Telekommunikation/Mailbox

Telekommunikation in der Schule - vorbildliche Initiative in Nordrhein-Westfalen
Schulen an das Netz

Mailboxszene


Telekommunikation in der Schule - vorbildliche Initiative in Nordrhein-Westfalen

Wie die Zeitschrift LOG IN in ihrer Ausgabe 5/6-1995 berichtete, will Nordrhein-Westfalen alle weiterführenden Schulen ans weltweite Datennetz anschließen. Bereits 1996 sollen die ersten 500 Schulen Zugang zum Internet erhalten. Zur Finanzierung der Initiative seien u.a. Computerhersteller und Schulbuchverlage als Sponsoren gewonnen worden. Die Telekom wolle in den ersten 3 Jahren auf Gebühren in Höhe von rund 5 Mio. DM verzichten.

Zur pädagogischen und technischen Begleitung dieses Prozesses hat die Beratungsstelle für Neue Technologien (BfNT) im Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (Soest) den Vorabdruck einer Broschüre mit dem Titel: "Telekommunikation in der Schule" veröffentlicht. Autoren: Axel Heymann, Karlheinz Korbmacher, Willi van Lück, Norbert Subroweit. Die Broschüre kann bestellt werden: LSW, Referat Z2, Paradieser Weg, 59494 Soest, Axel Heymann, T 02921-683232 F 02921-683388 oder E-Mail: 59494.LAN-SOEST@PPM1.RMI.DE

Die sehr informative und gut lesbare Broschüre gliedert sich wie folgt:

  • Technische Grundlagen zur Telekommunikation
  • Überblick über Telekommunikationsangebote
  • Modellversuche zur Telekommunikation in Schule und Unterricht - MODIS, ISBC, KIDS, KOKOS, Comenius u.a.
  • Telekommunikation als Neues Medium im Unterricht
  • Telekommunikation als Gegenstand des Lernens im Unterricht
  • Telekommunikation als Mittel der Unterrichtsvorbereitung und des Weiterlernens
  • Nachwort über offene Fragen und Probleme: ein Aufruf zur pädagogischen Reflexion und Diskussion
  • Anhang: Lexikon, Literatur, Softwaretips, Adressen, Veröffentlichungen der BfNT

    Die Broschüre ist unbedingt empfehlenswert. (wsk)


    Schulen an das Netz

    Am 18. April 1996 startete, wie der Juni-Ausgabe der Computer-Zeitschrift c't zu entnehmen war, die Initiative "Schulen ans Netz" offiziell. Nachdem im Vorfeld bereits 1800 Schulen angefragt hatten, lief bis 15. Juni 1996 die offizielle Bewerbungsphase.

    Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie (bmb+f) unterstützt das Programm mit 23 Millionen, die Telekom mit 36 Millionen, die Firma Novell mit 192 Millionen DM.

    Wir hatten in der Ausgabe 8 des Computer-Magazins von einer Studie der Gesellschaft für Informatik (GI) berichtet, die den Anstoß für das Vorhaben gab. Projektleiter der Initiative ist Prof. Dr. Rainer Busch, Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), Vorstand, Wissenschaftszentrum, Ahrstr. 45, 53175 Bonn. Die Studie ist als Broschüre und auch im Internet veröffentlicht worden:

    . Der vollständige Texte der Studie (70 Seiten) kann beim Arbeitskreis Computer angefordert werden. Wir wollen hier Auszüge aus dem Vorwort sowie eine kurze Inhaltsübersicht wiedergeben.

