit 8 MB RAM, 50MHz, 10 MB freien Festplattenplatz, S-VGA-Grafikkarte mit mindestens 256 Farben, 8 Bit-Soundkarte, CD-ROM-Laufwerk (Doublespeed), Maus, MS Windows ab 3.1. Nach Starten des Programmes wird eine kurze Video-Sequenz eingespielt, in der die Nutzerinnen und Nutzer des Programmes von Frau Prof. Dr. Rita Süssmuth, der Präsidentin des Deutschen Bundestages, begrüßt werden: „Ich freue mich, daß Sie sich für unser Parlament, den Deutschen Bundestag, interessieren. Sie möchten wissen, wie wir als Abgeordnete hier arbeiten, wie Gesetze entstehen, was es mit all den politischen Begriffen auf sich hat, die Sie immer wieder hören ...". Nach dieser Einführung kommen wir ins Hauptmenü. Das Lesen können wir uns fast sparen, weil aus den Lautsprechern die Stimme von Dagmar Berghoff ertönt, die uns die einzelnen Programmteile vorstellt:

Ihre Abgeordneten: hier finden Sie die Abgeordneten, die Sie im Bundestag vertreten, mit Bild und Biographie. Sie erfahren, welche Aufgaben Ihre Abgeordneten in ihren Gremien des Bundestages übernommen haben und begleiten sie während einer Arbeitswoche.

Hier wird gearbeitet: Welche Aufgaben haben die Präsidentin, das Präsidium, die Kommissionen, das Plenum und die anderen Gremien des Parlamentes, und wie sind sie zusammengesetzt? Die Antworten finden Sie in diesem Programmteil

Was ist zu tun: Kanzlerwahl, Gesetzgebung und Regierungskontrolle sind die zentralen Aufgaben des Bundestages. Dazu kommen die Mitwirkungsrechte und die internationalen Beziehungen. Verschaffen Sie sich einen Überblick über die vielfältige Arbeit der Abgeordneten.

Gestern, heute und morgen: Der Bundestag ist der zentrale Ort politischen Handelns in Deutschland. Videosequenzen rufen entscheidende Weichenstellungen in der Geschichte der Bundesrepublik zurück, die hier stattgefunden haben.

Fragen Sie uns: Ein breites Angebot von weiteren Informationsquellen über den Bundestag steht für sie bereit. Hier finden sie u.a. eine Übersicht über Broschüren des Bundestages, schlagen nach, wann die Wanderausstellung in Ihre Nähe kommt und erfahren, wann sie den Bundestag besuchen können.

Das Programm ist sehr bedienungsfreundlich. Die einzelnen Abschnitte können frei gewählt und auch jederzeit beendet werden. Die Erklärungen und Texte sind in einfacher und verständlicher Sprache gehalten. Am unteren Bildschirmrand ist eine Button-Leiste angebracht. Ein Knopf bringt uns zu einem Stichwortverzeichnis, wo zusätzliche Informationen zu weit über 250 Begriffen zu finden sind - so etwa absolute Mehrheit, große Anfrage, Bannmeile, Fraktionen, Zweitstimme, dritte Lesung ... . Ein weiterer Knopf ermöglicht es, die aktuelle Seite auszudrucken, ein anderer ruft einen Notizblock zum Eintragen eigener Bemerkungen auf. Das Programm bietet ein echtes Multimedia-Erlebnis. Die Kombination von Text, Bild, Ton und Video macht es möglich, daß ein doch eher trockenes Thema spannend vermittelt wird. Das Programm behandelt das Thema Bundestag sehr umfassend und kann durchaus als Lernprogramm für bestimmte Zielgruppen eingesetzt werden. In der beruflichen Bildung für Berufsschulklassen, Stützkurse in der Benachteiligtenförderung und auch für den Bereich der Berufsvorbereitung geeignet. Es kann auch in der Prüfungsvorbereitung für Handwerksberufe eingesetzt werden, um die wichtigsten Punkte des Sozialkunde-Themas „Bundestag" zu wiederholen. (wsk)

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Form- und Lagetoleranzen

MS-DOS 1994, Verlag: a.i.m. GmbH, Ausbildung mit interaktiven Medien, Schuegrafstraße 9, 81245 München, Telefon 089-896028-0 Telefax 089-896028-99. Preis: 684 DM plus MwSt. für eine Einzellizenz. Eine Demodiskette mit einzelnen Programmteilen ist kostenlos erhältlich. Hardware: Festplatte, 640 kB RAM, VGA-Karte.

