Institutionen

Gero Gigl

Zentralstelle für Computer im Unterricht Schertlinstraße 9, 86159 Augsburg

Zentralstelle für Computer im Unterricht, Augsburg

Wer die Zentralstelle für Computer im Unterricht besuchen will, findet sie in einem Nebenbau des St. Anna - Gymnasiums. Das kommt nicht von ungefähr, denn in ihren Kindertagen war sie als Zentralstelle für Programmierten Unterricht an dieser Schule heimisch. 1977 wurde das Aufgabengebiet auf den schulischen Computereinsatz erweitert und der Name in Zentralstelle für Programmierten Unterricht und Computer im Unterricht geändert. Seit 1989 ist die Zentralstelle für Computer im Unterricht eine selbständige Dienststelle und der jüngste Partner innerhalb des Trios der Einrichtungen, die das Bayerische Staatsministerium für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst für die Fortentwicklung des Schulwesens geschaffen hat. Die Schwestereinrichtungen sind die Akademie für Lehrerfortbildung und das Staatsinstitut für Schulpädagogik und Bildungsforschung.

Referate

Hauptschulen, Realschulen, Förderschulen, Berufliche Schulen sind in schulartbezogenen Referaten vertreten, die Gymnasien sind aus historischen Gründen personell mit schulartübergreifenden Referaten (Informatik, Hardware und Standardsoftware) kombiniert und zusätzlich durch das Referat "Computer im Fachunterricht" repräsentiert. Für Grundschulen und Sonderberufsschulen gibt es derzeit keine eigenen Referate. Diese Schularten werden in Zusammenarbeit zwischen den Referaten "Hauptschule" bzw. "Berufliche Schulen" und dem Referat "Förderschulen" betreut.

Aufgaben

Die Aufgaben der Zentralstelle für Computer im Unterricht sind vielfältig. Sie lassen sich jedoch unter drei Punkten zusammenfassen: Beratung der Schulen und Schulträger bei der Ausstattung, Unterstützung der Lehrkräfte beim Computereinsatz, Fortentwicklung des Computereinsatzes im Unterricht. Für die Beratung der Schulen und Sachaufwandsträger bei der Planung und Einrichtung von Computerräumen und bei der Anschaffung von Hard- und Software erscheint jährlich unter Federführung der Zentralstelle das "Votum des Beraterkreises für Schulrechner". Es bietet Informationen darüber, welche Rechner und Peripheriegeräte für die Schulen sinnvoll sind, worauf bei der Anschaffung zu achten ist und wie die künftige Entwicklung eingeschätzt wird. Musterausschreibungen sowie Broschüren zur Fachraumausstattung und zur Arbeitsplatzergonomie ergänzen das Votum. Eine individuelle Beratung kann schriftlich oder telefonisch erfolgen.Die Unterstützung der Lehrkräfte beim Rechnereinsatz im Unterricht beginnt mit dem

"Programmangebot"

Von Kolleginnen und Kollegen privat oder im Rahmen von Arbeitskreisen entwickelte Programme werden an der Zentralstelle gesammelt und gegen Leerdisketten und einen frankierten Rückumschlag an interessierte Lehrkräfte in Bayern verschickt. Der Katalog ist zwar nach Schularten gegliedert, doch stellt können diese "Grenzen" durchaus ignoriert werden. Soweit keine vertragliche Einschränkung auf Bayern festgelegt ist, stehen die Programme auch den Schulen in anderen Bundesländern zur Verfügung, in Rheinland-Pfalz über das Landesmedienzentrum Hofstraße 257c 56077 Koblenz Ansprechpartner ist Herr Korb.

Die Zeitschrift BUS

erscheint zweimal jährlich und wird an alle bayerischen Schulen verschickt, die Rechner im Unterricht einsetzen. Jede Nummer ist einem Schwerpunktthema gewidmet, bietet darüber hinaus aber ein Forum für alles, was mit Schule und Computer zu tun hat. Andere Interessenten können den BUS beim Bayerischen Schulbuchverlag beziehen.