    "Die hochindustrialisierten Länder befinden sich in einem Wandel von der alten Industriegesellschaft hin zu einer Informationsgesellschaft, die sich deutlich voneinander unterscheiden. Durch die technologische Entwicklung wird sich die Art und Weise, wie wir unser Leben organisieren, miteinander kommunizieren und arbeiten, grundlegend verändern. Es ist daher dringend geboten, diese Herausforderung anzunehmen und sich auf die grundlegenden Änderungen vorzubereiten. Information wird benötigt zum Lehren, Lernen, Arbeiten und Forschen. Sie entwickelt sich aus der Kreativität der Menschen, ist geprägt durch die Originalität des Inhalts und wird verfügbar durch Kommunikation mit anderen Menschen. Der schnelle und umfassende Zugriff (»Information just in time«) - der Informationsvorsprung - ist ein Wettbewerbsfaktor in Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung. Verfügbarkeit und Zugang zu Informationen muß daher als Grundversorgung für alle gewährleistet werden. Informatik und Telekommunikation werden somit zu Schlüsseltechnologien. Um einen Zugang zu Informationen zu haben oder Informationen zu geben, müssen Menschen in einer Informationsgesellschaft wichtige Kompetenzen aufweisen: Informationen strukturieren können und Suchstrategien beherrschen, Informationen bewerten können, Informationen verfügbar machen können, d. h. sie bearbeiten, aufbereiten und präsentieren können, mit den verfügbaren Werkzeugen umgehen können und die verbindlichen Regeln der Kommunikation beherrschen. Wenn die Menschen diese Grundfunktionen beherrschen, können neue Formen der Arbeit entstehen wie Telekooperation, Teleinspektion, Telepublizieren, Telelernen und Telelehren. Die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien konfrontieren daher das Bildungswesen mit großen Herausforderungen. Eine umfassende Bildungsinitiative »Informatik und Telekommunikation« soll helfen, die Skepsis der Menschen gegenüber Informations- und Kommunikationssystemen abzubauen und positive Sichtweisen zu entwickeln. Sowohl im schulischen Bereich als auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist die Bevölkerung auf den Umgang mit der Informations- und Kommunikationstechnologie vorzubereiten. Informationsbereitstellung, verteilung und nutzung muß - inhaltlich und didaktisch integriert - Eingang in den allgemeinen Bildungsbereich, d.h. in die Lehrpläne finden. Mit dem Einsatz der neuen Medien muß die Vermittlung des Wissens verstärkt interdisziplinär erfolgen. Die Ausbildung der Lehrer, Ausbilder und Trainer im schulischen, beruflichen und privaten Sektor ist gezielt auf diese Anforderungen auszurichten. Ein Gesamtkonzept muß die unterschiedlichen Sparten der Anwendung der Informations- und Kommunikationstechnologie (häusliches und privates Umfeld, Schule, Ausbildungsbetrieb, Hochschule, Beruf) umfassen und den unterschiedlichen Nutzungen gerecht werden. Bildungsinhalte und Ziele sowie die eingesetzte Technik sind an die technologische Entwicklung anzupassen. Ein medienunterstützter Unterricht führt somit zu neuen Formen des Lehrens und Lernens. Maßstab für die pädagogische Wirksamkeit einer auf Informations- und Kommunikationstechnologie basierten Bildung sind folgende Leitmotive:Öffnung von Schulen durch Kommunizieren und Kooperieren mit anderen (in Deutschland, in Europa und weltweit), kompetente, verantwortliche Nutzung von Netzen sowie Schaffung einer spezifischen Informations- und Lernkultur (Medienerziehung), interdisziplinäre Partnerschaften zu Ausbildungsstätten, Bildungseinrichtungen und Universitäten. Die Gesellschaft für Informatik e. V. (GI) hat sich gemäß ihrer Satzung dieser Problematik angenommen und beschreibt mit dieser Studie pädagogisch-didaktische Zielvorstellungen einer auf Informations- und Kommunikationstechnologie basierenden Bildung. Die Bildungsinitiative will die von Forschungsminister Dr. Jürgen Rüttgers geforderte Ausbildung einer inhaltlichen Kompetenz bei Nutzung der Datenautobahn unterstützen, indem sie konkrete Vorschläge von Forschungs- und Entwicklungsfeldern aufzeigt und insbesondere Anregungen gibt zur Erstellung von Unterrichtsmaterialien. Es ist das Ziel dieser Bildungsinitiative, den vernetzten Computer als Werkzeug und Medium kulturell zu integrieren und Informations- und Kommunikationstechnologie als eine weitere Facette in den Schulalltag einzubringen.Die Studie zeigt die Verknüpfung pädagogischer Zielsetzungen und technischer Veränderungen und stellt ein Konzept vor, wie ein flächendeckender Einsatz in sukzessiven Ausbaustufen realisiert werden kann.