Das Programm ist von der Firma a.i.m. im Rahmen ihrer CBT-Reihe (Computer-Based-Training) veröffentlicht worden. Die Palette dieser Programme reicht von Metall-/Elektrotechnik bis hin zu Programmen für kaufmännische Berufe. Zunächst zum Inhalt des Programmes: in vier Kapiteln werden alle wesentlichen Aspekte des Themas „Form- und Lagetoleranzen" behandelt: Kapitel 1 Grundlagen: Einleitung - Erklärung der Begriffe Form- und Lagetoleranzen. [Definitionen: Formtoleranzen begrenzen die Abweichungen eines Werkstückes in seiner geometrisch idealen Form. Lagetoleranzen begrenzen die Abweichungen von der geometrisch idealen Lage zweier oder mehrerer Werkstückelemente zueinander]. Übersicht - Erklärung der Symbole für die Form- und Lagetoleranzen. Zusammenfassung - in Übungsaufgaben wird das Wissen spielerisch getestet. Kapitel 2 Formtoleranzen: Gradheit, Ebenheit, Rundheit, Zylinderform, Profilformen Linie/Fläche, Zusammenfassung. In der Demo-Version wird die Formtoleranz „Gradheit" behandelt. Es geht darum, sie in einer technischen Zeichnung zu identifizieren und zu beschreiben sowie die verschiedenen Meßaufbauten und die simulierte Messung zu erklären. Am Schluß des Kapitels wieder eine Zusammenfassung. Kapitel 3 Lagetoleranzen: Richtungstoleranzen, Ortstoleranzen, Lauftoleranzen, Summenlauftoleranzen. In der Demo-Version gilt es, die Richtungstoleranzen Parallelität, Rechtwinklichkeit und Neigung zu identifizieren und zu beschreiben sowie die verschiedenen Meßaufbauten und die simulierten Messungen zu erklären. Kapitel 4 Hier wird das durch das Programm erworbene Wissen in Form von Multiple-Choice-Fragen überprüft. Das Programm ist einfach zu bedienen und absturzsicher. Eine Buttonleiste ermöglicht, jederzeit zum Hauptmenü zurückzukehren oder zum Anfang eines Kapitels. Ein Lexikon bietet den Lernenden weitergehende Informationen. Das doch eher trockene Thema wird an Hand von Info-Texten, Grafiken, comic-ähnlichen Zeichnungen und bewegten Bildern vorgestellt. Dabei ist von den Entwicklern auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Text und bildlichen Elementen viel Wert gelegt worden. Die simulierten Meß- und Prüfsituationen sind sehr gelungen. Einschätzung: das Programm erfüllt die Anforderungen, die an ein modernes interaktives Lernprogramm gestellt werden. Die Lernenden können das jeweilige Lernthema und auch das Lerntempo selbst bestimmen. Der Einsatz des Programmes Form- und Lagetoleranzen ist denkbar für alle industriellen Metallberufe in der Fachbildung, sowohl in der Berufsschule als auch im Stützunterricht von abH und BüE. (wsk)

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Fette in der Ernährung - ein interaktives Lernprogramm

