Modellprojekte


MULTI-MET

Multimediale Weiterbildung im Handwerk

FiD -Förderung in Deutsch


MULTI-MET

Multimediale Lernhilfen für die metalltechnische Ausbildung Laufzeit: 1. Januar 1994 bis 31. Dezember 1996 Durchführungsträger: Medienwerkstatt der südwestphälischen Industrie- und Handelskammer zu Hagen, Bahnhofstr. 18, 58095 Hagen, K.J. Reuter, A. Hardebusch, K. Panic, Telefon 02331-390-344/-262, Telefax 02331-390-334 Wissenschaftliche Begleitung: Dr. H. Freibichler, Neue Stücker 9, 69118 Heidelberg Fachliche Betreuung: Bundesinstitut für Berufsbildung, Fehrbelliner Platz 3, 10707 Berlin, Dr. Ernst Ross. Finanzielle Förderung: Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie Der immer schneller werdende technologische Wandel führt zu kontinuierlichen Veränderungsprozessen bei den Produktions- und Arbeitsformen. Zeit- und zukunftsgemäße Ausbildung muß deshalb neben der fachlichen Qualifizierung auch die Möglichkeit bieten, die Kompetenz zum lebensbegleitenden selbständigen Lernen zu erwerben. Lernangebote von heute und für morgen müssen außer dem veränderten Umfeld auch den neuen Ansprüchen der Lerner gerecht werden. Im Modellversuch MULTI-MET wurde deshalb ein softwaregestütztes Lernsystem für die metalltechnische Grundbildung entwickelt und erprobt, dem ein differenziertes und lernorientiertes Konzept zugrunde liegt: -differenzierter Einstieg in das Lernsystem -abwechslungsreiche, modular gegliederte und hoch interaktive Lernaufgaben -gestufte Hilfe zur Problemlösung und Tips zum Weiterlernen -bildliche Veranschaulichung durch digitales Video und Animation, Einzelbilder und grafische Animationen, gestützt durch Ton und Text Das Lernsystem ist nach dem individuellen und aktuellen Lerninteressen der Auszubildenden ausgerichtet. MULTI-MET enthält ein vernetztes System von kleinen Lernmodulen zu Fachinhalten der metalltechnischen Grundbildung. Entwicklung und Erprobung der einzelnen Module fanden in unmittelbarer Rückkopplung zum Ausbildungspersonal statt und berücksichtigen die Bedingungen der betrieblichen Ausbildung. Das Lernsystem unterstützt den Lern- und Arbeitsprozess bei der Durchführung der Fertigungsaufgabe und ergänzt die vorhandenen Medien zum selbständigen Lernen. Das System ist Teil eines Medienverbundes, in dem herkömmliche Lernmedien (Fach- und Tabellenbücher, technische Zeichnungen, Arbeitspläne etc.) und die betrieblichen Arbeitsmittel (Arbeitsumgebung, Werkzeuge, Maschinen etc.) ihren festen Platz haben. Durch die Bereitstellung des Lernsystems im Ausbildungsbereich ist eine schnelle und gezielte Nutzung möglich. Gewonnene Erkenntnisse können direkt in die Praxis umgesetzt werden. Durch die Simulation von technischen Prozessen und Arbeitsvorgängen kann der auszubildende diese besser verstehen und in die Praxis umsetzen. Das Lernsystem fördert außerdem das gruppenorientierte Lernen am Arbeitsplatz. MULTI-MET unterstützt auch die Ausbilder. Durch die Möglichkeiten des selbstgesteuerten Lernens kann er sich anderen aufgaben zuwenden: -Anleitung zur Bedienung und Nutzung des Lernsystems -ergänzende und vertiefende Besprechung der Lern- und Arbeitsergebnisse -Beratung und Unterstützung zur gezielten Nutzung des Systems bei Lernproblemen -Präsentation von Informationsseiten und Simulationen Zum Schluß ein Blick auf die technischen Mindestvoraussetzungen für die Nutzung von MULTI-MET: 486-DX 66 Mhz, 8 MB RAM, Windows 3.11, CD-ROM-Laufwerk (4fach), 17 Zoll Monitor Auflösung 800x600, 256 Farben, Soundkarte, Lautsprecher (Kopfhörer). Quelle: Die Darstellung folgt einem Faltblatt des Bundesinstitutes für Berufsbildung aus der Reihe: "Informationen aus Modellversuchen", o.J. (wsk)

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Multimediale Weiterbildung im Handwerk Informations- und Kommunikationstechniken in der Betriebsführung des Handwerks (IKHT)