    An dieser Studie haben mitgewirkt: Prof. Dr. Rainer Busch,Gesellschaft für Informatik e.V. (GI), Vorstand (Projektleiter) - Ralph Ballier, Offenes Deutsches Schulnetz (ODS-Netz), Landesbildstelle Berlin - Prof. Dr. Peter Diepold, Humboldt-Universität zu Berlin, Abt. Pädagogik und Informatik - Michael Drabe, Bundesarbeitskreis »Netze in Schulen«, Hessisches Institut für Bildungsplanung und Schulentwicklung (HIBS) - Prof. Dr. Steffen Friedrich, Technische Universität Dresden, Lehrbereich Didaktik der Informatik, - Klaus M. Füller, Offenes Deutsches Schulnetz (ODS-Netz) - Udo Kijek, Deutsche Telekom AG, Generaldirektion - Bernhard Koerber, Freie Universität Berlin, Zentralinstitut für Fachdidaktiken - Winfried Kreutzer,Landesinstitut für Pädagogik und Medien, Saarland - Wilhelm Peter Ottenbreit, Deutsche Telekom AG, Generaldirektion - Dr. Karl Sarnow, Europäisches Schulprojekt (ESP) - Prof. Dr. Renate Schulz-Zander,Universität Dortmund, Institut für Schulentwicklungsforschung - Christine Seidel, DeTeBerkom."

    Soweit das Vorwort. Wir erachten an dieser Studie als sehr positiv, daß nicht nur Institutionen des allgemeinbildenden Schulwesen vernetzt werden soll, sondern auch berufsbildende Schulen in die geplante Kommunikationsstruktur eingebunden werden sollen, die dann u.a. mit den Betrieben kommunizieren können. Es ist zu hoffen, daß sich viele berufsbildende Schulen der Initiative anschließen. Im Vorfeld fehlten allerdings Repräsentanten aus dem Bereich der beruflichen Bildung

    Abschließend ein Blick auf die Inhaltsübersicht der Studie:

  • Vorwort
  • Zusammenfassung
  • Pädagogische Konzepte des Projektes
  • Pädagogische Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten
  • Projektziele zur technischen Infrastruktur von Schulen
  • Evaluation des Projektes

    Anhang - Exemplarische Unterrichtsprojekte, Allgemeine Organisationsstruktur, Übersicht über die Kostenstruktur - Kosten für die technische Infrastruktur, Personal- und Sachkosten, Teilnehmer/innen der Initiative. (wsk)


    Mailboxszene

    Neues aus der BAB-Gruppe -Berufsausbildung benachteiligter Jugendlicher in bibbmail, der Mailbox des Bundesinstitutes für Berufsbildung

    Seit November 1993 gibt es in der bibbmail die geschlossene Teilnehmer/innen-Gruppe BAB (Berufsausbildung benachteiligter Jugendlicher).

    Die BAB-Gruppe steht allen offen, die beruflich oder anderweitig mit der Ausbildung benachteiligter Jugendlicher zu tun haben oder in einen stärkeren Austausch miteinander treten wollen.

    Inzwischen haben sich einige Neuerungen ergeben: seit 12. Dezember 1995 gibt es ein (schwarzes) Brett mit Namen BQJENEWS und das korrespondierende Verzeichnis BQJE. Die Abkürzung steht für die "Berufsbegleitende Qualifzierung junger Erwachsener". Die BQJE "mit dem Ziel eines nachträglich erworbenen anerkannten Berufsabschlusses ist für viele Träger der beruflichen Aus- und Weiterbildung und Beschäftigung eine neue Herausforderung. Sie macht in vielen Bereichen neue Konzepte, Methoden und Lösungen erforderlich, mit denen sich Praktiker/innen auf Neuland bewegen. Um die Kommunikation und die Zusammenarbeit von Trägern und ihren Mitarbeiter(inne)n untereinander und mit den arbeitsmarkt- und berufsbildungspolitischen Akteu(inne)n zu fördern, haben wir innerhalb der BAB-Gruppe von bibbmail ... ein Verzeichnis und ein Brett angelegt". (Nachricht Nr. 1 vom 12.12.95 am Brett BQJENEWS).

    Schon am 22.09.1995 wurde das Brett BAB-STRU eingerichtet, das der Diskussion über die Weiterentwicklung der BAB-Gruppe dienen soll. Eine an diesem Brett vorgeschlagene Idee war die Durchführung von online-Konferenzen zu bestimmten Fachthemen. Die erste online-Konferenz hat am 22. Mai 1996 stattgefunden zum Thema: "In welcher Weise nutzen pädagogische Fachkräfte das Internet? .