Die Mailbox der Zentralstelle, das Kernstück des Bayerischen Schulnetzes (BSN), bietet neben dem "Programmangebot" und zahlreichen Free- und Sharewareprogrammen auch interessante Foren für Lehrer aller Schularten. Knoten, die über ganz Bayern verteilt sind, sorgen vielfach für günstige Nahtarife. Sie erreichen die Mailbox unter (0821) 2 58 90 70 (analog), (0821) 2 58 90 90 (ISDN). Die Mailbox der Zentralstelle ist mit dem Offenen Deutschen Schulnetz, dem Fido-Netz und dem Internet verbunden und ermöglicht so Lehrern und Schulen einen weltweiten Informations- und Datenaustausch.

*ISBC#

öffnet unter Datex-J den Zugang zum "Informationssystem Schule Bildung Computer", das neben Informationen für alle Schularten zahlreiche Weiterleitungsseiten zu kostenlosen oder sehr preisgünstigen und schulisch interessanten Datenangeboten enthält. Das ISBC wird zusammen mit den Schwestereinrichtungen und dem bayerischen Kultusministerium gestaltet. http//www.zs-augsburg.de ist die Homepage der Zentralstelle im Internet. Sie ist derzeit allerdings noch im Aufbau.

Der Weiterentwicklung von Unterricht dient der Modellversuch "Schulischer Einsatz multimedialer interaktiver Systeme" (SEMIS), der zusammen mit dem FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht durchgeführt wird. Er widmet sich den folgenden Fragen: Welche Multimedia-Programme auf dem Markt sind von schulischem Interesse? Welche Bedingungen müssen bei der Erstellung schulischer Multimedia-Anwendungen berücksichtigt werden? Wie können die lernpsychologischen, didaktischen und pädagogischen Vorstellungen konkret in Multimedia-Anwendungen umgesetzt werden? Welche Einflüsse auf Ziele, Inhalte, Methoden und Organisationsformen von Unterricht ergeben sich bei der Nutzung von Multimedia?

Angebote für die Förderschulen

ELECOK: Aus einem früheren Modellversuch entstand ein Beratungssystem für elektronische Hilfen. An acht Schulen für Körperbehinderte werden körperbehinderte Schülerinnen und Schüler, deren Eltern, Lehrkräfte und Mitarbeiter betreuender Einrichtungen, auf Wunsch auch Jugendliche und Erwachsene beraten. Die Beratungsschulen sammeln und sichten Informationen über elektronische Hilfen, erproben und bewerten sie, erarbeiten Konzepte für den Unterrichtseinsatz, arbeiten mit Kostenträgern und Organisationen der Behindertenhilfe zusammen und unterstützen Fortbildungsmaßnahmen.

Arbeitskreise

"Computerunterstützte sonderpädagogische Psychodiagnostik" und "Möglichkeiten der tachistoskopischen Darstellung" sind die Themen von zwei Arbeitskreisen, die mit Ablauf dieses Schuljahres ihre Ergebnisse vorstellen werden. Bei der Psychodiagnostik geht es weniger um Testprogramme auf dem Computer als vielmehr um Möglichkeiten der Beobachtung von Schülerinnen und Schülern bei der Arbeit mit dem Computer unter diagnostischen Fragestellungen und um verlaufsdiagnostische Erkenntnisse. Die tachistoskopische (kurzzeitige) Darstellung grafischer Inhalte ist eine computerspezifische Darbietungsform, die sich gut dazu eignet, effektive Strategien der Textauffassung wie der Mengenauffassung zu entwickeln und zu trainieren. Neben einem Programm (unter Windows) wird ab Herbst 96 auch einiges an Trainingsmaterial zur Verfügung stehen. Im Schulversuch "Multimedia für Hörsprachgeschädigte" soll ab dem Schuljahr 1996/97 ein multimediales Gebärdenlexikon mit Szenarien für den Sprachaufbau entwickelt werden, das später auch online zur Verfügung stehen soll. Ein weiterer Arbeitskreis soll Materialien erarbeiten, um Schülerinnen und Schülern der Schulen zur individuellen Lernförderung den Zugang zur Telekommunikation zu eröffnen.Wenn Sie noch mehr wissen wollen, hier unsere Anschriften:

Markus Elser, Arbeitsbereich: Körperbehinderte, Geistigbehinderte, Arbeitskreis DFÜ

Gero Gigl, Arbeitsbereich: übrige Förderschulen, Multimedia für Hörsprachgeschädigte, SEMIS (E-Mail: gero@zs-augsburg.de)

Zentralstelle für Computer im Unterricht Schertlinstraße 986159 Augsburg, Tel. (0821) 573011 Fax: (0821) 2 58 90 95



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