MS-DOS 1994, herausgegeben vom Auswertungs- und Informationsdienst für Ernährung, Landwirtschaft und forsten e.V. (AID), Konstantinstraß2 124, 53179 Bonn. Text: Frank Drecoll, Beate Roth, Redaktion: Margret Büning, Grafik: Eva-Bettina Schnabel-Schütte, Martin Ernsting Preise: Einzelplatzlizenz 50,- DM, Mehrplatzlizenzen: 2-5 Arbeitsplätze - 100,- DM, 6-10 Arbeitsplätze - 130,- DM, Schullizenz: 200 DM. Technische Voraussetzungen: MS-DOS ab 3.3., VGA-Karte. Nach dem Starten des Programmes (problemlos auch unter Windows 95) erscheinen Mike und Kim, zwei jugendliche Moderatoren, die die Anwender/-innen durch das Programm führen. Nachdem sich die beiden vorgestellt haben, fordert das Programm dazu auf, ein persönliches Kennwort einzugeben. Dieses Kennwort ermöglicht, eine Art Lesezeichen, das das Programm für alle Nutzer/-innen anlegt, wiederzufinden. Nach Eingabe des alten oder eines neuen Kennwortes beginnt der Programmablauf mit einer Spielszene - Mike und Kim stehen an einem Schnellimbiß, wo folgende Leckereien winken: Pommes mit Majo, eine Bratwurst, ein Hamburger sowie ein Salat mit Dressing. Kim fragt: "Welche Portionen haben weniger als 20 Prozent Fett? Die Lernenden sollen nun ihre Wahl treffen und per Mausklick die zwei richtigen Lebensmittel herausfinden. Mit dieser spielerischen Interaktion soll insbesondere der jugendliche Anwender für das Thema sensibilisiert werden. Anschließend bietet das Programm die Möglichkeit, sich für die Bearbeitung von Übungen Punkte gutschrieben zu lassen, die beim Verlassen des Programmes auf einem (ausdruckbaren) Zertifikat erscheinen. Nach dieser spielerischen Einführung gelangen wir zum Inhaltsverzeichnis (Hauptmenü) mit folgenden Lektionen Lektion 1 - Einführung - noch ungeübte Computer-Benutzer/-innen werden hier mit der Maus und mit der Bedienung der Tastatur vertraut gemacht. Lektion 2 - Welche Fette gibt es: Einteilung der Speisefette in pflanzliche und tierische Fette; Einteilung der Speisefette in flüssige, feste und streichfähige Fette; Spiele/Übungen - fünf Speisefettarten nennen, Speisefette nach Herkunft und Konsistenz einteilen. Lektion 3 - wie sind Fette aufgebaut? Aufbau des Fettmoleküls, der unterschiedliche Aufbau der Fettsäuren, Übung und Lückentext zum Thema, ein Quiz als Multiple-Choice-Test; die Fettsäure: Aspekte - Die Fetthärtung am Beispiel der Hydrierung, die unterschiedlichen Fettsäuren-Zusammensetzungen ausgewählter Speisefette. Spiel, Übung und Quiz zum Thema Lektion 4 - Tips für die fettbewußte Ernährung: Empfehlungen zur Fettzufuhr, Auswahlkriterien von Speiseölen, Das ‘fettbewußt-Essen-Spiel’. Nach Bearbeitung dieser Programmteile sollen die Anwender/-innen die verschiedenen Speisefette kennen und einteilen - den chemischen Aufbau der Fette und die Fettsäurenzusammensetzung kennen - die Bedeutung u.a. der essentiellen Fettsäuren erkennen und wissen, wo sie vorkommen - wissen, wozu der Körper Fett braucht - die Mengenempfehlungen für die tägliche Fettzufuhr benennen können - die Qualität von Speiseölen beurteilen können - fettreiche Lebensmittel identifizieren können und beim Einkauf fettarme Alternativen berücksichtigen. (Lernziele aus dem AID-Begleitheft). Eine Fußzeile am unseren Bildschirmrand hilft bei der Programmbedienung - so kann per Mausklick in ein Lexikon gewechselt werden, das wichtige Fachbegriffe enthält und vertiefende Informationen liefert. Es ist im Programm möglich, auf die vorhergehende Bildschirmseite zurückzublättern oder auch vorzublättern. Es ist auch jederzeit möglich, zum Hauptmenü zurückzukehren, um in einer anderen Lektion weiterzuarbeiten. Ein in das Programm integrierter Taschenrechner hilft bei den Übungen und beim Quiz. Das Programm ist insgesamt sehr bedienungsfreundlich. Obwohl unter DOS programmiert, läßt sich das Programm so leicht bedienen wie eine Windows-Oberfläche. Innerhalb der Lektionen wechseln sich Informations- und Interaktionssequenzen ab. Was gefällt, ist das gelungene Zusammenspiel von Bildern/Grafiken und Text, wobei das Programm durch die Integration von Ton zu einem echten Multimedia-Erlebnis werden könnte. Einem Comic vergleichbar, erfolgt die primäre Ansprache auf der Bildebene, wobei bewegte Grafiken (Animationen) den Lerneffekt erhöhen. Die eingeblendeten Texte erklären alle notwendigen Zusammenhänge, bleiben aber gegenüber den Bildszenen im ‘Hintergrund’. Die Nutzer/-innen des Programmes sind zu aktiver Mitarbeit aufgerufen. Wir haben das Programm im Berufsfeld Hauswirtschaft eingesetzt und die Schülerinnen fanden das Programm informativ und kurzweilig. Noch ein Wort zu den Zielgruppen. Nach Einschätzung des AID ist die Lernsoftware geeignet für Schülerinnen und Schüler der nahrungsgewerblichen Berufsschulen und Berufsfachschulen, der allgemeinbildenden Schulen (ab 12 Jahre), an interessierte Verbraucher/-innen in der Ernährungs- und Verbraucherberatung, an Patienten in der Gruppen- und Individualprophylaxe sowie an Teilnehmer/-innen in der Erwachsenenbildung. (wsk)