    Das aktuelle Angebot der BAB-Gruppe in bibbmail:

    Bretter:

  • BABINFO - News, Kurzinfos, Mitteilungen
  • BABFORUM - Diskussionen zu ausgewählten Themen
  • BAB-EU - News, Mitteilungen, Hinweise zur EU
  • BABMEDIA - Entwicklung eines Standards für den Austausch von Ausbildungs- und Unterrichtsmaterialien zwischen den Mitarbeiter(inne)n in der Berufsausbildung benachteiligter Jugendlicher
  • BAB-STRU - Infos, Diskurse zur DFÜ in der BAB-Gruppe
  • BQJENEWS - Mitteilungen, Erfahrungsaustausch, Diskussion
  • DB (Datenbanken)
  • LERNSOFT - Lernsoftware - Erfahrungen & Infos
  • TERMINE - Kurse, Tagungen, Kongresse Messen
  • Verzeichnisse, in denen längere Fachtexte und Shareware-Computerprogramme zu finden sind:
  • BAB, LERNSOFT, BAB-EU, BABMEDIA, BQJE

    Wer sich für die Teilnahme an der BAB-Gruppe interessiert, kann nähere Informationen erhalten bei: Michael Kendzia, INBAS GmbH, Kaiserstr. 61, 60329 Frankfurt, Telefon 069-27224-0, Telefax 069-27224-30. (wsk)

    (Für die Teilnahme an der BAB-Gruppe benötigen Sie einen Computer und ein Modem, mit dem über die Telefonleitung eine Verbindung zum BIBB-Computer in Berlin hergestellt werden kann - die Anwahlnummern der Mailbox sind dem Impressum zu entnehmen)


    ZS - Zentralstelle für Computer im Unterricht; die Mailbox für bayrische Schulen.

    System-Operator: Wolfgang Schmid, c/o Zentralstelle für Computer im Unterricht, Schertlinstr. 9, 86159 Augsburg

    Line 1: 0821-2589070 (max. 28.800 bps)

    Line 2: 0821-2589080 (max. 16.800 bps)

    Line 3: 0821-2589090 (ISDN-64.000 bps)

    Ein umfangreiches Brettsystem ist installiert- das Spektrum der Nachrichten reicht von Nachrichten des Bayrischen-Schul-Netzes (BSN) über Angebote des Deutschen Schulnetzes und Offenen Deutschen Schulnetzes bis zu Internationalen Foren des Internet. Im BSN stehen spezielle Bretter für den Bereich der beruflichen Bildung zur Verfügung: z.B. "Übungsfirmen an Wirtschaftsschulen", "Kaufmännische Berufsschulen", "Berufliche Schulen allgemein", Insgesamt bietet die Box ca. 240 Bretter. Auch finden wir in der Mailbox Bretter, über die sich Arbeitskreise austauschen. So existieren Arbeitskreise zu Themen wie etwa "Räumliche Vorstellung", "Windows","Branchensoftware(kaufmännisch)"Die Mailbox bietet im weiteren neben der Möglichkeit des Austausches elektonischer Post eine ganze Fülle von Shareware- und Freewareprogrammen, die zum Abruf (in der Fachsprache Download genannt) bereitstehen.

    Erfreulich ist, daß ein eigener Dateibereich für die Beruflichen Schulen existiert: hier finden wir Computerprogramme, die z.B. die Möglichkeiten der Robotersteuerung oder elektronischer Schaltungen aufzeigen, Gutachten über Branchensoftware des kaufmännischen und anderer nicht-gewerblicher Bereiche beinhalten. Im weiteren gibt es eine Programmsammlung Elektrotechnik. Ein Besuch in der Box mit der Kennung "Gast" und eine Anmeldung lohnt sich auf jeden Fall. (wsk)


    Mailbox HHKS

    Es handelt sich hier um die Box der Städtischen Heinrich-Hertz-Kollegschule, Redinghovenstr. 16, 40225 Düsseldorf.

    Anwahl: 0211-8928763

    Der Dateibereich enthält MS-DOS und Windows-Dateien zu den Themengebieten Elektrotechnik und Elektronik sowie sonstige Shareware. Es besteht E-Mail-Internetanschluß.

    (Quelle: LOG IN, Heft 2/1995)

    
    
    
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