Die folgenden 3 DOS-Programme, entwickelt von der INBUS-GmbH (Innovation in Bildung und Sozialarbeit), Müllerstr. 43R, 80469 München, Projektgruppe "Computer und Ausbildung"), sind speziell für ausbildungsbegleitende Hilfen konzipiert und dürfen als Kopien weitergegeben werden. Die Projektgruppe hat inzwischen auf ein anderes Autorensystem mit mehr Interaktionsmöglichkeiten umgestellt. Auf die für später angekündigten Updates darf man also gespannt sein.

Im Computer-Magazin Nr. 7 vom Juni 1995 hatten wir bereits die INBUS-Programme Prozent, Flächenberechnung, Formelumstellen sowie Maschinenberechnungen vorgestellt.


1. Mischungsrechnen

Version 1995. Autorin: Susanne Prell

Das didaktisch ansprechende, für meinen eher handwerklich-industriell ausgerichteten Azubi-Bereich allerdings etwas entlegene Programm bietet keine Übungsmöglichkeiten. Es beginnt mit einer Grundlagenwiederholung: das Kürzen von Brüchen und die Teilungsregeln werden wiederholt. An drei Beispielen wird in Stufen in das Mischungsrechnen eingeführt. In einem Blumenladen gilt es, einen Strauß aus fünf Blumen bei einem vorgegebenen Preis aus unterschiedlich teuren Blumensorten zu erstellen: dort wird vor allem das Mischungskreuz und seine Rechenregeln eingeführt und wiederholt. Im zweiten Beispiel, einem Bonbonladen, wird dann darüber hinaus noch verdeutlicht, daß sich die zu mischenden Sorten auf gleiche Einheiten (hier: Preis pro Kilogramm) beziehen müssen. Im dritten Beispiel, der Erstellung einer Säurelösung in einer Apotheke, wird das am Mischungskreuz errechnete Mischungsverhältnis (von 4 zu 9 Teilen) durch eine Mengen- oder Massenberechnung ergänzt. Eingesetzt werden kann dieses reine Präsentationsprogramm zur Vertiefung und Erarbeitung der Themen in einem Zeitrahmen von bis zu zwei Stunden pro Azubi.(rs)


2. Das deutsche Sozialversicherungssystem

Ein Lern- und Fragenkatalog zum deutschen Sozialversicherungssystem. Version 1995. Autorin: Sieglinde Wind

Das Programm ist ein Update des gleichnamigen Programms, das in der letzten Ausgabe besprochen wurde. Deshalb beschränke ich mich hier auf die neu mitaufgenommene Pflegeversicherung. Vor allem in kaufmännischen Berufen ist das Programm zum unattraktiven Lernstoff gut angekommen. In einem ersten Teil werden Begriffe zur Pflegeversicherung (ambulante vs. stationäre Pflege, "regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen des täglichen Lebens") eingeführt und in etwas komplizierten, die genauen Termini erfordernden Text-Antworten vertieft. Schwierigkeiten mit grundlegenden Tipp-Fähigkeiten kann man aber durch leere Antworten mit der Returntaste in einer Art Leseübung zum Thema umgehen. Dann folgen Teile zum Kreis der Pflichtversicherten, der Angliederung an die Krankenkassen, zum Beitragssatz und den verschiedenen Formen der Finanzierung (über eine Aufteilung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber bei Streichung eines Feiertages bzw. über eine 100 %ige Arbeitnehmer-Finanzierung, wenn Bundesländer keinen Feiertag gestrichen haben. Anschließend wird die Einführung der Versicherung in den zwei Zeitstufen erörtert. Auch diese Programmteile werden über Textantworten gesichert. Info-Teile mit Hintergrundwissen fehlen zu diesem Programmteil. Beschäftigungszeiten mit Wiederholungen können insgesamt wohl bei 3 bis 5 Stunden angesetzt werden. (rs)


3. Holz arbeitet

Version 1995. Autorin: Christa Schweiger

Mit einfachen, didaktisch sehr verständlich untergliederten Graphiken und Animationen wird in einem ersten Programmteil die Fachtheorie - bis auf einige Kleinigkeiten - sehr gut erklärt: das Schwinden und Quellen wird verdeutlicht, die Zellvorgänge, die Feuchtigkeitsanforderungen verschiedener Bauteile und die Schwundrichtungen werden veranschaulicht und die Begriffe (Fasersättigungspunkt, freies, gebundenes Wasser, axiale, tangentiale und radiale Schwundrichtung etc.) eingeführt. Es folgen grundsätzliche Arbeitsregeln und ein Beispiel zur Berechnung der Holzfeuchte. Im Übungsteil wird das Ganze in Multiple-Choice-, Lückentext- und Zuordnungs-Fragen erarbeitet und gesichtert. Der dritte Teil ("Mehrinfo") wiederholt und erweitert das Thema dann in der Fachsprache, ohne Graphiken und Animationen. Anwendbar für ca. 2 Stunden pro Azubi. (rs)




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