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CD-ROM Autoren-Programm Medi8or

Home-Edition oder Vollversion Vertrieb über S.I.C.S EDV Copy GmbH, Postfach 1417, D - 83604 Holzkirchen Preis der Home-Edition (Ein Heft mit CD, das in den meisten Kaufhäusern erhältlich ist: 19,80 DM Preis der Vollversion: 299,- DM (Als Update der Home-Edition 249,- DM) Systemanforderungen: zur Not ein 386er Prozessor mit Windows 3.1 und CD-Laufwerk. Empfohlen wird ein 486er-Prozessor mit 8 MB-Ram, schneller Festplatte und Soundkarte.

Das Programm wird in der Besprechung der Home-Version im dazugehörigen Heft mit vielen Superlativen eingeführt: Es ist in der Tat von der Idee, der Konzeption und vom Preis-Leistungsverhältnis ein sehr gutes Programm. (Selbst die etwas reißerische Wort-Zahl-Spielerei im Namen und der ein wenig kindische Einleitungsbildschirm sei den Programmautoren verziehen.)

Was leistet das Programm? Als Autorensoftware gestattet es einem Programmier-Laien (wie mir), nach einer relativ geringen Ein-arbei-tungszeit "Elektronische Bücher und Wörterbücher", "Multimediale Kataloge, Broschüren und Handbücher" und - was mich besonders interessierte - "Interaktive Lernprogramme" selbst herzustellen. Aus diesen Pro-gram-men kann man in einem sehr einfachen "InstallMaker"-Dialog sogenannte Run-Time-Versionen entwickeln, also lauffähige Formen dieser selbstgebastelten Programme, die dann auf einer oder mehreren Disketten oder, wenn man einen CD-Brenner besitzt, auch auf CD in eigener Regie vertrieben werden können.

Wie kann man sich in das Medi8or-Programm einarbeiten? Ich hatte anfangs die Home-Version erworben und kaufte mir dann das Update zur Vollversion: Die beiden Versionen unterscheiden sich in vergleichsweise wenigen, allerdings für das Erstellen von Lernprogrammen dann doch entscheidenden Punkten. In beiden Versionen wird man anhand von Beispielen an die Möglichkeiten des Programms herangeführt. (Die Übersetzung der Anleitungen aus dem dänischen Beiheft zur Voll-ver-sion sind bisweilen etwas irreführend) Doch diese an Problemen orientierte Einführungsphase ist recht kurz: nach zwei bis drei Tagen Einarbeitungszeit hatte ich mir zum Beispiel bereits erste ‘Prototypen’ etwa für Multiple-Choice-Tests entworfen. Speziellere Probleme werden dann in einer Frage-Antwort-Sammlung, die mitgeliefert wird, besprochen: Diese Probleme setzen bereits ein wenig Programmiererfahrung voraus. Insgesamt jedoch kommt man weitgehend ohne die Kenntnis von Programmiersprachen usw. aus. Komplexere Anwendungsbereiche wie etwa die Arbeit mit Variablen und Zuweisungen und "Wenn Dann"-Verbindungen kann man sich über diese Beispiele erschließen. Mittlerweile habe ich ein Drei-satz-Programm mit Bewertungssystem usw. entwickelt: Die Möglichkeiten für solche Programme und Kom-binationen sind tatsächlich sehr groß). Es ist schlicht unmöglich, die Komplexität dieser Software hier umfassend darzustellen. Ich versuche es deshalb auch am Beispiel, und zwar am Beispiel eines einfachen Lern-programms.