Laufzeit: 01. Oktober 1992 bis 30. September 1995 Projektnummer: D 0659.00 Durchführungsträger: Arbeitsgemeinschaft Volkshochschule München und Handwerkskammer von München und Oberbayern. Projektleitung: Alfred Lottmann, VHS München, Abt. Berufliche Bildung, Postfach 801164, 81611 München, Telefon 089-281429, Telefax 089-282709. Dort kann das etwa 20 Stunden umfassende Lernprogramm des Modellversuches in Form einer CD-ROM bezogen werden. Kooperationspartner: Rudolf Herweg, HWK für München und Oberbayern, Postfach 340138, 80098 München, Telefon 089-5119 200 Telefax 089-5119-299 Zuständige Landesbehörde: Bayrisches Staatsministerium für Wirtschaft und Verkehr Zuständige Bundesbehörde: Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft Wissenschaftliche Begleitung: Dr. Michael Brater, Anna Maurus, Gesellschaft für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung e.V., Bodenseestr. 5, 81241 München, Telefon 089-886551 Telefax 089-8348730 Fachliche Betreuung: Dr. Peter Schenkel, Bundesinstitut für Berufsbildung, Fehrbelliner Platz 3, 10707 Berlin, Telefon 030-8643-238 Telefax 030-8643-2604 Vor dem Hintergrund, daß auch Handwerksbetriebe planen, ihre Büroarbeiten und ihre Konstruktions- und Fertigungsaufgaben mit dem Computer effektiver zu organisieren, aber in der Umsetzung dieser Vorhaben recht unsicher sind, hatte sich der Modellversuch zum Ziel gesetzt, eine Weiterbildung zu entwickeln, die hilft, diese Unsicherheiten zu beseitigen. Als Zielgruppe werden alle Personen angesprochen, die für die Auswahl und Einführung von EDV in ihrem Betrieb verantwortlich sind. Inhalte: Die Weiterbildung behandelt folgende Themenbereiche: 1.Wozu läßt sich EDV im Betrieb einsetzen?: Texte bearbeiten und gestalten, Tabellen und Datenbanken auswerten, Grafiken und Zeichnungen erstellen, Kommunikationssoftware für Computer. 2.Wie unterstützt mich EDV bei der betrieblichen Auftragsabwicklung?: Kunden gewinnen und pflegen, Angebote erstellen, Kosten kalkulieren, Aufträge durchführen, Aufträge abrechnen, konstruieren und fertigen. 3.Wie führe ich Informations- und Kommunikationstechniken in meinem Betrieb ein?: Eigenes Unternehmensprofil erkennen, Stärken und Verbesserungsmöglichkeiten entdecken, Anregungen zur Weiterentwicklung des Betriebes, Händler und Berater auswählen, Einführung organisieren, Pflege und Ausbau der EDV. Produkte: entstanden ist ein Lernlernangebot mit insgesamt 51 Lerneinheiten. Die entwickelte Lernsoftware orientiert sich methodisch an modernen Erkenntnissen der Lerntheorie. Folgende Ansätze kamen zu Tragen: -Interaktivität -Selsbtsteuerung -Exemplarität -Handlungsorientierung. Noch ein paar Informationen zur Handlungsorientierung. Der Computer war im Modellversuch nicht nur Präsentationsmedium für die Lerninhalte, sondern wurde zugleich als reales Arbeitsgerät genutzt. Aus der Lernsoftware heraus kann ein Beratungsgespräch mit Händlern, Betriebs- und EDV-Beratern vorbereitet werden. Das Durcharbeiten des Lernprogrammes ermöglicht das Vertrautwerden mit einer Software, die unter Windows läuft Bei entsprechender technischer Ausstattung nutzt das Lernprogramm den Computer gleich als Kommunikationsmedium, z.B. für Datenbankservice, Computerfax, Datex-J usw. (diese Informationen sind einem Faltblatt - Information Nr. 2 - des Bundesinstitutes für Berufsbildung zu diesem Modellversuch entnommen). Evaluierung: die Auswertung des praktisches Einsatzes der Lernsoftware hat ergeben, daß das Programm als "wirksam, informativ, nützlich und außerdem angenehm durchzuarbeiten" beurteilt wird. Die Vorstellung der Ergebnisse der Evaluierung ist in einem Beitrag der wissenschaftlichen Begleitung für die Zeitschrift des Bundesinstitutes für Berufsbildung "Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis", Heft 2, März/April 1997, enthalten: Michael Brater/Anna Maurus, Über einige Grenzen multimedialen Lernens - Erfahrungen mit dem Modellversuch "IKHT", S. 36-41. (wsk)

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FiD - Förderung in Deutsch

Ein Programm das im Rahmen des vom Bundesminister für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie geförderten Modellversuches "Förderung lernbeeinträchtigter Jugendlicher in der Berufsausbildung" erstellt wurde. Durchführungsträger: Landesinstitut für Erziehung und Unterricht, Abteilung Berufliche Schulen, Rotebühlstraße 133, 70197 Stuttgart. Autorinnen und Autoren: Isolde Fleuchaus, Isolde Liebscher, Karl-Friedrich Hofmann, Wolfgang Steindamm, Walter Conrad Zum Hintergrund: Für spätausgesiedelte und ausländische Jugendliche ohne ausreichende Deutschkenntnisse wird an den beruflichen Schulen des Landes Baden-Württemberg das Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) für Jugendliche ohne ausreichende Deutschkenntnisse durchgeführt. Angeboten werden 5-8 Stunden Unterricht in Deutsch sowie 1-2 Stunden Förderunterricht für Schüler, die Wissenslücken aufweisen und in wichtigen Fächern keine befriedigenden Leistungen erzielen. Mit FiD konnte ein Gesamtprogramm entwickelt werden, ein "Baukasten" mit folgenden Bestandteilen:

- Anleitung zur Feststellung der Deutschkenntnisse - Reihe Deutsch - Zweisprachige Grammatiken und Wörterbücher - Toncassetten zu den mündlichen Übungen sowie - fachsprachliche Computerlernprogramme

Zunächst ein kurzer Blick auf die Konzeption der "Reihe Deutsch", dem Herzstück von FiD. "Die Reihe ist so konzipiert, daß alle für das Erlernen des Deutschen wesentlichen Inhalte, insbesondere alle relevanten grammatischen Strukturen, in Form von Text- und Arbeitsblättern dargestellt werden. Insofern gehen die Handreichungen über das Prinzip der exemplarischen Darstellung hinaus und sind gleichsam als Gesamtlehrgang anzusehen. Ausschlaggebend für die Wahl dieser Konzeption ist das Bemühen, die Materialien auf die spezifischen Gegebenheiten im Berufsvorbereitungsjahr und des Stützunterrichtes auszurichten, d.h. die Bedeutung der fachsprachlichen Inhalte für den Spracherwerb angemessen zu berücksichtigen.. Um diesem Auftrag gerecht zu werden, lag es nahe, den Schritt über das Angebot exemplarischer Unterrichtseinheiten hinaus zu tun." (Broschüre des Landesinstitutes) Die Materialien sind auch für Kolleg/-innen geeignet, die mit den Methoden und Inhalten des Faches Deutsch (als Zweitsprache) nicht völlig vertraut sind und bieten Hilfen für die oftmals nötige Binnendifferenzierung. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt bei der fortschreitenden Darstellung der Grammatik. Die korrekte Anwendung der grammatischen Strukturen ist nach Meinung der Verfasser/-innen die unabdingbare Voraussetzung für die Beherrschung der deutschen Sprache, wie sie die Schüler/-innen in der Berufsausbildung vorfinden. Die "Reihe Deutsch" besteht aus vier Teilen, die ersten beiden eignen sich für den Einsatz vorwiegend im BVJ, die anderen beiden vorwiegend im Stützunterricht der Berufsschule. (Die Hefte kosten zwischen 10 und 16 DM, die zugehörigen Lehrerausgaben mit didaktischen und methodischen Anregungen zwischen 12 und 18 DM) Die Computerlernprogramme wurden entwickelt, um die Motivation der Schüler/innen für diese Medium zu nutzen. Der Lehrstoff ist hier in kleine Einzelschritte gegliedert, die Lernenden können ihren individuellen Lernweg und ihr individuelles Lerntempo selbst bestimmen. Durch phantasievolle grafische Präsentationen werden zusätzliche Lernanreize geschaffen. Zumdem entlasten sie die Lehrer bei der Erstellung vom individuellem Übungsmaterial für lernschwache Schüler und führen zu einer Vereinfachung der Lernerfolgskontrolle. Die Autoren empfehlen, in Kleingruppen vor dem Bildschirm zu arbeiten, denn das entstehende Wir-Geführ unterstütze kooperatives Lernen und fördere in heterogenen Klassen auch die Verständigung und den Austausch sowie den Aufbau von Beziehungen unter Schülern verschiedener Herkunftsländer. Die Lektionen wurden mit Hilfe des Autorensystems Question Mark aus dem Comet-Verlag (heute Cornelsen-Software) erstellt. Die Übungen der Lernprogramme basieren auf den Texten der fachsprachlichen Übungen. Der jeweilige fachsprachliche Text wird gelesen, vorgelesen oder auf Cassette vorgetragen und dann im Unterrichtsgespräch auf Verständnisprobleme hin besprochen. Mit dem Computer-Lernprogramm werden anschließend verschiedene inhaltliche Teile des Textes sowie grammatikalische und sprachliche Fragen aus dem jeweils behandelten Kapitel abgefragt. Diese Übungen sind in drei Schwierigkeitsstufen unterteilt. Die Computer-Lernprogramme gibt es in zwei verschiedenen Versionen: mit "grafischer Unterlegung", ab 386er-Rechner, gewerblicher Bereich, hauswirtschaftlicher Bereich, jeweils zu Teil 1+2 der Reihe Deutsch (43,- DM), jeweils zu Teil 3+4 der Reihe Deutsch (43,- DM); "ohne grafische Hinterlegung", ab 286er Rechner, gewerblicher Bereich, hauswirtschaftlicher Bereich, jeweils zu Teil 1-4 der Reihe Deutsch (86,- DM). Weitere Informationen: Studiendirektor Walter Conrad, Telefon 0711-6642-311 Telefax 0711-6642-303 Quellen: Broschüre des Landesinstitutes in Stuttgart "FiD - Förderung in Deutsch - Einführung" sowie die Zeitschrift "direkt - Fördern und Qualifizieren", Nr. 4 vom März 1997 (wsk)

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