Welche Multimedia-Möglichkeiten bietet der Medi8or? Schwierigkeiten, ein solches Lernprogramm multimedial zu gestalten, gibt es relativ wenige. Das Bild, das mehr sagt als tausend Worte, kann in den gängigen Graphikformaten problemlos eingebunden werden; in manchen Fällen (zum Beispiel in einer Zusammenarbeit mit den Corel-Draw-Programmen) müssen die in diesen Programmen bearbeiteten Bilder halt in anderen Bildformaten, als "WMF"-Graphik oder als "BMP"-Graphik etwa, exportiert werden. Auch Videos und Klänge können - soweit ich das anhand der mitgelieferten Beispiele einschätzen kann - ohne Schwierigkeiten eingebunden werden. Bei diesen Multimedia-Möglichkeiten des Pro-gramms gibt es eben ‘nur’ die Schwierigkeit, daß die Hardware-Anforderungen sich ziemlich auswachsen können. Einen Scanner sollte man schon besitzen; doch je nach den Verbreitungsintentionen zum Programm könnte es hier zu kopierrechtlichen Schwierigkeiten kommen. Die umgeht, wer darüber hinaus noch einen CD-Brenner, eine digitale Videokamera, einen digitalen Photoapparat und eine Sound-Karte, die Auf-nahmen gestattet, sein eigen nennt. Andererseits ist dieser Multimedia-Zauber dann aber auch für den Großeinsteiger mit der optimalen Hardware-Ausstattung über die zu erwartenden Festplattenkapazitäten der möglichen Nutzer begrenzt: Die Programme werden auf der Festplatte installiert - und oft ist es so, daß schon ein oder zwei größere Bilder mehr Datenplatz beanspruchen, als das gesamte ‘Restprogramm’. Die schöne Forderung, man solle 70 % all seiner Inhalte visualisieren, bleibt also auch hier ein wenig utopisch, es sei denn, man konzipiert seine Programme so, daß sie vom CD-Laufwerk aus lauffähig sind. Ansonsten gilt es, Graphiken und Sounds mit anderen Programmen selbst zu erstellen oder etwa die Sammlun-gen aus anderen Programmen, für die die kopierrechtlichen Voraussetzungen vorliegen, zu verwenden. Doch schon programmintern bietet der Medi8or viele Möglichkeiten, auf dem Bildschirm jenen Abwechslungsreich-tum herzustellen, der den Benutzer eben im unbemerkten Nebenbei motivieren kann. Sich kleinere Animationen herzustellen, Graphiken oder Texte etwa an bestimmte Stellen des Bildschirms wandern zu lassen usw., ist überhaupt kein Problem. Es gibt eine breite Palette von Farbgebungsmöglichkeiten und eine große Auswahl, Objekte auf verschiedene Arten ein- oder auszublenden, die ohne großen Aufwand und ohne wesentliche Bit- und Byte-Vermehrungen in die Programme eingearbeitet werden können. Die Textverarbeitung im Programm selbst ist nicht besonders gut. Es können zwar Texte aus anderen Text-Programmen eingebunden werden, allerdings nur in ihren Einfachstformaten: Diese Texte können dann in einem sogenannten Input-Feld gelesen (und auch beschrieben) werden. Einen Word-Text müßte man dazu jedoch im Word-Programm in das DOS-Textformat mit Absätzen konvertieren; die entsprechenden Verluste sind einzukalkulieren. In der Medi8or-internen Textverarbeitung fühlt man sich ein wenig auf den DOS-Stan-dard zurückverwiesen. Es gibt zwar zusätzliche Möglichkeiten wie etwa die des "Hypertextes" (bei einer Bewegung des Mauszeigers oder einem Mausklick auf ein bestimmtes Wort lassen sich zum Beispiel Er-klä-rungen dazu einblenden etc.), doch gewöhnliche Standards wie etwa schon die Sonderzeichen, für Mathematik-Programme etwa die griechischen Buchstaben usw., Hoch- und Tiefstellungen, machen hier die alten Probleme, die man bereits überwunden glaubte. Man kann sich dergleichen als Graphikzeichen usw. selbst herstellen; doch das ist recht aufwendig und etwas mittelalterlich.

Welche Möglichkeiten zur Festlegung von Programm-Abläufen gibt es? Der Benutzer eines Lernprogramms erwartet zum Beispiel eine Einführung. Er erwartet verschiedene Programmteile zu verschiedenen Themen, die von einer Inhaltsseite aus ausgewählt werden können. In den einzelnen Programmteilen sollten unterschiedlichste Möglichkeiten, Fragen zu beantworten, sich Erklärungen geben zu lassen, vorgesehen sein. Und - last but not least - sollten diese Antworten in irgendeiner Form bewertet werden. Außerdem sollte es möglich sein, sich Hilfen über die Ausführung des Programms selbst geben zu lassen. Das Medi8or-Programm arbeitet linear, entlang von Seiten: Eine Seite ist dabei jeweils der Inhalt eines Bild-schirms. Üblicherweise bewegt man sich dabei wie in einem Buch von Seite zu Seite, es ist jedoch auch möglich - etwa bei den Hilfe-Seiten und Erklärungen zum Lern-Programm - nach einem Sprung zur Hilfe-Seite wieder zur zuletzt bearbeiteten Seite zu springen oder alternative Seitenfolgen (etwa zu zusätzlichen Erklärun-gen oder Zusatz-Übungen) zu programmieren. Schwierig-kei-ten, solche Alternativen zu programmieren, gibt es letztlich nur im Kopf des Programmierers: Man muß die Übersicht, was wo steht, behalten - und wie man wieder an die Stellen zurückgelangt, von denen aus die Alternativen aufgerufen worden sind. Der Übersicht halber sollte man dafür programminterne Steuerungsseiten anlegen. Zu allen Seiten gibt es die Möglichkeit, eine sogenannte Masterseite zu hinterlegen: Dort kann man Routinen, die sich für alle oder viele Programmseiten wiederholen - etwa eine Seitenzählung, eine Zählung der bisher er-reichten Punkte, eine Hintergrundfarbe etc. - festlegen, die dann für die entsprechenden anderen Seiten über-nommen werden können.

Nach welchen Prinzipien werden Benutzer-Dialog-Möglichkeiten erstellt? Wer sich intensiver mit der Besprechung von Lernprogrammen beschäftigt, weiß um die Methoden-Armut, die es bei allen multimedialen Möglichkeiten auf diesem Felde gibt. Ein Computer kann halt nur überprüfen, ob eine bestimmte Schaltfläche oder ein bestimmter Teil des Bildschirms angeklickt oder ob ein bestimmter Text eingegeben wurde. Die meisten Programmen arbeiten deshalb mit Multiple-Choice-Fragen, bisweilen gibt es dabei zwei oder drei richtige Antworten. Ja-Nein-Fragen kommen vor; außerdem gibt es noch den Lückentext mit der Schwierigkeit, daß der Benutzer genau ein Wort (bisweilen in zwei oder drei zulässigen Varianten) einsetzen darf. In solchen Inputfeldern können auch die Ergebnisse von Rechnungen eingetragen und überprüft werden. In manchen Fällen können darüber hinaus irgendwelche Zuordnungsaufgaben erfüllt werden. Dabei werden etwa Teile einer Graphik, eines Motors zum Beispiel, angeklickt und dann soll ihnen durch einen erneuten Mausklick die richtige Bezeichnung zugeordnet werden. Es ist schon ein sehr großer Fortschritt, wenn ein Programm alle diese Möglichkeiten zusammen bietet; in den meisten Fällen gibt es eine dieser Methoden, den Multiple-Choice, mit oder ohne Bild - sonst nichts. Auch der Medi8or ist an die Vorgaben dessen, was per Computer überprüfbar ist, gebunden. Doch es ist ein Vorteil des Programms, daß hier auch andere Abfrageformen möglich sind. In einer vergleichsweise kurzen Zeit habe ich mir verschiedene drei verschiedene Lückentext-Typen, drei Multiple-Choice-Formen, verschiedene Zuordnungsaufgabentypen zwischen Bild und Text und zwischen Text und Text erarbeitet. Beispiele für solche durchaus noch nicht üblichen Formen sind etwa: - Ein aus verschiedenen Passagen bestehender (durcheinandergeratener) Text soll in eine logische Reihenfolge gebracht werden; - Die Begriffe einer Tabelle (z.B. Werkstoffe) sollen den entsprechenden Stellen zugeordnet werden. - In einem Text sind falsche Wörter, die den Textsinn entstellen, zu suchen, anzuklicken und durch die richtigen Wörter zu ersetzen. Die ‘Entwicklungsphase’ für solche neuen Typen ist sehr arbeitsintensiv. Jeder einzelne Mausklick, jede einzelne Eingabe des Benutzers muß vorausbedacht, Reihenfolgen festgelegt, Fehlermeldungen und Bestätigungs-formen an bestimmte Eingaben gebunden werden usw. Das Prinzip ist recht einfach: "Aktionen" des Benutzers werden mit bestimmten "Ereignissen" auf dem Bildschirm verbunden. Bei einem Mausklick auf eine Schaltfläche X erscheint zum Beispiel eine Bestätigungsmeldung, etwa ein vorher versteckter Text "Richtig", der dann nach ca. drei Sekunden wieder ausgeblendet wird, oder eine Sound-Datei mit einer Bestätigungsmeldung (oder beides). Die richtige Antwort wird in einer weiteren versteckten und nun einzublendenden Textdatei ausführlicher erläutert, in eine Variable, die die Zahl der richtig beantworteten Fragen summiert, werden zusätzliche Punkte zuaddiert etc. Der Teufel steckt hier - wie in vielen Fällen - im Detail: Man sollte zum Beispiel mit Benutzern rechnen, die den Strategien von Computerspielen folgend, erst einmal auf so ziemlich alles klicken, was sich nicht wehrt, bevor sie Anweisungen lesen, sollte alle möglichen und unmöglichen Fehler mit einkalkulieren usw. Bei all diesen ‘Musterseiten’ sollte man Verfahren mitbedenken, wie solche Prototypen dann später über einfache Kopiervorgänge vervielfältigt werden können. Im Medi8or-Programm ist es möglich, Seiten zu kopieren und verschiedene Gruppen aus anderen Seiten über eine bestehende Seite zu kopieren: Für jeden Fragetyp kann man mit solchen Verfahren etwa jeweils zwei Formulare entwerfen. Auf dem einen sind alle unveränderlichen Bestandteile, alle Fehler- und Bestätigungsmeldungen, Schaltflächen usw. auf einer Seite zusammengefaßt. Diese Formularseite wird dann jeweils über die Seite kopiert, die mithilfe einer Kopie des anderen Formulars erstellt wird. Auf diesem Formular befinden sich jeweils die veränderlichen Bestandteile: Dort können also die unterschiedlichen Texte von Fragen und ein anderes Bild etwa eingegeben werden. Mit solchen Verfahren können einmal erarbeitete Lösungen auch in anderen Kontexten wiederverwendet werden. Wenn man sich einmal ein Bewertungssystem und ein Programm-Gerüst mit Hilfe-Seiten usw. erarbeitet hat, kann man es zusammen mit den verschiedenen Frage-Prototypen dann mit der Funktion "Datei, Speichern unter" als eine Art Datei-Formular abspeichern. Diese Datei kann dann als Grundlage für weitere Programme genommen werden, sodaß sich der weitere Programmieraufwand für Folgeprogramme sehr stark reduzieren läßt. Bevor man seine Runtime-Versionen herstellt, löscht man dann alle nicht benötigten Formularseiten aus einer Kopie des Programms. (rs)

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